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Test: 12-GB-Kits - Supertalent Chrome-Series DDR3-1600 C9 (Update)

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Seite 1: Test: 12-GB-Kits - Supertalent Chrome-Series DDR3-1600 C9 (Update)

supertalentaufmacherDas vierte DDR3-1600-Kit aus unserer 4-GB-Modul-Serie kommt von Supertalent und entstammt der "Chrome-Serie". Die mit der Nummer WB160T12G9 gekennzeichneten 4-GB-Module besitzen als Triple-Channel-Kit wieder einmal 12 GB Kapazität. Was sich unter den silbernen Heatspreadern versteckt, erörtern wir in diesem Artikel - und vergleichen das Kit mit den bislang getesteten Modellen, den Corsair Dominator DDR3-1600-Modulen, den G.Skill Ripjaws DDR3-1600 und den Kingston HyperX DDR3-1600

Von den Timings her bietet Supertalent mit 9-9-9-28 das Übliche für diesen Vergleich, mit einer etwas höheren tRAS. Allerdings sind die Subtimings für die Performance eher unwichtig, sodass sich das Modul auf demselben Performanceniveau befindet, wie die bereits getesteten Riegel. Während es bei der garantierten Geschwindigkeit also keine Unterschiede gibt, haben wir bei den Modulen bereits unterschiedliche Spannungen bei 1600 MHz feststellen können: G.Skills Ripjaws liefen mit 1,5 V, alle anderen mit 1,65 V. Das Supertalent-Kit ordnet sich in die letztere Gruppe ein.

Unterschiede haben wir auch bei den ICs festgestellt. Alle verbauen zwar acht 2GBit-Chips pro Modulseite und sind doppelseitig ausgelegt, aber die Hersteller verwenden Chips unterschiedlicher Produzenten. Die Heatspreader konnten wir zwar von den Supertalent-Modulen nicht entfernen, da sie wie bei den Corsair-Chips verklebt sind und man somit die Chips vom PCB reißen würde, aber vom Timing- und Übertaktungsverhalten lässt sich vermuten, dass es sich um Micron-Chips handelt, wie bei dem Corsair-Kit. Vom deutschen Speicherspezialisten MEMQ bekamen wir den Tipp, dass es sich um Hynix- oder Samsung-Module handeln könnte. Da die Hynix auf dem G.Skill-Kit sich völlig anders verhalten, dürfte es sich also um Samsung-ICs handeln - bestätigen können wir dies aber nicht.

Neben den Chips unterscheiden sich die Module natürlich auch bezüglich der Optik: Der chromfarbene Heatspreader von Supertalent hat dabei den Vorteil, dass er farblich sehr neutral ist. Mit dem schwarzen PCB der Module kann er auch ohne Farbtupfer auf bunten Boards eingesetzt werden. Ähnlich wie Corsair mit den schwarzen Dominator-Modulen sehen die Riegel auch in hellblauen Gigabyte- und schwarzen MSI-Boards mit blauen Slots gut aus - das muss bei den roten G.Skill-Heatspreadern oder den blauen Kingston-Modulen nicht der Fall sein, ist aber wohl kein entscheidendes Kriterium für ein Speichermodul.  

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Bei einem Blick in unserem Preisvergleich findet man das Kit zu einem Preis von 529 Euro, allerdings erst bei zwei Händlern. Die Verfügbarkeit ist also noch recht dünn, weshalb der Preis auch im Vergleich höher sein sollte, als bei den bereits verfügbaren Kits von Corsair und G.Skill. Immerhin ist Supertalent deutlich günstiger als Kingston, denn das Triple-Chanel-Kit von Kingston lag bislang mit 684 Euro deutlich höher. Am günstigsten sind im Vergleich die G.Skills mit 430 Euro, vor den Corsair-Modulen mit 462 Euro. Wir nehmen an, dass sich die Supertalent-Module bei besserer Verfügbarkeit preislich in Richtung der Corsair-Module entwickeln werden.

Update 29.07.2010:

Direkt nach unserem Review teilte uns der deutsche Distributor MEMQ mit, dass das Kit bei Computeruniverse bereits für 347 Euro erhältlich sei. Dieser Preis sollte sich in den nächsten Tagen am Markt durchsetzen.

Die Spezifikationen der Module haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Supertalent Chrome-Series DDR3-1600 12 GB
Typbezeichnung WB160T12G9
Kitgröße 3x4 GB (12 GB)
Verwendete ICs Micron (?), Hynix (?), Samsung (?)
Frequenz 1600 MHz
Timings 9-9-9-28
Arbeitsspannung 1,65V
Revision nicht bekannt
Preisvergleich ab 347 Euro* (nach Update, bei Computeruniverse.net)

Auf der nächsten Seite schauen wir uns das SPD-EEPROM und die Besonderheiten des Moduls an.