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Test: Roccat Savu und Taito - Neuerfindung des (Maus-)Rads

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Seite 4: Im Alltagstest

Wir haben diesen Bereich des Tests geändert. Statt die Maus anhand ausgewählter Spiele zu testen, unterscheiden wir lediglich in einen Office- und einen Gaming-Anwendungsbereich. Dabei muss sich die Maus im Büroalltag beweisen, das heißt konkret Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Dateiverwaltung und das Surfen im Internet. Der Spieleteil besteht aus einer Mischung von Shootern wie Origins "Battlefield 3", dem klickintensivem "League of Legends" und Rollenspielen wie "TES: Skyrim" und "Diablo 3".

Der Officebetrieb

Zunächst soll sich die Roccat Savu im Redakteursalltag beweisen. Das bedeutet vor allem viel Scrolling mit dem Mausrad und präzises, ermüdungsfreies Steuern auch auf einem unaufgeräumten Schreibtisch.

Wie man von einer Maus in diese Preisklasse erwarten darf, leistet sich die Savu hier keine Blöße. Durch die hohe Abtastrate kann praktisch auf einer Briefmarke sinnvoll navigiert werden. Die angenehme Ergonomie unterstützt große als auch kleine Hände und beugt Ermüdungen und Schmerzen vor. Ein Betrieb unter OSX oder Linux ist ebenfalls möglich, wobei dort nicht alle Funktionen der Maus bereitstehen, da Roccat hier keine Treiberunterstützung liefert. Einziger Wermutstropfen ist das Mausrad: Es funktioniert auch nach einigen Wochen noch hervorragend, aber der hohe Widerstand beim Scrollen nervt nach einiger Zeit und führte bei uns zur vermehrten Nutzung der Bild-Tasten auf der Tastatur.

Der Spieletest

Während das Mausrad im Bürobetrieb auf Dauer anstrengt, ist es ein Segen bei vielen Spielen. Gerade bei Spielen wie "Counter-Strike" oder "Battlefield 3" kommt es auf präzises Scrollen an, wenn im dichtesten Kampfgewimmel die richtige Waffe gezogen werden soll. Ist das Mausrad zu leichtgängig, schießt man über das Ziel hinaus und hat die falsche Auswahl getroffen oder noch schlimmer, man betätigt das Mausrad unbeabsichtigt und steht plötzlich nur noch mit dem Verbandskasten in der Hand vor dem Gegner.

Die Maus gleitet wegen der flinken Gleitfüße leichtgängig über das Mauspad und der Sensor setzt die Bewegungen in allen Spielen präzise und zuverlässig um. Dank der konfigurierbaren Abtastraten wird die Maus jedem Spielertypus gerecht. Schnelle Bewegungen meistert das Gerät genauso zuverlässig wie minimale Positionskorrekturen. Hier hilft der Verzicht auf Angel Snapping. Es gab praktisch kein Spieleszenario, in dem sich die Savu nicht bewährt hätte.

Selbst in Spielen, die schnelle und viele Klicks erfordern, glänzte das Roccat-Gerät dank des klar definierten Druckpunkts und der sinnvollen Position der einzelnen Tasten. Die Doppelbelegung funktionierte unabhängig vom Spiel intuitiv.

Test auf unterschiedlichen Unterlagen

Jede Maus wird sowohl auf einem Hartplastikpad als auch auf einem Stoffpad getestet – auf den Test auf einer Glasoberfläche verzichten wir, weil fast alle optischen Mäuse dort Probleme mit der Abtastung haben. Um wirklich gut abzuschneiden, sollten sich die Unterschiede in der Bedienung und Präzision nur durch die speziellen Eigenschaften der Mauspads unterscheiden. Wir haben die Roccat Savu dafür auf einem Razer Pro Solutions als Vertreter der Hartplastikpads getestet und neben dem Taito-Mauspad ein einfaches Stoffpad verwendet, daneben musste die Maus auch einen Holzschreibtisch als Unterlage meistern.

Erfreulicherweise hat sich der optische Sensor der Savu von keiner Unterlage aus der Ruhe bringen lassen. Erwartungsgemäß war die Präzision bei den Taito-Mauspads sehr gut und auch der Gleitwiderstand konnte sich mit dem der Razer-Unterlage messen. Zwischen der Plastikunterlage und dem Taito-Mauspad konnten wir bei der Präzision keine Unterschiede feststellen. Auch auf dem nackten Schreibtisch und dem billigen  Stoffpad setzte die Savu die Bewegungen sauber um – die minimalen Präzisionsunterschiede zwischen den professioniellen Unterlagen und Holz und dem billigen Pad als Unterlage treten nur in Extremsituationen zutage. Bei den Gleiteigenschaften liegen die Unterlagen von Razer und Roccat dagegen um Meilen vor den Lowcost-Varianten.