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Test: USB 3.0 und SATA 6 GBit/s auf dem AMD 890GX

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Seite 4: USB 3.0

Anders als der SATA-6GBit/s-Standard hat sich bei USB 3.0 an der Steckverbindung etwas getan. Auf die technischen Details wollen wir an dieser Stelle etwas genauer eingehen.

USB 3.0 soll Datenraten von 5 GBit/s im SuperSpeed-Modus ermöglichen. Um diese höhere Datenrate gegenüber USB 2.0 (480 MBit/s) zu erreichen, wird ein zusätzliches Datenleitungspaar plus dazugehöriger Masseanschluss notwendig. Insgesamt werden fünf weitere Kontakte benötigt und somit auch eine neue Steckverbindung und neue Kabel.

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Die neuen Stecker von Typ A (rechts) und B (links) sind auf obigem Bild zu sehen. Abwärtskompatibel ist allerdings nur der Stecker vom Typ A. Alle bisherigen USB-Geräte lassen sich an einem USB-3.0-Port anschließen. Ausnahmen sind Stecker vom Typ B, Mini-B, Micro-B und Mini-A. Bei allen Steckern des Typs B wurden Anbauten notwendig, die es zwar erlauben alte Stecker in neue Buchsen zu stecken, allerdings nicht neue Stecker in alte Buchsen. Hierfür sind Adapter notwendig, von denen wir allerdings bisher noch keine zu Gesicht bekamen.

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Weitere Neuerungen von USB 3.0 sind:

  • Verbesserte Stromversorgung: Statt den bisherigen 100 mA stehen nun 150 mA pro Gerät zu Verfügung. Zusammen mit der üblichen Spannungsversorgung ergibt sich somit eine maximale Leistungsabgabe von 750 Milliwatt anstatt 500 Milliwatt. Auf Anforderung können aber auch anstatt bisher 500 mA 900 mA bereitgestellt werden.
  • Stromsparmodi: Im älteren Standard wurden alle Geräte am USB-Bus bei Zugriff abgefragt bzw. aufgeweckt, falls sich diese im Stomsparmodus befanden. Das Polling erfolgt nun gezielt und erlaubt somit auch verschiedene Stromsparmodi (U0 bis U3). Möglich wird dies durch neue Befehle im USB-Protokoll.

Während es bei USB 2.0 auch erlaubt war sein Geräte "USB 2.0 kompatibel" zu nennen, wenn es nicht die höchste Geschwindigkeitsklasse erreichte, müssen USB-3.0-Geräte die sich"USB 3.0 kompatibel" nennen wollen auch den SuperSpeed-Modus unterstützen.

Die Benchmarks werden nun zeigen müssen, was wirklich in den neuen Standards steckt und ob es sich ein Umstieg für den Benutzer auch lohnt.