> > > > Gigabyte GM-M8000 'Ghost' im Gaming-Check

Gigabyte GM-M8000 'Ghost' im Gaming-Check - Vergleich zur Roccat Kone

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 5: Vergleich zur Roccat Kone

Wie anfangs angekündigt, vergleichen wir nun die Gigabyte GM-M8000 mit der Roccat Kone. Auch Roccat hat mit der Maus den Einstand in die Gaming-Szene gefeiert, wodurch ein Vergleich mehr als angebracht ist. Vor einiger Zeit haben wir schon einen ausführlichen Testbericht der Kone durchgeführt, zu lesen ist er unter folgendem Link: Roccat Kone: Eine Gaming-'Maschine' auf dem Prüfstand. Deshalb gehen wir nun nur auf einige wenige Punkte ein, die der Vergleichbarkeit dienen.

Das Äußere könnte bei den Mäusen nicht verschiedener sein. Während die Kone mit dezentem Understatement zu überzeugen versucht, zieht Gigabyte mit dem Erstlingswerk alle Aufmerksamkeit auf sich. Die Beleuchtung ist wiederum bei Roccats Modell deutlich imposanter - eine separate Anzeige des aktuellen DPI-Modus bleibt aber der "GM-M8000" vorbehalten. Design und Haptik sind jedoch schwer zu beurteilen, da hier einzig und allein der Geschmack und die Vorlieben entscheiden - einen wertenden Vergleich behalten wir uns somit vor.

roccatvergl3

Beide Mäuse haben gut erreichbare Tasten und eine Laser-Technik verbaut, wodurch eine erhöhte Präzision gegeben ist. Die "Kone" hat eindeutig das bessere Mausrad und die Tracking Control Unit. Mehr Speicher für Profile und deutlich mehr "Spielereien" sind ebenfalls bei der "Kone" möglich. Ob eine mehrfarbige Beleuchtung jedoch ein besseres Spielgefühl bringt, ist zu bezweifeln. Die "GM-M8000" hat den besseren Sensor und die genauere Gewichtszuladung, die "Kone" dafür das geringere Gewicht. Die gesamten technischen Daten beider Mäuse lassen sich in der untenstehenden Tabelle ablesen.

Technische Daten der Gigabyte GM-M8000: Technische Daten der Roccat Kone:
  • AVAGO 6090 Laser Sensor mit 4000 dpi
  • 1000 Hz Polling-Rate, 16-bit Datenkanal
  • 7200 fps, 20G Beschleunigung
  • 8KB GHOST Engine Onboard-Speicher
  • 1.65 m/s(65 ips – inch per second)
  • 1,8 Meter USB-Kabel, vergoldeter Stecker
  • Maße (LxBxH): 12,6 x 7,4 x 4,3 cm
  • Gewicht: 145 Gramm (bis zu 38g Zusatzgewicht)
  • Laser-Sensor mit echten 3200 dpi
  • TCU - Tracking Control Unit
  • 1 ms Reaktionszeit; 1000 Hz Polling-Rate
  • 16-bit Datenkanal; 7080 fps; 6,4 Megapixel, 20G Beschleunigung
  • 72 MHz TurboCore Prozessor
  • 128 kB Speicher, update- und flashfähig
  • 1.65 m/s(65 ips – inch per second)
  • Langes USB-Kabel, Kabeldurchmesser: 3 mm
  • Maße (BxH): maximal 13 x 6,5 cm
  • Gewicht: 118 Gramm (+ 4 Gewichte: 5, 10, 15 und 20g)

Die Software ist bei Roccat deutlich besser gelungen. Sie sieht sehr hochwertig aus und bietet zahlreiche Funktionen sowie Erklärungen an, sodass auch Einsteiger nicht verzweifeln müssen. Gigabytes Treiber ist dafür übersichtlicher und bietet die essentiellen Funktionen an. Vermisst wird jedoch die Steuerung der eingebauten LEDs, wie Roccat es anbietet. Die "Kone" kann sechs, die "GM-M8000" lediglich vier DPI-Modi speichern. Die Doppelklickrate und die fünf Profile sind ebenfalls Roccats Modell vorbehalten. Gigabyte hat dafür feinere Einstellungen der Polling-Rate in den Treiber eingebaut, diesem fehlt aber eine integrierte Update-Funktion sowie die Möglichkeit, die Mausbeschleunigung zu regulieren. Letzteres ist sehr bedauerlich, da die Mausbeschleunigung nicht jedermanns Sache ist.

Insgesamt ist Roccats Treiber ausgefeilter und bietet deutlich mehr Funktionen, wirkt dabei jedoch nicht unübersichtlich. Gigabyte bietet mit der "Ghost Engine Software" aber auch einen funktionierenden Treiber, der die meisten Einstellungsmöglichkeiten mit sich bringt.

Am Ende kann man bei diesem Vergleich keinen klaren Sieger hervorheben. Beide Mäuse haben ihre Vor- und Nachteile und beide Produkte werden sicher ihre Anhänger haben. Mit allen Kandidaten lassen sich Gefechte sehr gut austragen, das Handling und die Präzision sind vergleichbar. Sowohl Roccat als auch Gigabyte haben alternative Betriebssysteme wie Mac-OS oder Linux außer Acht gelassen, wobei - zugegebenermaßen - die meisten Spiele auf der Windows-Plattform erscheinen. Lauffähig sind sie zwar, aber ohne Treiber nicht wirklich zu gebrauchen. Welche Maus am Ende das Spielerherz erobert, ist wohl reine Geschmackssache. Ein klarer Sieger geht jedoch bei der Treiberentwicklung hervor: hier ist die "Kone" schon deutlich weiter, als Gigabytes "GM-M8000".