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NVIDIA nForce 4 SLI Intel Edition

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Seite 19: Fazit und Empfehlungen

Eine klare Sache: Unser erster Blick auf den nForce 4 SLI Intel Edition macht deutlich, dass es einen neuen Spitzenreiter bei Intel-Chipsätzen gibt. NVIDIA steigt gleich heftig in diesen neuen Marktbereich ein und bringt einen Chipsatz, der gerade in der Performance für High-End-Freaks seine Berechtigung hat. Allerdings ist der Chipsatz nicht nur deshalb interessant, weil er SLI unterstützt, sondern auch die reine Roh-Performance in CPU-lastigen und Speicher-lastigen Anwendungen kann sich sehen lassen. Hier hat NVIDIA durch die Einbindung einiger Tricks zur Absenkung der Latenzzeiten einen Vorteil gegenüber Intel, der sich nicht nur in synthetischen Benchmarks niederschlägt, sondern auch in einigen Real World-Benchmarks sichtbar ist. Fast alle Benchmarks gewann das Board - teilweise auch gegen Konkurrenzprodukte, die Tricks wie höhere FSBs oder PEG-Link-Overclocking einsetzen.

Gerade dies ist erstaunlich: Intels i925XE-Chipsatz ist mitnichten ein langsamer Chipsatz, auch hier ist die Speicherperformance beispielsweise bereits sehr gut. NVIDIA schafft es aber, gerade in einigen Bereichen deutlich zu punkten. Der Performancevorsprung, den man in einigen Benchmarks sieht, ist deutlich: Gerade Benchmarks wie WinRAR und WinACE sind hier zu nennen oder auch Gaming-Benchmarks wie Return to Castle Wolfenstein oder andere. Fast immer liegt das Referenzboard an der Spitze oder zumindest in der Top-Gruppe - selbst wenn andere ausgereifte Serienboards mit FSB-Tricks oder anderen Optimierungen arbeiten.

Hinzu kommen beim nForce 4 SLI Intel Edition andere Features, die bislang am Markt so nicht zu finden waren. Dies beginnt mit SLI als spektakuläres Feature, setzt sich dann aber über die Integration von Raid 5 und eines Cross-Controller-Raids auf Storage-Ebene fort und endet dann in einer Gigabit-Ethernet-Lösung, die mit Hardware-Firewall und niedriger CPU-Belastung glänzen kann. Kleinere Details wie 10 USB 2.0-Ports gehen dabei schon fast völlig unter.

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Allerdings haben wir in diesem ersten Teilbericht bislang nur eine Facette des Chipsatzes angesprochen. Es folgen noch zwei weitere Berichte, denn schließlich hat der nForce 4 SLI Intel Edition viel zu bieten. Klar ist aber schon, dass der nForce 4 SLI Intel Edition wohl die Wahl Nr. 1 für alle Enthusiasten sein wird, die auf Basis eines Intel-Prozessors ein High-End-System aufsetzen wollen. Die Konkurrenz darf hier nicht schlafen, denn NVIDIA kann sonst schnell Marktanteile hinzugewinnen. VIA sollte sich sputen, die VT8251-Southbridge fertigzustellen und fertige PT894-Mainboards auf den Markt zu bringen, Intel wird wohl mit der i95x-Chipsatzfamilie einiges ausgleichen können - wie die Performance aussieht, werden wir allerdings abwarten müssen.

Der Chipsatzmarkt für Intel-Prozessoren wird auf jeden Fall in Zukunft um einiges aufregender als bisher.

Positive Features des NVIDIA nForce 4 SLI Intel Edition:

  • hervorragende Performance Dank niedriger Speichertimings
  • hohe Flexibilität beim FSB und Speichertakt (bis DDR2-667, stufenlose Einstellungsmöglichkeiten)
  • SLI als herausragende Grafik-Technik
  • Storage-Controller mit sehr guten Features: Raid 5 / Cross-Controller-Raid
  • Gigabit Ethernet NIC mit Hardware-Firewall

Negative Features des NVIDIA nForce 4 SLI Intel Edition:

  • nur AC97-Sound

Ein zweiter negativer Punkt könnte noch folgen: Schließlich ist ein High-End-Chipsatz meistens auch vom Preis her Oberklasse. Ersten Schätzungen der Hersteller könnten sich nForce 4 SLI Intel Edition-Mainboards mit guter Ausstattung noch oberhalb der Intel i925XE-Mainboards ansiedeln. 250 Euro für ein Mainboard könnten dann nicht unwahrscheinlich sein, aber diese Preisforderung hat man auch beim nForce 4 SLI AMD Edition anfangs vermutet. Mittlerweile sind die SLI-Mainboards für 150 Euro am Markt zu haben, es könnte also sein, dass dieser Punkt sich noch in Wohlgefallen auflöst.

Trotzdem: Bislang hat der nForce 4 SLI Intel Edition praktisch keine größeren Mängel, dafür aber eine ganze Latte an hervorragenden Features. Aus diesem Grund zücken wir schon nach dem ersten Testbericht von insgesamt dreien unseren Award: Der Pentium 4 hat einen neuen Chipsatz Nr. 1.

Zur Verfügung gestellt wurde dieses Testsystem von der Firma Arlt.

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