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Test: Corsair HS1 Headset - Einstand im Audio-Sektor

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Seite 3: Das Corsair HS1 im Detail (2) + Klangcheck

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Das Corsair HS1 lässt sich für den Transport zur LAN-Party zusammenklappen. Aufgrund der üppigen Dimensionen ist es dann aber noch immer recht voluminös. Leider verzichtet Corsair zudem darauf eine Tasche beizulegen, um das Headset sicher zu transportieren. Hier hat sich mancher Konkurrent bereits mehr Gedanken gemacht.

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Die voluminöse Kabelfernbedienung besitzt zwei klar definierte Tasten, die sich um die Einstellung der Lautstärke kümmern. Weiterhin kann das Mikrofon mit einem Knopfdruck stummgeschaltet werden. Das von Corsair genutzte Anschlusskabel fällt mit einer Länge von 300 cm üppig bemessen aus, sodass sicherlich auch dann keine Probleme entstehen, wenn der Tower unter dem Schreibtisch zu finden ist. Optisch ansprechend ist zudem die Textilummantelung des Kabels, wie sie aktuell auch bei zahlreichen Mäusen zu finden ist.

Der Treiber

Ein Blick auf den Treiber verrät in kürzester Zeit, dass Corsair auf einen Soundchip aus dem Hause C-Media setzt, da ein Referenz-Treiber zum Einsatz kommt. Dieser gestaltet sich übersichtlich und bietet einen großen Funktionsumfang. Neben einem praktischen Equalizer stellt der Support von virtuellen Surround via Dolby Headphone ein Schlüsselfeature des HS1 dar. Wie sich dieser in der Praxis schlägt, das klären wir im Folgenden.

Praxiseinsatz

Als Material konfrontieren wir das Set mit einer bunten Mischung. Besonders interessant sind natürlich aktuelle Games, aber auch an aktuellem Musikmaterial aller Richtungen muss sich das Headset messen lassen.

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Optisch und haptisch kann Corsairs Erstlingswerk bislang voll und ganz überzeugen, wie sieht es nun aber im harten Praxiseinsatz aus? Um es vorwegzunehmen: das HS1 schlägt sich auch hier erstaunlich gut.

Das HS1 besitzt eine audiophile Abstimmung und kann mit einem glasklaren Hochtonbereich punkten, ohne dass Stimmen dabei ins nasale oder gar nervige kippen. Das hat zum einen den Vorteil, dass Stimmen in Voice-Chats hervorragend verstanden werden, das HS1 zum anderen aber eben nicht nur als reines Gaming-Headset angesehen werden sollte. So klang unser langjähriger Referenz-Song „Forgiven not forgotten“ der Corrs erstaunlich luftig und präzise. Darüber hinaus gelang es dem Kopfhörer im Stereo-Setup eine sehr gute in die Breite aber auch die Tiefe gestaffelte Bühne aufzubauen, was gerade bei Unplugged-Aufnahmen von großem Vorteil ist. Headset-typisch schlank fällt der Bassbereich aus, der präzise und konturiert agiert dabei aber den Tiefgang teils vermissen lässt. Fans audiophiler Abstimmung kommen so in den Vorteil nicht mit einem zu dick aufgetragenen Oberbass-Bereich leben zu müssen. Musikgenuss wird auch nach längeren Hörsessions nicht nervig, was die angenehme Abstimmung unterstreicht.

Im Gaming-Einsatz profitiert das HS1 ungemein von seiner sehr guten Bühnenabbildung, welche der Ortung von Gegnern zugutekommt. Zudem sorgt der differenzierte Bassbereich dafür, dass keine Ton-Informationen von einem überpräsenten und schwammigen Oberbassbereich überdeckt werden, wie es gerade bei günstigen Headsets häufig der Fall ist.

Ob es jedoch Dolby Headphone sein muss, das sollte jeder Anwender für sich selbst entscheiden. Im Grunde genommen werden Rauminformationen nur interpoliert dargestellt, denn aus einem guten Stereo-Signal wird auch mit dem besten Algorithmus niemals ein vollwertiges Surround-Signal. Wenn dann noch dazu lediglich zwei Kanäle genutzt werden, ist das sicherlich nicht von Vorteil. So ist es genau genommen beachtlich, welche Surround-Leistung das HS1 an den Tag legt, unseren persönlichen Geschmack trifft dieses „aufpolieren“ aber nicht. Auch im Gefecht kann zudem eine verlässliche Stereo-Information zuverlässiger sein, als ein interpoliertes Surround-Signal.

Positiv ist an dieser Stelle noch einmal der hohe Tragekomfort des HS1 anzumerken. Nichts drückt, nichts kneift – so sitzt das HS1 auch nach stundenlanger „Arbeit“ noch bequem am Kopf und lenkt so sicherlich nicht vom Gaming-Geschehen ab.