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Test: Microsoft Sidewinder X6: Numblock tausch dich

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Seite 3: Der Treiber

Nach einlegen der Treiber-CD und starten der Setup.exe wird man - benutzt man Windows-7-x64 - von einer Fehlermeldung begrüßt. Ein bekanntes Problem mit dieser Softwarekombination sei bekannt, wenn man nach Lösungen auf der Microsoft-Homepage suchen möchte, solle man doch bitte den entsprechenden Button betätigen. Gesagt, getan. Doch es tut sich nach kurzer Suche - nichts. Erst der Weg über die Microsoft-Homepage ist von Erfolg gekrönt. Hier lässt sich eine entsprechende Version des Treibers herunterladen, der auch mit der 64-bit-Variante von Windows 7 umgehen kann. Nach der Installation erwartet einen dann ein eher ungewohntes Bild.

Ist man es von anderen Gaming-Mäusen und -Tastaturen gewohnt, einen pompösen, eigenständigen Treiber vorgesetzt zu bekommen, schlägt Microsoft einen anderen Weg ein. Mit der "IntelliType Pro"-Software unterstützt man sämtliche Eigenentwicklungen mit einem Treiber. Dieser bindet sich direkt in Windows ein und ist über die Systemsteuerung im Tastaturreiter zu finden.

Ist die Tastatur erkannt, werden die entsprechenden Funktionen freigeschaltet. Durch die Anpassung an die Windows-Kontextmenüs wirkt der Treiber sehr seriös und wenig überladen. Durch den begrenzten Platz verliert man jedoch schnell die Übersicht - die meisten Funktionen sind recht verschachtelt vorzufinden. Das Hauptfenster bietet Zugriff auf die drei verschiedenen Profile - die Redmonder haben zu Beginn schon drei Beispiele eingepflegt. Je nach Profil lassen sich die Sondertasten neu belegen oder gänzlich deaktivieren. Zudem lässt sich einstellen, in welcher Form der Numblock genutzt werden soll (entweder als Zahlen- oder Makroblock).


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Will man eine Taste neu belegen, so muss man sich durch ein längeres Dialogfeld kämpfen, in dem nach und nach abgefragt wird, was man genau mit der Taste vorhat - andere Tastaturhersteller lösen dies über ein Dropdown-Menü, wodurch die einzelnen Funktionen relativ schnell zu erreichen sind. Doch für Anfänger ist diese Art der Befehlsauswahl sicher eine gute Sache - wenn man jedoch nur "mal schnell" etwas umstellen möchte, sollte man sich auf eine etwas längere Konfigurationsphase einstellen.

Die "Befehlsliste" umfasst vorgefertigte Makros wie z.B. "Strg+C" oder die Flip-3D-Funktion. Der Makro-Editor bietet keine besonderen Auffälligkeiten, weshalb wir uns eine Vorstellung hier sparen. Bis zu 30 Makrotasten lassen sich belegen - ohne Numblock können immerhin noch 12 Funktionen belegt werden.

Insgesamt kann der Treiber überzeugen - zwar ist dieser nicht so gut durchdacht, wie man es von anderer Gaming-Peripherie gewohnt ist, bietet dafür aber Funktionen en masse. Die Integration in die Windows-Systemsteuerung ist ein Privileg, das Microsoft ausnutzt. Absturzfrei absolvierte der Treiber nach kleineren Startproblemen unseren Testparcours.