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NVIDIA nForce 780a vs. AMD 780G

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Seite 2: AMD 780G - Vorstellung

Der AMD 780G-Chipsatz setzt sich zusammen aus der 780G-Northbridge und der SB700-Southbridge. Beide Chips sind über ein "A-Link Express II"-Interface mit bis zu vier PCI-Express Lanes verbunden. Insgesamt sind 22 PCI-Express Lanes verfügbar, wovon allerdings schon 16 für den PCI-Express x16 Steckplatz reserviert sind.

 

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Obligatorisch für einen Chipsatz mit integrierter Grafik ist die in der Northbridge verbaute GPU. Dabei handelt es sich im Grunde genommen um eine ATI Radeon HD 2400 GPU, die auf 55 nm geshrinkt wurde, ähnlich der ATI Radeon HD-3400-Serie. AMD selbst spricht in diesem Zusammenhang von einer Radeon HD-3200-GPU, die mit 40 Stream-Prozessoren ausgestattet ist. Die 3D-Leistung liegt deutlich über der von Intels G33 und NVIDIAs GeForce 7150 IGPs. Von Hause aus sind Mainboards mit 780G Chipsatz nur sehr begrenzt mit Overclocking-Funktionen versehen, dank AMDs Overdrive Tool sind allerdings Taktraten von 800 MHz möglich, was dann bei 1280x1024 und niedrigen Details durchaus für das ein oder andere aktuelle Spiel ausreichend ist. Im Normalfall arbeiten die 205 Millionen Transistoren der Northbridge mit 500 MHz und verbrauchen im Idle-Betrieb etwa 3 Watt, unter Last dann bis zu 15 Watt.

Von der Architektur-Sparte aus gesehen hat AMD die ATI Radeon HD 2400 GPU übernommen, allerdings hat man sich dazu entschlossen den UVD (Unified Video Decoder) in der Version 2.0 zu übernehmen, wie er aus der ATI Radeon HD-3400-Serie bekannt ist. Somit soll auch eine stotterfreie 1080p-Wiedergabe möglich sein, was unsere Praxistests bestätigten. Zur Ausgabe der Signale stehen je nach Mainboardhersteller DVI, HDMI 1.3 und DisplayPort zur Verfügung.

Wer mehr als die zwei durch die Onboard-Grafik möglichen Monitore ansteuern möchte, kann eine diskrete Grafikkarte in den PCI-Express x16 Steckplatz stecken und somit bis zu vier Monitore betreiben oder aber beide GPUs im Hybrid CrossFire Modus betreiben und somit die 3D-Leistung zu verbessern. Bisher freigegeben sind allerdings nur ATI Radeon HD 3450 und die HD 3470. Über Sinn oder Unsinn eines Low-Cost-CrossFire darf gestritten werden.