> > > > Test: Crucials und Corsairs 1866-MHz-Kits im Vergleich

Test: Crucials und Corsairs 1866-MHz-Kits im Vergleich

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 4: Battle in Black - Der Leistungstest

Grundlage für unsere Tests ist unsere schon bekannte Plattform:

  • Intel Core i7-3770k ( Stock )
  • ASUS Maximus V Formula ( Z77, Bios 0804 )
  • Gigabyte Geforce GTX 670
  • Crucial m4 128 GB SSD
  • SilverStone Strider 1000 W
  • Windows 7 Pro 64-Bit

Das System ist eine saubere Installation ohne weitere Dienstprogramme wie Virenscanner oder Ähnliches. Die verwendete Software und die verwendeten Treiber befinden sich jeweils auf dem aktuellsten, verfügbaren Stand.

Zuerst wollten wir natürlich wissen, welche Taktstufen und Latenzen die Speicherkits jenseits der Herstellerangaben mitmachen:

Übertaktungswerte
CrucialCorsair
1600 MHz @ CL 8-9-8-22 1T 1,35 V -
1600 MHz @ CL 8-8-8-21 1T 1,50 V 1600 MHz @ CL 8-9-8-22 1T 1,50 V
1866 MHz @ CL 8-9-9-22 1T 1,50 V 1866 MHz @ CL 9-10-9-27 1T 1,50 V
2133 MHz @ CL 9-10-10-25 1T 1,50 V -

Zuerst eine allgemeine Anmerkung: Schon in unseren letzten Tests ist uns aufgefallen, dass die Übertaktungserfolge der kleinen Kits gesunken sind. Exemplare, die über die 2133 MHz hinaus kommen, sind selten geworden. Vieles spricht dafür, dass aktuell bei den meisten Herstellern die gleichen Chips auf dem Speicher verbaut werden, deren Limit in etwa bei dieser Grenze liegt und auch mit höherer Spannung nicht zu locken sind. Des weiteren scheint die Selektion verbessert worden zu sein, was sich letztlich auf die Übertaktungsreserven auswirkt. Beweisen lässt sich dies nur schwer, die Hersteller hüllen sich in Schweigen, was die verwendeten Chips angeht und prägen sogar die Beschriftung der Chips um, damit die Herkunft bei abgebautem Heatspreader nicht so leicht zu erkennen ist. Dadurch rutscht das Feld bei Übertaktungsversuchen natürlich deutlich zusammen, einzig die Serienstreuung macht oft noch kleine Unterschiede in den Latenzen aus.

In diesem Fall bestätigt zumindest das Kit von Crucial diesen Trend: Bei 2133 MHz ist Schluss, egal welche Spannung wir anlegten. Die Latenzen welche hier erreicht werden, liegen im Vergleich zu den anderen Kits in einem etwas besseren Bereich, die Unterschiede in der Leistung dürften trotzdem nur marginal sein.  Die Vermutung, dass die gleichen Chips wie bei vielen anderen Kits verwendet werden, wird zudem dadurch unterstrichen, dass unter 1600 MHz auch mit einer niedrigeren Spannung von 1,35 V gearbeitet werden kann. Ein Verhalten, das auch andere Exemplare mit ähnlichen Übertaktungswerten zeigten. Die Latenzen bei 1600 MHz und 1,50 V stellen die bekannte Leistungsgrenze für Ivy-Bridge-Plattformen dar.

Der Speicher von Corsair hingegen war aus Sicht der Übertaktbarkeit im Vergleich etwas schlechter unterwegs. Es war uns nicht möglich, auch nur eine geringfügige Verbesserung der Latenzen oder Taktfrequenz auf die nächsthöhere Stufe von 2133 MHz zu erreichen. Auch eine Erhöhung der Spannung oder ähnliche Tricks brachten keine Besserung des Ergebnisses. Hierfür gibt es zwei Erklärungen: Zum einen verwendet Corsair vier Module, was durch die Anzahl der Module, das Routing des Mainboards und die Signalqualität regelmäßig die Übertaktungsergebnisse sinken lässt. Zum anderen könnten wir auch extremes Pech mit unserem Testexemplar gehabt haben oder Corsair verwendet andere Chips als der Rest des Feldes mit keinem Spielraum nach oben. Leider konnten wir auch kein stabiles Low-Voltage-Setting erreichen und die Werte für 1600 MHz liegen etwas oberhalb der Leistungsgrenze für Ivy-Bridge-Prozessoren.

Nach dem Vorspiel kommen wir zum eigentlichen Leistungstest, wie immer durchgeführt mit dem Speicherbenchmark Sandra von SiSoft:

alles
Benchmark des Speicherdurchsatz

Hier konnte der Speicher von Corsair seinen geringen Spielraum bei der Übertaktung zumindest ein bisschen ausgleichen, denn mit vier Modulen erreicht man bei Ivy Bridge in der Regel eine bessere Performance. So liegt man doch in den Benchmarks etwas vor dem direkten Konkurrenten von Crucial. Angesichts der eigentlich niedrigeren Latenzen des Crucial-Speichers könnte dies auch ein Hinweis sein, dass Corsair hier bei den Subtimings sehr stark optimiert hat. Zieht man den letzten Test mit zum Vergleich, liegen beide Kits am oberen Rand des Gesamtfeldes, auch dank der niedrigeren Latenzen.   

 

Social Links

Seitenübersicht

Kommentare (14)

#5
customavatars/avatar15158_1.gif
Registriert seit: 11.11.2004
Unser Basar
SuperModerator
Wahoo's Padawan
Beiträge: 19188
Das Phänomen hatten wir ja schon im letzten Test bei einigen Speichern.
Es sind nicht mal die 2200 möglich, selbst da ist kein stabiler Betrieb mehr drin. Einzige Ausnahme waren die Kingston. Aber Kingston spielt ja sowieso meistens eine Sonderrolle.
#6
customavatars/avatar39916_1.gif
Registriert seit: 09.05.2006

Admiral
Beiträge: 14427
Was du beim Crucial Kit noch erwähnen könntest(wenn ich es nicht wieder überlesen habe ^^). Über das MOD Tool von Crucial kannst du beim Speicher die Temperatur auslesen ;) Ballistix MOD Utility Software by Crucial | Monitor memory performance in your computer system.

Finde ich ein feines Zusatzfeature.

#7
customavatars/avatar181437_1.gif
Registriert seit: 30.10.2012
Mittelfranken
Hauptgefreiter
Beiträge: 237
Beim Corsair sind also wirklich dann schärfere Subtimings schuld.
Die Chips müssen dann bei den meisten 1600-2133MHz Speicherkits momentan von selben Hersteller kommen?

@Braineater
Welche Temperaturen hast du dann bei [email protected],65V laut MOD Tool?
#8
customavatars/avatar39916_1.gif
Registriert seit: 09.05.2006

Admiral
Beiträge: 14427
Muss ich mal auslesen wenn ich den Ram wieder im System habe.

Aktuell hab ich ein Kit Kingston Beast verbaut.

Bei mir wird der Speicher aber durch den Genesis fleißig mitgekühlt ;)
#9
customavatars/avatar15158_1.gif
Registriert seit: 11.11.2004
Unser Basar
SuperModerator
Wahoo's Padawan
Beiträge: 19188
Zitat
Die Chips müssen dann bei den meisten 1600-2133MHz Speicherkits momentan von selben Hersteller kommen?


Die Vermutung liegt sehr nah. Ist wie gesagt schwer zu bestätigen, da die Hersteller die Chips oft mit eigenem Branding versehen und keine Angaben dazu machen, was wirklich drunter steckt.
Da man mit den OC-Werten usw. aber recht uniform geht, sollten die Chips vom gleichen Zulieferer sein.
Bei Corsair sind laut Gerüchten aber andere Chips drauf, als bei denen die 2133 erreichen.

@Brain: Wenn du die durch hast, kannste ja mal im Beast Thread schreiben, bis wohin deine kommen. :wink:
#10
customavatars/avatar39916_1.gif
Registriert seit: 09.05.2006

Admiral
Beiträge: 14427
Ich hab die Beast schon fast fertig ^^

OC Tests sind durch bei 2600 MHz war Schluss (war aber der höchste Wert den ich bis jetzt mit einem 16 GB Kit geschafft habe :) )

#11
customavatars/avatar136469_1.gif
Registriert seit: 24.06.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 5277
Wieviel % mehr fps gibt es denn in Spielen bei 1866Mhz/2133Mhz und einer Ivy-CPU? Oder ist das nicht messbar?
#12
customavatars/avatar39916_1.gif
Registriert seit: 09.05.2006

Admiral
Beiträge: 14427
kommt aufs Spiel an, liegt aber im unteren einstelligen Bereich
#13
customavatars/avatar15158_1.gif
Registriert seit: 11.11.2004
Unser Basar
SuperModerator
Wahoo's Padawan
Beiträge: 19188
Zitat Buffo;20116524
Wieviel % mehr fps gibt es denn in Spielen bei 1866Mhz/2133Mhz und einer Ivy-CPU? Oder ist das nicht messbar?


So gut wie nicht zu spüren, da meistens eine andere Komponente mehr ausbremst, als dass du den Unterschied großartig merkst. Einzig bei extrem CPU-lastigen Games mit hohem Speicherverbrauch kannst du vielleicht etwas merken. Und dann in dem von Braineater genannten Bereich.
#14
customavatars/avatar38573_1.gif
Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28794
Zitat Sanek;20115549
Die Chips müssen dann bei den meisten 1600-2133MHz Speicherkits momentan von selben Hersteller kommen?

Auf 1600er und 1866er Kits kann alles mögliche stecken. Von Elpida, über Nanya und Micron bis hin zu Samsung und Hynix. Erst bei 2133 und aufwärts wird es dann etwas monotoner...

Die Corsairs hier im Test haben zum Beispiel Nanya Chips (das kann man bei Corsair an der Versionsnummer ablesen).
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

RAM-Roundup: Sieben 16-GB-DDR4-Kits im Test

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2016/RAM-ROUNDUP/KLEVV_IM44GU48A30_5_LOGO

Seit der Einführung der Haswell-E-Plattform gibt es DDR4 im Consumer-Bereich, aber erst mit Skylake startete der Speicherstandard richtig durch. Seitdem sind bereits zahlreiche Monate vergangen und wie erwartet sind die Preise für den DDR4-Arbeitsspeicher in der Zwischenzeit ordentlich in den... [mehr]

Corsair bringt beleuchteten Arbeitsspeicher sowie neuen Lüfter und...

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/CORSAIR_LOGO

Corsair hat während der Computex 2016 gleich mehrere Neuheiten im Gepäck. Den Anfang machte die MSI GeForce GTX 1080 Sea Hawk. Der wassergekühlte 3D-Beschleuniger wird mit einer Kühllösung von Corsair bestückt und soll dadurch ein besonders hohes OC-Potential bieten können. Hierzu wird die... [mehr]

G.Skill bringt DDR4-Speicher Trident Z mit 4.266 MHz

Logo von GSKILL

G.Skill hat heute einen besonders schnellen DDR4-Arbeitsspeicher mit bis zu 4.266 MHz angekündigt. Der Speicher aus der bereits bekannten Trident-Z-Serie wird vom Hersteller als Extreme-Speed-Kit verkauft und soll vor allem mit einer hohen Geschwindigkeit punkten. Die Taktfrequenz von 4.266 MHz... [mehr]

Corsair stellt die schnellsten DDR4-Kits mit 128, 64 und 32 GB vor

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/CORSAIR_LOGO

Corsair hat neue Speicherkits der Vengeance-LPX-Reihe vorgestellt, die hohe Kapazität und Geschwindigkeit vereinen sollen. Die DDR4-Kits Vengeance LPX 128GB, 64GB und 32GB erreichen dabei Geschwindigkeiten von 3.600 MHz mit neuen XMP-2.0-Profilen. Allerdings gilt das nicht für die größten der... [mehr]

G.SKILL bringt DDR4-Speicher Trident Z mit 3.600 MHz und CL15

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/G

Speicherspezialist G.SKILL erweitert sein DDR4-Portfolio um neue Module der Trident-Z-Serie. Der Arbeitsspeicher wird als Kit, bestehend aus zwei 8-GB-Riegeln in den Handel kommen und damit eine Gesamtkapazität von 16 GB bereitstellen. Als Besonderheit nennt der Hersteller sowohl die... [mehr]

G.Skill Trident Z DDR4-Speicher erreicht über 5 GHz Taktfrequenz

Logo von GSKILL

G.Skill konnte einen neuen Rekord verbuchen. Laut dem Hersteller ist es einem Overclocker gelungen, einen DDR4-Speicher der Trident-Z-Serie auf 2.501 MHz zu übertakten. Somit lag die reale Taktfrequenz bei hohen 5001,2 MHz respektive DDR4-5000 und damit gleichzeitig nochmals deutlich über dem... [mehr]