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Artikel: Gaming-Dschungel aufgedeckt - Optische Sensoren

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Seite 2: Optische Sensoren

Viele werden die Zeiten noch kennen, in denen eine Maus über eine Kugel ihre Informationen bekommen hat - dass dies natürlich nicht mehr aktuell ist, ist selbstredend. Optische Sensoren sind heutzutage das Maß aller Dinge, wobei zwischen zwei Arten unterschieden werden muss:

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Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht (Quelle: Avago)

Schon lange auf dem Markt etabliert haben sich optische Sensoren mit Leuchtdioden. Sie sind mit dem bloßen Auge erkennbar - hebt man die Maus etwas an, strahlt sie ein meist rotes Licht ab. Das Prinzip hinter dieser Technik ist simpel - das Licht wird von einer Unterlage reflektiert, diese Reflexionen nimmt ein optischer Sensor auf und sendet sie an einen Mikroprozessor weiter. In diesem Stadium angelangt, berechnet der Prozessor aus den verschiedenen Daten die Geschwindigkeit und Richtung, in die sich die Maus bewegt. Umgesetzt in Computerbefehle bewegt sich die Maus dann in die von dem Nutzer gesteuerte Richtung. Lässt eine Unterlage jedoch keine genauen Reflexionen zu - wie z.B. Glas - ist die Steuerung aufgrund fehlerhafter Daten schlecht bis gar nicht möglich. Ist ein passender Untergrund gefunden, bestimmen Auflösung und Wiederholrate, wie genau eine Maus agiert. Das obige Bild zeigt eine Explosionszeichnung eines optischen Avago-Sensors.

 

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Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht (Quelle: Avago)

Der zweite Typ optischer Sensoren ist im Gaming-Sektor mittlerweile weit verbreitet und stellt eine Weiterentwicklung der Leuchtdiodentechnik dar. Laser-Sensoren haben - wie der Name schon sagt - einen Laserdiode als Quelle für die Abtastinformationen. Dank dieser Technik ist es möglich, deutlich bessere Kontraste auf glatteren Oberflächen zu erzielen. Zu erklären ist dies relativ einfach. Hält man eine Leuchtdiode z.B. auf ein Stück Papier, erstrahlt das Papier in der entsprechenden Farbe, hält man jedoch z.B. einen Laserpointer auf die gleiche Oberfläche, erkennt man die Struktur des Papiers viel deutlicher - eine erheblich feinere Abtastrate ist somit gegeben. Ebenso verhält es sich mit sehr glatten Oberflächen - auch hier erweist sich der Lasersensor als deutlich präziser und hat dadurch ein deutlich größeres Einsatzfeld. Das obige Bild zeigt eine Explosionszeichnung eines Avago-Laser-Sensors.

Wird also von optischen Sensoren geredet, können beide Fälle eintreten - ein solcher Sensor ist also nicht gleich Laser oder LED. Einzelne Hersteller wie z.B. Razer haben es sich aber nicht nehmen lassen, für noch etwas mehr Verwirrung zu sorgen. So hat der Hersteller den verwendeten Sensoren Namen wie 3G-Infrared oder 3.5-G-Laser gegeben - hinter diesen Bezeichnungen verstecken sich jedoch ausschließlich Sensoren der oben genannten Typen bzw. von den etablierten Herstellern in diesem Bereich. Dazu zählen unter anderem Avago, Agilent, Philips und STMicroelectronics.

Auf der nächsten Seite wollen wir auf die verschiedenen Hardware-Features eingehen, die aktuelle Gaming-Mäuse bereithalten.