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Test: Roccat Savu und Taito - Neuerfindung des (Maus-)Rads

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Seite 2: Unboxing und Lieferumfang

In einer schwarzen Pappschachtel präsentiert sich die Maus dem potentiellen Käufer. Die rechte Seite ist abgeschrägt und hebt sich aus dem Grau der rechteckigen Boxen im Regal hervor. Die Vorderseite zeigt ein Bild der Maus und verdeutlicht die wichtigsten Funktionen. Das eingestanzte Logo auf der abgeschrägten Seite gibt taktiles Feedback. Rückseitig finden sich die verschiedenen Funktionen in neun verschiedenen Sprachen – darunter Deutsch. Die linke Seite zeigt die Maus aus verschiedenen Winkeln und listet die wesentlichen technischen Daten und den Verpackungsinhalt auf. Dieser fällt spartanisch aus: Neben der Maus in einer Plastikhalterung findet sich lediglich eine Kurzanleitung, die die Treiberinstallation auf Deutsch erklärt, und eine Roccat-ID Karte. Einen Datenträger mit dem Treiber gibt es nicht.

Das Gehäuse der Maus ist komplett aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Die Oberseite, welche nahtlos in die beiden Maustasten übergeht, ist glatt. Der Schriftzug “Roccat” ist auf der rechten Maustaste eingraviert und bietet so dem aufliegenden Finger zusätzlichen Halt. Das bedeutet aber nicht, dass der Zeigefinger auf der linken Maustaste hin- und herrutschen würde. Die Maus fällt zur rechten Seite hin ab, sodass die Finger automatisch in eine bequeme Position fallen. Die Kerbe zwischen den beiden Tasten schließt eine Fehlbedienung aus.

Das Mausrad hat Einkerbungen, die eine ausreichende Griffigkeit ermöglichen. Es rastet bei jeder Drehposition deutlich ein, sodass die Roccat Savu mit einem erhöhtem Drehwiderstand aufwartet. Was sich in langen Office-Dokumenten als Nachteil darstellt, erweist sich bei vielen Spielen dagegen als Vorteil: Schnelles und präzises Wechseln zwischen den Waffen in Counterstrike wird so auch unter Stress zum Kinderspiel.

Die beiden Seiten sind angeraut, um den Finger einen besseren Halt zu bieten. Auf der rechten Seite ist eine Taste angedeutet, die aber weder eine Taste ist, noch einen erkennbaren Zweck erfüllt. Die linke Seite besitzt zwei Maustasten, an die selbst große Daumen leicht herankommen. Der Daumen ruht auf einer Auswölbung, die Ermüdung verhindert. Im vorderen Bereich ist der Name “SAVU” aufgedruckt.

Auf der Unterseite findet sich mittig der optische Sensor, darüber das Logo und einige Aufkleber mit dem Produktcode. Die beiden glatten Füße können leider nicht gewechselt werden, aber sie funktionieren sowohl auf harten als auch auf weichen Unterlagen sauber. Das breite Fenster an der Rückseite wird sauber von der LED ausgeleuchtet. Das Kabel ist mit 1,8 Metern ausreichend dimensioniert und wie bei vielen, modernen Gaming-Mäusen mit Stoff ummantelt. Der USB-Stecker hat auf der einen Seite das Logo und den Namen der Maus aufgedruckt und auf der anderen Seite “Roccat” eingestanzt – ein nettes Detail, falls man auf der Rückseite des Rechners viele Gerätekabel hat ist es so leichter die Maus zu identifizieren.

Die Roccat Taito Mauspads

Relativ unspektakulär präsentiert sich die Verpackung der Mauspads. Die Vorderseite weist großflächig auf den Hersteller und den Produktnamen hin. Am unteren Rand befinden sich eine Fingerprobe der Ober- und eine der Unterseite, damit der geneigte Kunde sich ein Bild von der Qualität des Mauspads machen kann, ohne die Verpackung öffnen zu müssen. Die linke Seite zählt einige Mäuse auf, mit denen die Taito-Modelle getestet wurden. Dank der Perforierung lässt sich die Verpackung auch ohne Schnittwunden und Werkzeug öffnen. Eine bedruckte Einlage schützt das Mauspad und gibt Auskunft über die wesentlichen Features des Mauspads in zehn verschiedenen Sprachen.

Beim Herausnehmen fallen sofort die beiden sehr unterschiedlichen Oberflächen auf. Während sich die Oberseite des Taito glatt und sanft anfühlt, ist die Unterseite rau und spröde. Sobald das Mauspad auf dem Schreibtisch liegt, wird der Sinn dahinter sofort klar: Der Nageruntersatz liegt fest und sicher auf dem Schreibtisch und selbst kräftiges Reiben verschiebt das Mauspad nicht. Übrigens riecht das Mauspad genauso wie ein Neoprentaucheranzug. Die getestete Höhe von 3 mm hebt es nur minimal von der Schreibtischoberfläche ab, was der Ergonomie zugute kommt.

Roccat hat sich bei der Verarbeitung der Maus ordentlich Mühe gegeben. Spalten sind als Designelement sicht- aber nicht spürbar. Die einzelnen Tasten reagieren präzise und schnell. Selbst klickintensive Spiele wie Diablo 3 oder League of Legends bringen die Tasten nicht ins Schwitzen, ein Umstand, der nicht vom Tester behauptet werden kann. Das Mausrad – bei bisherigen Produkten aus dem Hause Roccat deren Achillesferse – funktioniert einwandfrei. Es bietet präzises Feedback und reagiert sofort. Zudem fühlt es sich stabil an und vermittelt einen langlebigen Eindruck. Der einzige Kritikpunkt ist das geringe Gewicht des Nagers in Kombination mit dem gewähltem Material, wodurch sich die Maus nicht so hochwertig anfühlt wie Produkte der Konkurrenz im gleichen Preissegment.