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Guide: Was hohe Taktraten und scharfe Latenzen beim Arbeitsspeicher bringen

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Seite 2: Testsystem und Aufbau

Für unsere Tests setzen wir die gleichen Komponenten ein, wie sie schon im letzten Overclocking-Guide zum Einsatz kamen.

Folglich kommen die drei meist verbeiteten Plattformen von AMD und Intel zum Einsatz. Während sich damit Mainboard und Prozessor von System zu System unterscheiden, gibt es ein paar Komponenten, die allen drei Plattformen gemein sind. So setzen wir bei allen Systemen auf eine Gigabyte Radeon HD 7970 GHz-Edition, ein Seasonic Platinum Series 660W und eine OCZ Vector 150, auf der wir all unsere Benchmarks und Windows 8.1 mit allen aktuellen Updates installierten. Die Prozessoren werden allesamt von einer All-In-One-Wasserkühlung von Cooler Master gekühlt, der Nepton 280L. Alle Prozessoren wurden zudem leicht übertaktet. Sie arbeiteten mit festen Taktraten von 4,0 bis 4,3 GHz (modellabhängig).

Intel X99

Intel Z97

AMD 990FX

 

Die Speichermodule

oc guide ram februar2015 03
Die RAM-Module für das X99-Testsetup.

Mit seinen neuen "Haswell-E"-Prozessoren und der X99-Plattform führte Intel Ende August auch einen neuen DDR-Standard in herkömmlichen Desktop-Systemen ein. Gleich vier DDR4-Module müssen für eine optimale Performance in das Mainboard gesteckt werden. Wir greifen auf das Corsair-Kit zurück, welches wir schon im Launch-Test zum Intel Core i7-5960X verwendeten und welches dank hoher Taktraten perfekt für unseren Overclocking-Guide geeignet ist. 

Die Module der Vengeance-LPX-Reihe laufen bei einer Betriebsspannung von 1,2 Volt theoretisch mit Taktraten von bis zu 2.800 MHz. Spezifiziert sind die Module für CL 16-18-18-36. Wer solch hohe Taktraten fahren möchte, der muss bei seinem "Haswell-E"-Prozessor allerdings in den 125er-Strap wechseln. Mit normalen Bus-Takt von 100 MHz verkraftet der integrierte Speichercontroller leider nur Module mit einer Geschwindigkeit von maximal 2.666 MHz. Durch Erhöhen der BCLK muss der Multiplikator dann entsprechend abgesenkt werden, um den Prozessor nicht weiter zu übertakten. Wie das funktioniert, haben wir bereits in unserem Overclocking-Guide ausführlich beschrieben.

oc guide ram februar2015 02
Die RAM-Module für das Testsetup auf Z97- und 990FX-Basis.

Die beiden anderen Plattformen setzen hingegen noch auf DDR3-Speicher im Dual-Channel-Modus, weshalb zwei einzelne Riegel für die optimale Performance genügen. Wir setzen hier auf die eben erst vorgestellten Module der Ripjaws-X-Familie von G.Skill. Sie sind mit einer Geschwindigkeit von 2.133 MHz sowie Timings von CL11-11-11-30 spezifiziert. Die Betriebsspannung gibt der Hersteller auf zwischen 1,5 und 1,6 Volt an. Im Overclocking-Test werden wir die Module allerdings auch mit leicht höheren Geschwindigkeiten fehlerfrei betreiben können, müssen hierfür allerdings die Betriebsspannung auf die sonst üblichen 1,65 Volt anheben.

 

Testmethodik

Wir haben die Speicherriegel auf allen drei Plattformen getestet und dabei auf unterschiedliche Benchmarks zurückgegriffen. Mit dabei ist nicht nur ein aktuelles Spiel, sondern auch ein Komprimierungs-Programm, ein Tool zum Testen der Speicherbandbreite und ein paar weitere synthetische Benchmarks. Alle Tests haben wir zweigeteilt. Im ersten Schritt stellten wir die Timings auf eine von uns festgelegte Stufe und prüften die Geschwindigkeit in den verschiedenen Benchmarks. Anschließend beließen wir die Timings auf diesem Niveau, erhöhten allerdings die Taktfrequenz und testeten erneut. Im zweiten Schritt stellten wir hingegen die Taktrate auf ein festes Level und veränderten die Zugriffszeiten des Arbeitsspeichers.

So konnten wir einfach feststellen, welche Plattform eher von hohen Taktraten oder aber von niedrigen Latenzen profitiert und wie sich die Performance allgemein verbessert. 

Für DDR4 waren das folgende Settings:

  • DDR4-2400 CL16-16-16-36; 1,2 Volt
  • DDR4-2133 CL16-16-16-36; 1,2 Volt
  • DDR4-1866 CL16-16-16-36; 1,2 Volt
  • DDR4-1600 CL16-16-16-36; 1,2 Volt
  • DDR4-1333 CL16-16-16-36; 1,2 Volt
  • DDR4-1866 CL15-15-15-35; 1,2 Volt
  • DDR4-1866 CL14-15-15-32; 1,2 Volt

Für DDR3 verwendeten wir folgende Settings:

  • DDR3-2400 CL11-11-11-30; 1,6 Volt
  • DDR3-2133 CL11-11-11-30; 1,6 Volt
  • DDR3-1866 CL11-11-11-30; 1,6 Volt
  • DDR3-1600 CL11-11-11-30; 1,6 Volt
  • DDR3-1333 CL11-11-11-30; 1,6 Volt
  • DDR3-1866 CL10-10-10-28; 1,6 Volt
  • DDR3-1866 CL9-10-10-28; 1,65 Volt
 

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Kommentare (21)

#12
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Registriert seit: 31.01.2006
Jena / Thüringen
Moderator
HWLUXX OC-Team
TeamMUTTI
Beiträge: 11734
Ich finde den Test ausführlich genug!
Viele wichtige Infos für Leute, die vor einer Entscheidung stehen, welchen RAM sie kaufen sollen. Die aktuell wichtigsten Plattformen sind abgedeckt.
Man kann nun mal nicht jedes Spiel und jede Plattform testen.
Genauso hätte man auch X99 mit 3000 C10 testen können, oder 3400 C10. Da es aber nicht viele Leute gibt, die diese Settings fahren können, ist es eine Randbetrachtung und fällt daher hinten runter. Genauso wie eine APU, mit der man ernsthaft zocken will...
#13
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28794
Zitat loopy83;23222321
Genauso wie eine APU, mit der man ernsthaft zocken will...

Das Thema wurde ja auch bereits an anderer Stelle ausführlich beleuchtet (und ist im Moment nicht sonderlich aktuell).
#14
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Registriert seit: 17.02.2004
Reken / Dortmund
Oberbootsmann
Beiträge: 963
Zitat Tohdgenahgt;23218993
Gibt es nicht ein Spiel, dass merklich von besserem Speicher profitiert? Soweit ich mich erinnere wurde das auf pcgh in diesem Speicherthread mal erörtert.


Jo... den hab ich auch gesehn. Hab den grad nicht zur Hand, aber da war bei Spielen(glaub Bf4) deutlich mehr drin als 1-3%

mfg
#15
Registriert seit: 07.03.2013

Fregattenkapitän
Beiträge: 2954
Ja Ram Mythen aufgeklärt heißt der!
http://extreme.pcgameshardware.de/mainboards-und-arbeitsspeicher/316914-ram-mythen-aufgeklaert-der-grosse-arbeitsspeicher-thread-inkl-langzeittest.html

Aber auch hier nur wenige Benchmarks, aber das Ergebnis ist ein ganz anderes!
#16
Registriert seit: 19.03.2008

Hauptgefreiter
Beiträge: 190
In dem Zusammenhang vielleicht auch noch interessant:
AnandTech | Memory Scaling on Haswell CPU, IGP and dGPU: DDR3-1333 to DDR3-3000 Tested with G.Skill
#17
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Registriert seit: 24.03.2003
Essen
Flottillenadmiral
Beiträge: 5036
Ich verstehe weder den Sinn dieses Guides noch die Diskussion an sich. Ich liste mal ein paar FAKTEN, die jegliche weitere Diskussion erübrigen sollten.

Fakt #1 Solange man Ram passend zu CPU und Board kauft, ist performancemäßig alles in Butter, egal ob das nun super duper OC Ram oder ne Value Serie ist.

Fakt #2 Speicher sollte nach Möglichkeit immer synchron zum Fsb / Speichercontroller laufen, oder aber mit einem sinnigen Teiler. Langsamer ist zu verschmerzen, schneller ist eher sinnfrei.

Fakt #3 Speicher zu übertakten, oder OC-Ram zu kaufen lohnt sich nur dann, wenn man an JEDER ECKE das Optimum aus seinem System herausholen möchte. Und damit meine ich wirklich an jeder Ecke!

Fakt #4 Wenn Fakt #3 nicht auf Euch zutrifft spart Euch das Geld für den SuperDuper Speicher, denn der Performancegewinn durch guten Speicher alleine ist niemals spürbar.
#18
customavatars/avatar20451_1.gif
Registriert seit: 08.03.2005

Oberbootsmann
Beiträge: 921
Zitat mrcs;23231607
...

dito

Zitat
In der Regel profitieren Spiele dann, wenn größere Datenmengen entpackt werden - beispielsweise Mapdaten. Dann sollte sich die höhere Speichergeschwindigkeit auf kürzere Ladezeiten auswirken. In vielen Spielen dürfte sich die Speichergeschwindigkeit aber auch auf minimalen FPS bemerkbar machen.


Sehr schade, dass hier nur Behauptungen aufgestellt werden ohne diese zu überprüfen. Außerdem müssen die Maps erst einmal in den RAM kommen und da ist die HDD / SSD der Flaschenhals. Wenn die Daten im RAM liegen und ich ein Level neustarte ist es relativ egal ob die Ladezeit 4,5 oder 4,7 Sekunden beträgt...
#19
Registriert seit: 12.06.2015

Oberbootsmann
Beiträge: 823
Zitat mrcs;23231607
Ich verstehe weder den Sinn dieses Guides noch die Diskussion an sich. Ich liste mal ein paar FAKTEN, die jegliche weitere Diskussion erübrigen sollten.

Fakt #1 Solange man Ram passend zu CPU und Board kauft, ist performancemäßig alles in Butter, egal ob das nun super duper OC Ram oder ne Value Serie ist.

Fakt #2 Speicher sollte nach Möglichkeit immer synchron zum Fsb / Speichercontroller laufen, oder aber mit einem sinnigen Teiler. Langsamer ist zu verschmerzen, schneller ist eher sinnfrei.

Fakt #3 Speicher zu übertakten, oder OC-Ram zu kaufen lohnt sich nur dann, wenn man an JEDER ECKE das Optimum aus seinem System herausholen möchte. Und damit meine ich wirklich an jeder Ecke!

Fakt #4 Wenn Fakt #3 nicht auf Euch zutrifft spart Euch das Geld für den SuperDuper Speicher, denn der Performancegewinn durch guten Speicher alleine ist niemals spürbar.


Naja eben nicht wenn man eine Haswell CPU hat.. da ist* das Geld schon sehr gut investiert..
Haswell Real World Performance: DDR3-1600 RAM Speed Is Not Enough - HWBOT forum
#20
Registriert seit: 08.11.2015

Leutnant zur See
Beiträge: 1058
Zitat Daniel2;23227238
In dem Zusammenhang vielleicht auch noch interessant:
AnandTech | Memory Scaling on Haswell CPU, IGP and dGPU: DDR3-1333 to DDR3-3000 Tested with G.Skill


Ich erinnere mich noch daran, wie ich den Test 2013 gelesen habe, und mich nur gefragt habe, wie man das Durchhaltevermögen haben kann, doch ziemlich viele RAM Settings zu benchen, um dann magere 5-10% Mehrgewinn hier und da zu bekommen XD

Statt hohen Taktraten und aggresiven Timings entscheide ich mich jetzt für Density: bei den Preisen sind 64GB DDR4 ein Schnäppchen.
#21
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Registriert seit: 17.08.2011

Vizeadmiral
Beiträge: 7759
da ich beim Zippen auf nix reagieren muss, sind mir bei solchen Anwendungen die Sekunden vollkommen wumpe. ich guck nur auf Spiele. und muss sagen, ich nehm mein RAM OC wieder raus.
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