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nVidia nForce4 - Der Test - nForce4Ultra-BIOSundStabilitt

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Seite 8: nForce4 Ultra - BIOS und Stabilität

Das BIOS:

 

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt:

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit, sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menues hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im Allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wie viel Sorgfalt die Ingeneure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen:





Durch Klick auf die Bilder gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest:

Wie bereits des Öfteren erwähnt handelt es sich bei unserer Teststellung um ein Referenzboard, bei dem auch das BIOS so wohl von keinem Hersteller eingesetzt wird. Unser Phoenix BIOS trug die Versionsnummer 6.00 PG und datiert auf den 5. Oktober 2004. Also muss man erst einmal abwarten, welche Funktionen die Hersteller in ihre BIOS Versionen implementieren.

AMD Cool & Quiet:

Selten waren wir von einer Technologie so überzeugt - wenn sie denn funktioniert. AMD hat in die Athlon 64-CPUs die Möglichkeit eingebaut, die CPU-Last zu überwachen und wenn der Prozessor nicht ausgelastet ist, sowohl die CPU-Frequenz wie auch die CPU-Spannung zu senken. Daraus ergeben sich hervorragende Stromsparmöglichkeiten und das System bleibt auch kühler als unter normaler Idle-Leistung mit vollem Takt und voller Prozessorspannung. Da das ganze binnen weniger Taktzyklen aktiviert und deaktiviert werden kann, ist das System auch nur marginal langsamer, der Performanceverlust kann praktisch vernachlässigt werden und ist praktisch auch nicht messbar.

Allerdings werden für das Cool&Quiet-Feature nicht nur der Support des Mainboards benötigt, sondern auch einige Tools und Treiber. Den notwendigen Athlon 64-Prozessor-Treiber findet man direkt auf der AMD-Webseite für alle gängigen Betriebssysteme. Ebenfalls auf dieser Seite findet man die notwendige Software, die das Cool&Quiet-Feature kontrollierbar macht.

Ist der Treiber installiert, kann man die Energieeigenschaften einstellen:

Sobald man das Energiespar-Schema auf "Minimalen Energieverbrauch" gestellt hat, sollte die CPU bei geringer Last von 2400 auf 1200 MHz zurück schalten. Leider schien mit unserem Mainboard kein Cool& Quiet möglich, was sich aber spätestens mit den ersten Mainboards der 3rd Party Hersteller ändern.

Zu den Overclocking-Einstellungen des Bios kommen wir noch auf der nächsten Seite.

Die Stabilität:

Da wir das BIOS nun analysiert haben, wird es Zeit, heraus zu finden, ob all die theoretischen Feststellungen, welche wir machen konnten, auch in der Praxis halten, was sie versprechen. So haben wir beispielsweise schon zu Beginn kurz die Interrupt-Verteilung analysiert und haben festgestellt, dass es hier kaum Probleme geben sollte. Im Folgenden haben wir unser System voll bestückt mit PCI Karten - jeweils in verschiedenen Kombinationen. Unterschiedlicher Speicher wird auch getestet - so kommen beispielsweise reinrassiger Marken-RAM aus dem Hause TwinMOS zum Einsatz, aber auch Noname-RAM oder normaler Arbeitsspeicher mit Infineon-Chips zum Einsatz. Alles in allem ist dies ein Härtetest der besonderen Art, welcher nur noch durch die zahlreichen Onboard-Geräte gesteigert wird.

Iim Folgenden die Testergebnisse tabellarisch dargestellt:

 

Auch hier muss erst einmal abgewartet werden, wie sich die Mainboards der einzelnen Hersteller verhalten. Mit einem Referenzboard von VIA, damals zum K8T800 Pro Launch, hatten wir größere Probleme, so dass wir hier über den positiven Lauf sehr überrascht waren.

Auch auf den obligatorischen Speichertest wollen wir in diesem Fall nicht verzichten:


Da der Speicherkontroller in der CPU sitzt und dieser von Revision zu Revision immer flexibler und unproblematischer wurde, was auch in unseren Test nachweisbar ist, zeigten sich hier erwartungsgemäß keine Probleme mit den von uns getesteten Speichern. Die typischen Aussetzer bei den Kingston-Speichern sind bereits bekannt und liegen wohl an den Modulen selber.

Kommen wir im Folgenden also zum Overclocking. Hier werden wir sowohl das Mainboard als auch die CPU richtig in die Mangel nehmen können.