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Roccat Power-Grid im Kurztest

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Seite 1: Roccat Power-Grid im Kurztest

roccatMit dem Power-Grid hat der Spezialist für Gaming-Equipment Roccat seine erste Smartphone-App herausgebracht. In Verbindung mit einer Windows-Software ist es so möglich, das Smartphone als sinnvolle Zusatzbedienung für den PC zu verwenden. Dabei ist man aufgrund der benötigten App auf Android- oder iOS-Geräte beschränkt, unter Windows nicht jedoch auf Spiele alleine. Welche Einsatzfelder man mit der vielseitigen App verfolgen kann, haben wir getestet.

Roccat legt dabei Wert darauf, dass die App universell einsetzbar und in vielerlei Hinsicht anpassbar ist. So dient die App in erster Linie als Anzeige von dem, was man auf dem Windows-Rechner in der Hauptapplikation zusammengeklickt hat. In einem 4-teiligen Video-Tutorial erklärt Roccat die Einzelheiten der Software und geht sogar auf Profi-Einstellungsmöglichkeiten ein. Die Software basiert dabei auf sogenannten Grids, also Rastern, auf denen verschiedene Anzeigeelemente oder Buttons platziert werden können. Der Clou: Die erstellten Grids können hochgeladen und mit der Community getauscht werden. Das beste an der Geschichte: Roccat Power-Grid ist im vollen Umfang kostenlos downloadbar, lediglich Erweiterungen der Smartphone-App um weitere Grid-Plätze kosten (0,89 Euro je Slot). Noch befindet sich Power-Grid in der Open-Beta-Phase.

Um eine optimale Bedienung zu gewährleisten, weist Roccat auf der eigenen Website auf verschiedene Smartphone-Ständer hin, sowohl solche, die gekauft, als auch solche, die selbst gebastelt werden können. Einer der DIY-Ständer ist Roccats Origamer, ein Smartphone-Ständer aus Pappe. Weiterhin hat man mit dem Project Phobo und Procet Apuri 2.0 eine Gaming-Tastatur und einen separaten Ständer in Planung, die perfekt auf das Power-Grid abgestimmt sind. Da diese noch in der Entwicklung sind, kann man als Gamer direkt Feedback an den Hersteller geben.

Das Windows-Programm

Das Herzstück von Roccats Power-Grid ist die gut 40 MB große Windows-Applikation. Nach Installation und der Erstellung eines Accounts bei Roccat, der verpflichtend ist, um die Software überhaupt nutzen zu können, ist der Spieler schon mittendrin. Die Verbindung zum Smartphone wird via WLAN hergestellt, kann laut Roccat aber auch per Kabel genutzt werden, wenn das Gerät per USB-Tethering am PC angeschlossen ist. Die Smartphone-App findet nach einem Suchlauf die Windows-Applikation und nach kurzem Kopplungsvorgang sowie erfolgreicher Bestätigung kann die Einrichtung erfolgen. Dabei liegt der Power-Grid Launcher, so der Name der Windows Software, in der Beta-Version 0.458 vor. Insgesamt vier Hauptreiter ("Grids", "Editor", "Einstellungen" und "Support") unterteilen die gesamten Funktionen der Software.

Grids

In dieser Abteilung werden alle auf dem PC installierten oder erstellten Grids angezeigt. Roccat setzt dabei auf mehrere vorgefertigte Grids, wobei weitere heruntergeladen oder erstellt werden können. Vorgefertigt sind das Incoming-Center, eine Art Notification-Center (siehe unter Einstellungen & Support), ein Grid für den Systemstatus (Anzeige von CPU-Auslastung je Kern, RAM, Netzwerk-Nutzung, freiem Speicherplatz sowie einem Timer und einer Stoppuhr, ein weiteres um den Sound bzw. die Media-Apps des PCs zu steuern sowie ein weiteres Grid für Roccats Talk FX Technik. Weitere Grids umfassen ein Numpad, einen Taschenrechner sowie verschiedene Windows 7 Controls (siehe dazu auch die untenstehende Galerie).

Weitere Raster können erstellt oder heruntergeladen werden und landen dann in der entsprechenden Übersicht. Sind diese ausgewählt, erscheinen sie am rechten Rand der Windows-Software und können über den "Hinzufügen"-Button der Grid-Leiste auf dem Smartphone hinzugefügt werden. Sechs Plätze sind in der kostenlosen Variante verfügbar, bis zu 10 weitere per In-App-Purchase am Smartphone erwerbbar (je 0,89 Euro). Natürlich können die Grids jederzeit gespeichert und ausgetauscht werden, sodass ein Kauf nicht zwingend notwendig ist.

Editor

Im Editor können neue Grids erstellt und getestet werden; die Anzeige im rechten Drittel der Software entspricht der späteren auf dem Smartphone. Ein leeres Grid umfasst dabei 4 x 10 Zellen (scrollbar), in denen Buttons oder Anzeigeelemente Platz finden. Buttons können dabei entweder einen Shortcut (Tastaturtaste, auch in Verbindung mit Shift, Strg, Win oder Alt), eine Anwendung, Website, eine Datei oder einen Ordner öffnen und - das wird im Online-Gaming-Bereich nicht sonderlich gerne gesehen - Makros ausführen. Letztere können dabei einfach über eine Aufnahme einer Tastensequenz erstellt und falls nötig weiter angepasst werden. Buttons können dabei in der Größe, ihrem Titel, dem Icon und Hintergrund sowie einem bei Druck abzuspielenden Sound konfiguriert werden. In einer fortgeschrittenen Ansicht kann neben vielen optischen Anpassungen noch der Auslöseimpuls eingestellt werden (Antippen und loslassen, nur Antippen, Halten, Doppeltes Antippen).

Weiterhin können einem Grid Funktionen hinzugefügt werden, beispielsweise für die Sound-Bedienung (Lautstärke, Stummschalter Mikrofon/Sound, Lauter-Leiser-Buttons). Diese sind teils fest programmiert und können nicht weiter angepasst werden, andere Einstellungen hingegen sind ebenso flexibel anpassbar, wie die Buttons. Weitere Funktionen umfassen bestimmte Windows-Bedienungen (wie im Windows Controls Grid gesehen). Weiterhin lässt sich auf einem Grid der aktuelle Teamspeak-Status inklusive Sprecher anzeigen. Die aus dem System-Status-Grid bekannten Anzeigen lassen sich ebenso in ein eigenes Raster integrieren, wie die Zeit-Anzeigen, Stoppuhr und Timer. Stoppuhren können innerhalb der App nicht konfiguriert werden, der Spieler muss sich also vorher überlegen, welche Zeiten er benötigt. Eigene Funktionen oder Systemparameter, wie beispielsweise Temperaturen, können leider nicht hinzugefügt werden.

Selbst das Hintergrundbild des Grids, ein automatischer Wechsel zum jeweiligen Grid bei Starten einer Anwendung sowie das Icon des Grid-Tabs, das später am oberen Rand der Smartphone-App angezeigt wird, können konfiguriert werden.

Einstellungen & Support

In den Einstellungen können die Geräte, die mit dem jeweiligen PC verbunden sind, eingesehen und verwaltet werden. Zudem können E-Mail-, Facebook-, Skype-, Teamspeak- und Twitter-Accounts sowie RSS-Feeds hinterlegt werden. Das ist nicht notwendig, aber extrem praktisch. So werden eingehende Nachrichten direkt im "Incoming Center" der Smartphone-App angezeigt, sodass auch beim Spielen keine Informationen verloren gehen. Angenehm: Für die meisten Logins setzt Roccat nicht auf die Kombination Benutzername/Passwort sondern auf die für den Nutzer sicherere OAUTH-Methode.

Der Support-Bereich umfasst eine ausführliche FAQ-Sektion, Kontaktmöglichkeiten und Informationen zur bald erscheinenden In-App-Kaufmöglichkeit auf iOS-Geräten.

Die Smartphone App

Die Smartphone-App ist - im Gegensatz zur Windows-Software - fast als "dumm" zu bezeichnen. Sie fungiert im Endeffekt nur als Anzeige der unter Windows konfigurierten Grids, die Aktionen werden alle am PC ausgeführt. Beispiel RSS-Feeds: Ein Klick auf diese im Incoming-Center öffnet die Website auf dem PC, nicht auf dem Smartphone. Untenstehendes Video zeigt das Power-Grid auf dem Smartphone während der Benutzung in DOTA 2.

 

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Kommentare (10)

#1
Registriert seit: 19.01.2013
Sachsen
Bootsmann
Beiträge: 576
Also die App ist schön und gut, hat aber einen für mich entscheidenen Nachteil: kein Querformat möglich. weil sonst könnte ich mein Tablet zur Systemüberwachung nutzen und gemütlich zocken.
#2
Registriert seit: 29.10.2005

Obergefreiter
Beiträge: 112
Ich finde das Geschäftsmodell schon wieder seltsam. Für einen Euro würd ich mir das Ding sicherlich holen. Aber wenn ich schon wieder einen Account brauche, damit ich InApp Käufe machen kann, finde ich das etwas daneben.
#3
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Registriert seit: 29.11.2011
Lippe
Flottillenadmiral
Beiträge: 4299
Hab die App selber und bin auch sehr begeistert von ihr :)
Aber wie oben schon erwähnt wäre querformat noch sehr hilfreich auf dem tab ;)
#4
Registriert seit: 17.04.2005

Korvettenkapitän
Beiträge: 2339
Hat der im Video seinen Kragen hochgestellt? :D
#5
customavatars/avatar129573_1.gif
Registriert seit: 14.02.2010
Lüneburg & Wunstorf (Nds.)
Hauptgefreiter
Beiträge: 251
Die App ist sehr praktisch, um in erster Linie die CPU-Auslastung zB. während Battlefield 3 anzuzeigen. Nun gibt es wikrlich kaum noch Gründe für eine (Logitech)Tastatur mit Bildschirm!
#6
Registriert seit: 17.04.2005

Korvettenkapitän
Beiträge: 2339
Und heute sehen sie: Dinge, die die Welt nicht braucht.
#7
customavatars/avatar165683_1.gif
Registriert seit: 29.11.2011
Lippe
Flottillenadmiral
Beiträge: 4299
Zitat |ToBIaS|;21545645
Und heute sehen sie: Dinge, die die Welt nicht braucht.


Die aber trotzdem geil sind :xmas:

Gesendet von meinem Nexus 7 mit der Hardwareluxx App
#8
customavatars/avatar77109_1.gif
Registriert seit: 13.11.2007

Fregattenkapitän
Beiträge: 2814
Zitat Zwitschack;21542038
Also die App ist schön und gut, hat aber einen für mich entscheidenen Nachteil: kein Querformat möglich. weil sonst könnte ich mein Tablet zur Systemüberwachung nutzen und gemütlich zocken.


ein sogenannter Landscape Mode kommt noch genau so wie Graka Temp usw zum Auslesen
#9
customavatars/avatar6238_1.gif
Registriert seit: 19.06.2003
Köln
Stabsgefreiter
Beiträge: 366
Hm, dann kann ich mir den Kauf einer Logitech Tastatur mit Display ja wirklich mal sparen und bei meiner X4 bleiben.
sieht gut aus, solange es ein vernünftiges Grid für TS und Skype gibt/geben wird (ich sitz auf der Arbeit, daher kein Zugriff auf die Roccat Webseite?), bin ich zufrieden. Was anderes brauch ich eigentlich nicht auf nem Display.
#10
customavatars/avatar124005_1.gif
Registriert seit: 25.11.2009

Leutnant zur See
Beiträge: 1183
krieg grad ne Mail rein, seit Oktover verfügbar? Wie haben sie das denn verheimlicht? :fresse:

Edit: habs mal draufgeworfen, werd mich die Tage mal ein wenig mit auseinander setzen. Mal sehen, wie weit ich das an meine Bedürfnisse anpassen kann.
Fürchte aber, dass ich mich an Kleinigkeiten aufhängen werde^^
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