> > > > NVIDIA nForce 4 SLI Intel Edition

NVIDIA nForce 4 SLI Intel Edition

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 7: Sound-Features, weitere Besonderheiten und Vergleich

Auch für Sound ist NVIDIA bei eingeweihten PC-Fans bekannt - seit der nForce 2-Southbridge mit "Sounstorm"-Features für den Athlon XP. Allerdings ist NVIDIA wieder von der Entwicklung Soundstorm abgesprungen und setzt in den neueren Chipsätzen wieder auf einen klassischen AC97-Sound. Auch hier ist ein klassischer AC97 2.3-Sound enthalten und kein HD-Audio, wie auf Intels Chipsätzen. Das muss kein Nachteil sein, denn viele Features der Intel-Lösung lassen sich mit Feature-reichen AC97-Codecs auch lösen, beispielsweise die Jack-Retasking-Funktion. In vielen Bereichen bietet Intel mit HD-Audio aber sehr interessante Neuerungen, die hier natürlich fehlen.

Auf dem NVIDIA-Referenzboard fanden wir einen AC-97-Codec von Realtek, den ALC850, den wir auch schon oft auf anderen Mainboards vorgefunden haben. Der nForce 4 SLI Intel Edition kann aber auch mit anderen, klassischen AC97-Codecs umgehen. Maximal bietet er 8-Kanal-Soundgenuss, wobei hier auch zwei Codecs eingesetzt werden können (Dual AC-Link). Durch die Verwendung eines Dual AC-Links werden dann weitere Features einer Intel HD-Audio-Lösung obsolet, denn das gleichzeitige Abspielen zweier Quellen funtkioniert dann ebenso. Zwei SPDIF-Ausgänge sind ebenfalls möglich, maximal können über den SPDIF Audiodaten mit 24 Bit / 96 kHz Genauigkeit abgespielt werden, über den AC-Link sind es max. 20 Bit / 48 kHz sowie 16 Bit Input.

Natürlich haben wir mittels eines Loop-Through-Kabels auch einen kleinen Rightmark-Test auf dem Referenzmainboard ausgeführt - wie immer sind Referenzmainboards allerdings für diese Art von Tests nicht wirklich gedacht, weil es keine Serienprodukte sind und deshalb die Qualität der Onboard-Sounds meistens hinter den Serienmainboards zurückbleibt. Beim Realtek ALC850-Sound konnten wir vom Line-Out zum Line-In folgende Daten ermitteln:

In einer seperaten HTML-Datei stellen wir natürlich auch wieder die genauen Bewertungen zur Verfügung. In dieser Bewertung findet man oft die Einschätzung Average - das ist für einen Onboard-Sound in Ordnung, könnte bei Serienboards aber sicherlich noch ein wenig besser sein. Wir sind gespannt, welche Qualität die tatsächlichen Produkte haben werden. Der richtige Profi-Gamer wird allerdings sicherlich auch noch auf eine Audigy 2 ZS oder sogar eine Audigy 4 setzen, um sich sämtliche Surround-Features und eine exquisite Soundqualität zu verschaffen.

Schön ist hingegen wieder das User-Interface - welches alle Zugriffe ähnlich wie bei Creative-Lösungen einfach ermöglicht und somit die Audio-Konfiguration sehr einfach gestaltet:



Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Interessant ist natürlich ein Vergleich der Southbridges, die sich demnächst auf dem Intel-Mainboardmarkt tummeln werden. Wir haben hierfür die VIA, Intel und NVIDIA-Lösungen miteinander verglichen:

Insgesamt steht NVIDIA also sehr gut da - ein wirklich performanter Storage-Controller, reichhaltige USB 2.0-Ausstattung, vier ATA/133-Geräte, ein Cross Controller Raid und die Gigabit Ethernet-Schnittstelle mit Hardwarefirewall machen die MCP des nForce 4 SLI Intel Edition durchaus interessant. Mehr bietet im Moment niemand - nur die kommende Intel-Southbridge ICH7 könnte hier etwas attraktiver sein und auch die kommende VIA-Southbridge VT8251 sieht sehr gut aus. Allerdings gehört zu einem Chip"satz" auch immer noch eine Northbridge, die NVIDIA ähnlich gut bestückt hat.

Auf der nächsten Seite kommen wir zum Mainboard und zum Bios.