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Roccat SDMS - Aufgeräumt spielt es sich besser?!

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Seite 5: Roccat Kova, Apuri und Sota im Test

Widmen wir uns nun dem Alltagseinsatz des SDMS. Nicht nur für Gamer gemacht, soll es vor allem mit einer deutlich besseren Ergonomie aufwarten, als andere Produktserien. Durch die Anpassung aller Produkte sollen eine erhöhte Arbeits- und Spielgeschwindigkeit erreicht werden und Ermüdungserscheinungen später eintreten. Im nachfolgenden Test werden wir überprüfen, inwieweit sich Vorteile gegenüber anderen Kombinationen ausmachen lassen.

Also Maus aufs Mauspad, das Kabel in das Bungee gesteckt und der Test kann beginnen. Die Vorteile eines Mauspads sind mit Sicherheit die besseren Gleiteigenschaften sowie die geringere Abnutzung der Gleitfüße. Der größte Nachteil hingegen ist die unergonomische Haltung des Handgelenks - Abhilfe schafft das Sota durch die geringe Höhe von nur drei Millimetern. Die Hand liegt somit fast in Normalstellung auf dem Tisch und kann die Maus angenehm greifen. Die Oberfläche hält, was Roccat verspricht. In Zusammenarbeit mit der Kova ist die Bewegung der Maus sehr gut - einziger Kritikpunkt ist die entstehende Lautstärke. Dies liegt jedoch an den von Roccat verwendeten Gleitpads der Kova. Wir haben das Mauspad ebenfalls mit der Ozone Smog getestet, welche in unserem Test durch die herausragenden Gleitpads hervorstach (Test der Ozone Smog) - hier konnten die Nebengeräusche deutlich gedämpft werden.

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Die "Kova" ist durch ihr windschnittiges Design ebenfalls positiv zu beurteilen. So geht Roccat den richtigen Weg und wählt die Höhe der Maus optimal zwischen Gewohnheitsfaktor und Ergonomiegedanken. Flacher dürfte sie aus genannten Gewohnheitsgründen nicht sein, außerdem könnte dann die Kontrolle über den Nager leiden. Die gummierten Seiten geben sehr guten Halt, das geringe Gewicht der Maus führt dazu, dass sie sich besonders leicht über das Pad schieben lässt.

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Die Kombination aller Produkte scheint wirklich eine gelungene Symbiose darzustellen. Gerade das Mausbungee bringt einen großen Vorteil - das Kabel ist bei keiner Aktion im Weg. Doch muss man erst in einigen Trainingssessions herausfinden, wie viel Kabel der Maus bleiben darf. Ist das Kabel zu lang gewählt, ist der Sinn des Halters verloren gegangen. Wählt man es hingegen zu kurz, wird der Bewegungsradius trotz des flexiblen Arms stark eingeschränkt, sobald sich dieser in seiner maximalen Neigungsposition befindet. Es gibt sie aber, die optimale Länge. Findet man diese, muss die Maus über das Pad hinausschießen, um den flexiblen Arm auszulasten. Der größte Kritikpunkt wurde in unserer Erstbetrachtung schon genannt - das Apuri ist das einzige Produkt, dass dem Leitmotto des aufgeräumten Schreibtisches widerspricht - sind erstmal alle Anschlüsse belegt so finden insgesamt sechs Kabel ihren Weg direkt auf den Schreibtisch - Unordnung ist hier vorprogrammiert.

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Bei Einsatz aller drei Produkte bekommt der Anwender alleine durch das passende Design das Gefühl vermittelt, dass die Accessoires zueinander gehören und auch in dieser Kombination bestens funktionieren. Natürlich ist dies nicht so - andere Mäuse bieten ebenfalls sehr gute Gleiteigenschaften auf dem Sota, die Maus funktioniert auch auf anderen Mauspads gut und das Mausbungee ist universell zu nutzen. Nichtsdestotrotz sehen die Produkte gemeinsam sehr gut aus und benutzen sich auch dementsprechend. Negative Punkte sind im Gesamtbild wenige zu finden.

In unserem Test muss sich das Trio in unseren üblichen Spielen Call-of-Duty-5 und Crysis schlagen. Schon in den ersten Minuten merkt man, dass es nicht unendliche Treibereinstellungen benötigt, um ein erfolgreiches Spiel zu absolvieren. Die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten sind lediglich nette Beigaben. Etwas gestört hat jedoch die schlecht umgesetzte Umstellung der DPI-Zahl. Da dies gerade bei Gaming-Mäusen Gang und Gebe ist und in Spielen deutliche Vorteile verschafft, werden einige Nutzer dieses Feature mit Sicherheit vermissen. Selbst wenn die DPI-Umschaltung einfacher umgesetzt worden wäre, stünde immer noch das Problem der kurzen Verzögerung bei der Umstellung im Raum. Ebenfalls Schade ist das Fehlen der Makro-Funktion - in Ego-Shootern lässt sich dies noch verkraften, doch in Strategiespielen konnte man sich dadurch deutliche Vorsprünge verschaffen.

Da die Maus aber nicht nur für Strategiespiele gebaut ist, kann sie gerade in unseren Testspielen durch ihre Schlichtheit überzeugen. Man muss nicht erst einen Treiber aus dem Internet laden und sich durch dessen Einstellungsmöglichkeiten durchkämpfen, bevor man losspielen kann. Die Roccat Kova ist sofort einsatzbereit, das Spielen geht wunderbar von der Hand und in Kombination mit den restlichen Produkten harmoniert sie sehr gut. Aber auch im Arbeitsalltag, d.h. in der Textverarbeitung und im Windowsbetrieb bietet die Maus ein gutes Handling. Lange Arbeitstage können ohne Schmerzen oder frühzeitige Ermüdungserscheinungen durchgestanden werden.

Nach der ausführlichen Betrachtung und dem Testdurchlauf der Produkte, kommen wir im nächsten Schritt zu unserem Gesamtfazit.