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DDR2-Roundup : 11 Module im Test

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Seite 3: Testsystem und Testdurchführung

Eigentlich war der Test kurz nach unserem ersten Mainboard-Roundup für den Sockel 775 geplant - doch dann zeigten sich die ersten Probleme. Wir wollten eigentlich mit dem ASUS P5AD2 Premium testen, das in unserem ersten Roundup mit sehr guten Übertaktungserfolgen auftrumpfen konnte. Doch das Board starb nach den ersten Tests einen unerklärlichen Tod, ein Ersatzboard aus Taiwan lief gar nicht und erst nach einem Kauf beim Händler konnten wir mit dem dritten Board weitertesten, das übrigens den Stresstest gut überstand und immer noch läuft. Allerdings machte das ASUS P5AD2 Premium im Verlauf einige Probleme, hervorgerufen wohl durch die Bios Revision 1005.002 :

  • Im Test liefen die Corsair Twin2X-5300-Module nicht mehr auf Standardtakten bei 200 MHz FSB. Sobald wir über 205 MHz kamen - hier setzt ASUS die "automatische Erkennung" für die Dimm-Module außer Kraft - funktionierten die Module wieder ohne Probleme. Hier konnten wir dann auch bis zu einem Speichertakt von 722 MHz übertakten - an der Qualität der Module kann es also eigentlich nicht liegen und sie liefen auch in allen anderen Boards ohne Probleme.
  • Also testeten wir etwas tiefergehend. Das Board hat eine kleine Macke mit dem aktuellen Bios 1005.002 - es meint, es müsse jeden Speicherriegel mit schnelleren Timings booten, als dies eigentlich im SPD-Modul vorgeschrieben wird. Corsair-Riegel scheint das Mainboard generell auf 3-3-3-8 zu stellen, den Crucial Ballistix lässt es mit 4-3-3-8 laufen, die TwinMOS DDR2-533 beispielsweise mit 4-3-3-8. Auch lassen sich, wenn das Mainboard erstmal die Timings festgelegt hat, mit keiner einzigen Bios-Einstellung Einfluss auf die Timings nehmen. Läuft das System also instabil mit den genannten Timings, hat man Pech.
  • Ab 205 MHz schaltet das Board diese automatische Erkennung aus und lässt auch eine manuelle Justierung der Timings zu. Da der Schritt vom tatsächlichen FSB von 202.2 MHz auf 205 MHz nicht ziemlich weit ist, empfehlen wir allen Lesern, die Probleme mit ihren Speichermodulen haben, den FSB auf 205 MHz zu erhöhen - das sollte helfen.

Für unsere Tests war das natürlich nichts - gerade, wenn wir die SPD-Timings bestimmen wollen, sind wir auf eine zuverlässige Einstellung bedacht. Wir testeten hier also mehrere Mainboards, kamen jedoch nie auf einen derart hohen FSB, um auch die Overclockingeigenschaften der Module evaluieren zu können. Also mussten wir den Test aufsplitten und mit zwei Testsystemen testen.

Testsystem

Mit dem Abit AA8 DuraMax konnten wir schließlich auch zuverlässig die SPD-Module auslesen.

Die Module wurden mit 533 MHz bei 200 MHz FSB im Abit AA8 DuraMax getestet, einmal mit SPD-Erkennung, einmal mit manuell justierten minimalen Werten. Hier wurden jeweils Benchmarks und Stabilitätstests unternommen. Anschließend wurden alle Module im ASUS P5AD2 Premium auf ihre Übertaktungsfähigkeiten getestet. Hierfür testeten wir die Module mit 600, 666, 700 MHz und der maximal möglichen Taktrate. Diese scheint bei unserem Modell bei 722 MHz (271 MHz FSB) zu liegen, denn mehrere Module erreichten diese Taktrate. Das lässt darauf schließen, dass das Mainboard der limitierende Faktor ist und nicht die Speichermodule.

Alle Module bekamen eine maximale Spannung von 2.0V. Mehr empfehlen wir für DDR2 nicht, selbst nicht mit passivem Heatspreader. In Praxistests zeigten sich auch keine Vorteile bei einer noch höheren Spannung. Bei 533 MHz betrieben wir die Module mit 1.8V, wobei das Abit-Board mit dem von uns verwendeten Bios leicht übervoltete (1.84 bis 1.86V).

Klar ist, dass bei unseren Overclocking-Benchmarks die Performancegewinne nicht ausschließlich von der höheren DDR2-Bandbreite entstehen, sondern hauptsächlich der CPU-Übertaktung zuzuschreiben sind. Wir takteten den Pentium 4 560 ES herunter, um nicht die CPU zum limitierenden Faktor werden zu lassen. Trotzdem steigt die CPU-Frequenz bis 271 MHz FSB auf fast 3.8 GHz an. Da die CPU bis 4.25 GHz stabil läuft, können wir sie als limitierenden Faktor ausschließen.

Wichtig : CPUZ 1.23, welches wir hier verwenden, hat noch einen Bug bei der Anzeige der Frequenz. Wird CL3 eingestellt, spring die Anzeige für den Speichertakt auf 200 MHz, selbst wenn 266 MHz (DDR533) anliegen. Wir testeten dies auf mehreren Boards, unter anderem auf dem Intel D925XCV Referenzboard. Insgesamt bestätigte sich unsere Theorie, es handele sich um einen CPUZ-Bug, unter anderem auch durch die Performance, die sich mit [email protected] MHz ergab. In den Diagrammen sind selbstverständlich aber nur die Screenshots mit Bug, also 200 MHz, zu erkennen. Tatsächlich sind bei den SPD-Tests aber immer 266 MHz Speichertakt vorhanden gewesen.

Auf den folgenden Seiten wollen wir uns jedes Modul im Detail ansehen.