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DDR2-Speicher-Roundup Nr. 3

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Seite 7: MDT DDR2-533

Nicht jeder möchte für ein 512-MB-Modul ein Vermögen ausgeben - und gerade, wenn man nicht übertakten möchte, sind qualitativ gute Markenriegel eher zu empfehlen als die teuren Overclocking-Speicher. Oft schneiden gerade diese Markenriegel bei uns im Test gut ab: Die Crucial ValueRAM-Module aus dem letzten DDR2-Roundup waren unser Geheimtipp. Auch die MDT-Module könnten gut abschneiden, denn natürlich durchlaufen diese Markenriegel auch Qualitätstests, die zwar nicht auf höheren Frequenzen stattfinden, aber natürlich trotzdem die Qualitätsstandards des Herstellers sicherstellen sollen. Teilweise werden also identische Frequenzen erreicht, wie bei den Overclocking-Speichern - verlassen kann man sich darauf jedoch nicht.

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Wie alle Marken-Speicherriegel besitzen die MDT-Module auch keinen Heatsink: Dieser ist eigentlich Show, denn die BGA-Speichermodule geben ihre Hitze eher an das PCB ab. Die Heatsinks können also die Abgabe der Wärme an die Luft eher unterstützen, haben allerdings keinen wirklichen Wert. Das coole Aussehen fehlt den Modulen also, aber schlimm ist dies nicht, notfalls gibt es auch Heatsinks zum Nachkaufen.

Die Speichermodule besitzen eine einseitige Bestückung, jeweils 8 Speicherchips befinden sich auf der Oberseite. Die Chips sind mit einem MDT-Label beschriftet. MDT verkauft die Module mit einem Speedgrade von DDR2-533, es gibt allerdings auch DDR2-667-Module des Herstellers. Die Module sollen für den Massenmarkt geeignet sein und besitzen demnach auch exakt die JEDEC-Spezifikationen, um keine Kompatibilitätsprobleme zu erhalten.

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Auch hier haben wir mit dem Tool Everest das SPD-Modul ausgelesen:

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Wie schon erwartet, zeigen sich hier keine Abweichungen von der JEDEC-Norm. Die Module sollten also mit jedem DDR2-Mainboard ohne Probleme laufen, wobei MDT die Speicherriegel natürlich auch für die entsprechenden Chipsätze validiert.

Kompatibilität:

Die Kompatibilität der Speichermodule haben wir anhand von fünf Mainboards getestet, die mit drei unterschiedlichen Chipsätzen arbeiten. Das Modul muss mit Standard-SPD-Settings booten und Stabilitätstests überstehen. Sollte ein Modul nicht booten, vermerken wir, ob wir es zum Laufen bekommen haben. Ebenso vermerken wir, welche Settings wir verändern mussten.

Mainboard
Boot Up
Stabilitätstests
ASUS P5WD2 Premium
Ok
Ok
ASUS P5AD2-E Premium
Ok
Ok
Abit AA8XE Fatal1ty
Ok
Ok
ASUS P5ND2-SLI
Ok
Ok
Epox 5NYA+ SLI
Ok
Ok

Die MDT-Module verursachen keine Probleme mit den von uns getesteten Boards - alles läuft hervorragend.

Taktraten und Performance:

Mit den vorgegebenen Taktraten versuchten wir nun, die beste Performance mittels Absenkung der Timings zu erreichen. Folgende Timings wurden bei diesen Modulen erreicht:

Bustakt
Speichertakt
Timings
200 MHz (800 MHz FSB)
DDR2-533
3-2-3-4
225 MHz (900 MHz FSB)
DDR2-600
3-2-4-4
250 MHz (1000 MHz FSB)
DDR2-667
3-3-4-8
275 MHz (1100 MHz FSB)
DDR2-733
4-3-4-8
300 MHz (1200 MHz FSB)
DDR2-800
4-4-5-8
Maximum:
306 MHz (1224 MHz FSB)
DDR2-816
4-4-5-8

Wie schon erwartet, liegt der "Außenseiter" gar nicht schlecht: Die Markenmodule von MDT erreichen hervorragende 3-2-3-4 bei DDR2-533 und sind damit die zweitschnellsten Module im Test, neben den deutlich teuren Corsair- und Kingston-Modulen. Auch bis DDR2-667 sind noch CL3-3-4-8 möglich, damit eignet sich das Paar auch hervorragend, wenn man seinen Pentium 4 übertakten möchte und mit einem 4:5-Teiler arbeiten möchte. Selbst bei DDR2-816 macht das Modul nicht schlapp und arbeitet mit 4-4-5-8 - ein hervorragendes Ergebnis.

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Auch bei der Performance bei 816 MHz liegen die Module damit sehr gut auf den ersten Plätzen - direkt hinter den Modulen von Crucial, PDP und Corsair.

Weitere Links:

Auf der nächsten Seite kommen wir zu den Patriot Memory PDP PC5600-Modulen: