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Test: ASUS CineVibe - Volle Vibrationen voraus

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Seite 3: ASUS CineVibe im Detail (2) + Klangeindruck

Die Ohrmuscheln fallen recht klein aus, sodass diese größere Ohren nicht umschließen. Etwas größere Dimensionen wären hier wünschenswert gewesen. Verschiedene Materialien um die Schalldurchlässigkeit des Ohrmuscheln zu variieren, gibt es nicht. So lässt sich festhalten, dass die Ohrmuscheln trotz des verwendeten eigentlich dichten Kunstleders – eben auch wegen ihrer fehlenden Größe – recht viel des Außenschalls an die Ohren heranlassen.

Anschluss findet das CineVibe via USB, das Kabel fällt mit 150 cm aber etwas zu kurz aus. Hier wäre mindestens ein weiterer halber Meter wünschenswert gewesen, wenn das Headset ganz normal an der Rückseite eines unter dem Schreibtisch stehenden PCs angeschlossen werden soll. Die Kabelfernbedienung besitzt zwei große Tasten um die Lautstärke zu arretieren. Dazwischen liegt eine weitere Taste, mit der das Mikro stumm geschaltet werden kann. Zudem gibt es einen Schalter, mit dem die Vibrationen ein- bzw. ausgeschaltet werden können.

Klangcheck

Da das ASUS CineVibe über eine integrierte USB-Soundkarte verfügt, dürfen sich unsere Referenz-Soundkarten dieses Mal ausruhen. Als Material konfrontieren wir das Set mit einer bunten Mischung an Material. Besonders interessant sind natürlich aktuelle Games, aber auch an aktuellem Musikmaterial aller Richtungen muss sich das Headset messen lassen.

Der Tragekomfort des CineVibe kann als gut eingestuft werden. Die Ohrmuscheln sitzen fest an ihrem Platz, ohne dass dabei ein allzu großer Druck ausgeübt wird – anders als beispielsweise beim 7H. Abzüge gibt es aber dennoch. Durch die zu klein ausfallenden Ohrmuscheln sitzt das Headset zu sehr direkt auf den Ohren, als diese komfortabel zu umschließen. Ein paar zusätzliche Millimeter könnten hier Wunder bewirken.

Klanglich kann das Headset überzeugen. Audiomaterial wird angemessen differenziert aufgelöst, sodass auch feine Nuancen präzise erkannt werden können. Der Hochtonbereich neigt auch bei hohen Lautstärken nicht zum Clipping, lässt aber ein wenig die Spritzigkeit vermissen. Das kann auch mit dem teils etwas dominanten Oberbass zusammenhängen, der sich druckvoll in Szene setzt. Das mag zwar gerade beim zocken oder bei Filmen eine Menge Spaß machen, aus audiophiler Hinsicht werden aber hin und wieder Details verschluckt. Im Gegensatz zum 7H kann das CineVibe einen echten Tiefbass bieten, allerdings fehlt es dem Headset hier ein wenig an Präzision. Alles in allem kann hier festgehalten werden, dass es für die Sounddesigner von ASUS wichtiger war, eine Klancharakteristik zu schaffen, bei der der Spielspaß vor audiophiler Neutralität lag. Mit Hinblick auf die Ausrichtung des CineVibe war das sicherlich die richtige Entscheidung.

Nun aber zum mindestens genau so interessanten Thema: wie macht sich die Vibrationstechnik? Anders als man es vielleicht erwarten würde, wenn man von einem vibrierenden Headset hört, bietet das CineVibe keine Ohrenmassage. Vielmehr fallen die Vibrationen recht dezent aus, unterstützen auf diese Weise das Bassfundament aber deutlich. Das Klangbild wirkt geschlossener und voller, Tiefbässe gewinnen deutlich an Intensität. Gerade bei Games wird auf diese Weise ein großer Mehrwert geboten, der am besten einmal selbst getestet werden sollte.