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nVidia nForce4 - Der Test

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Seite 1: nVidia nForce4 - Der Test

Nachdem VIA bereits vor gut drei Wochen seinen Chipsatz der dritten Generation für die AMD 64 Bit Prozessoren vorstellte und somit auch den PCI-Express Bus auf eben diese Plattform brachte, zieht nVidia mit dem nForce4 nun nach. Intel vollzog diesen Schritt bereits einige Monate vorher - einige Innovationen brauchen eben etwas länger als andere. BTX wird sich wahrscheinlich erst in ein paar Jahren durchgesetzt haben, bei DDR2 dauert es eventuell bis 2005, bevor ein Großteil der Systeme auf dem neuen Speicherstandard basieren werden. Schneller wird es sicherlich bei PCI-Express gehen, denn die neue Schnittstelle spielt in kommenden Chipsätzen eine große Rolle und die Grafikkarten-Hersteller planen sehr wahrscheinlich für 2005 schon keine AGP-Versionen mehr. Der nForce4 bietet dabei nicht nur PCI-Express x16 für Grafikkarten, sondern auch x1-Schnittstellen für normale Peripheriegeräte. Und als Besonderheit gibt es auch noch eine nForce4 SLI Version für die Dual-GPU Konfigurationen.

 

nVidia hat mit dem nForce3 Chipsatz die erfolgreiche Serie seines nForce2 Chipsatzes für den AMD Athlon XP fortgesetzt und so waren im 2. Quartal 2004 weltweit 47 Prozent aller verbauten AMD-Chipsätze nForce3 Modelle. Die nForce4 Chipsätze für den AMD Athlon 64 sind dabei für alle Sockel geeignet - egal ob Sockel 754, Sockel 939 oder Sockel 940. Somit können sie mit allen diesen Prozessoren umgehen und unterstützen deshalb sowohl 800 MHz wie auch 1 GHz Hypertransport-Anbindungen. Auch die kommenden 90nm Prozessoren sollen in den Chipsätzen eingesetzt werden können - und sofern AMD Wort hält und die kommenden Dual-Core-Prozessoren mit 90nm Chipsätzen lauffähig sind, wird man den nForce4 auch noch mit Dual-Core-Prozessoren ausstatten können, wenn die Mainboards entsprechende Spezifikationen erfüllen.

Noch nicht ganz fertigt gestellt ist die Sockel 940 Version des nForce4, die dann über deutlich mehr PCI-Express Lanes verfügen soll - im Serversegment durchaus ein Kriterium, wenn beispielsweise Infiniband-Controller angebunden werden sollen. Die Massenproduktion für diese Version des Chipsatzes soll noch im 4. Quartal 2004 beginnen, somit ist Anfang des nächsten Jahres mit entsprechenden Mainboards zu rechnen. Auch eine mobile Version des nForce4 könnte uns in den nächsten Monaten erwarten, allerdings ist noch nicht ganz klar, ob dieser überhaupt erscheinen wird.

Doch wie bereits erwähnt hat man sich bei nVidia nicht nur auf den neuen PCI-Express Bus konzentriert, sondern will auch einige Features, die bereits im nForce3 verbaut wurden, im nForce4 neu auflegen.

Zu Beginn wird es drei Versionen des nForce4 Chipsatzes geben:

 

Wieder führt nVidia seinen Chipsatz in verschiedenen Versionen ein, so dass der Anwender entscheiden kann, welche Features für ihn wichtig sind und für die er auch gerne etwas mehr ausgeben möchte. Auf die einzelnen Features gehen wir im Verlauf dieses Reviews genauer ein. Für den nForce4 plant nVidia eine Preisspanne bei den Mainboards von 55 bis 88$. Die nForce4 Ultra Mainboards sollen zwischen 100 und 150$ kosten. Wer bereit ist, neben zwei SLI fähigen Grafikkarten auch noch in etwa 200$ für ein Mainboard zu bezahlen, der ist beim nForce4 SLI richtig.
 
Auf den folgenden Seiten wollen wir einen Blick auf die einzelnen Neuerungen und Features werfen, die nVidia im nForce4 verbaut hat, die auch auf unserem Referenzboard zu finden sind, mit dem wir später Benchmarks durchführen werden und es gegen den VIA K8T800 Pro und den nForce 3 vergleichen werden.

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