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Huawei MediaPad M3 im Test

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Seite 2: Ausstattung, Kamera, Akku, Fazit

LTE und schnelles WLAN sind an Bord

Während Huawei bei den eigenen, ähnlich bepreisten Smartphones meist nur langsame WLAN-Module verbaut werden, unterstützt das MediaPad M3 auch den deutlich schnelleren ac-Standard. Hinzu kommen Bluetooth 4.1 sowie USB 2.0 in Form einer Micro-USB-Buchse, NFC gibt es hingegen nicht. Wer sich für die hier getestete LTE-Variante entscheidet, ist beim Zugriff aufs Internet unabhängiger, in der Spitze erreicht das Modem dank Cat 4 150 und 50 Mbit/s im Down- und Upstream.

Der Fingerabdrucksensor unterhalb des Displays hilft beim Entsperren des Tablets, ebenfalls beim Bedienen. Unter anderem kann er zum Aufrufen des Homescreens sowie der Ansicht der zuletzt verwendeten Applikationen genutzt werden.

Erneut in den Mittelpunkt rückt Huawei die Stereo-Lautsprecher. Die hat man gemeinsam mit harman/kardon entwickelt, nicht zuletzt dank des von AKM bezogenen D/A-Wandlers soll das für „unvergleichliche Qualität“ und eine „naturgetreue Widergabe aller Töne“ sorgen. Ignoriert man die Übertreibungen der Werbung, bleiben überdurchschnittliche Lautsprecher übrig, die einen überraschend hohen Pegel erreichen, aber ab einer Einstellung von 75 % nicht frei von Verzerrungen bleiben. Überschreitet man einen mittleren Pegel nicht, fallen die fehlenden tiefen Frequenzen kaum ins Gewicht. Erst darüber driften die Lautsprecher zu sehr in hohe Bereich ab.

Bei Fotos überzeugt das MediaPad M3 nicht

Eine sehr sanfte Überarbeitung spendiert Huawei der Kamera-Hardware. Auf der Rückseite bleibt es bei einem 8-Megapixel-Sensor mit Blende f2.0 und Autofokus, auf der Front musste der zuletzt auch im MediaPad T2 10.0 Pro verbaute Sensor mit 2 Megapixeln weichen; auch dort werden Fotos nun mit 8 Megapixeln geschossen, die Optik bietet auch dort Blende f2.0, es gibt aber nur einen Fixfokus. Gleichzeitig hat man aber den noch im MediaPad M2 8.0 hinten eingesetzten LED-Blitz ersatzlos gestrichen. Der entpuppte sich im Test zwar nur als wenig hilfreich, er war aber immerhin vorhanden. Die Kamera-Applikation erinnert an die der Smartphones. Der Aufbau ist entsprechend übersichtlich, Einstellungen und Modi sind in jeweils eigenen Menüs untergebracht. Mit dabei sind unter anderem Pro-Modi für Fotos und Videos, eine Zeitraffer-Funktion, aber auch diverse andere wie HDR.

Die Ergebnisse fallen insgesamt nur durchschnittlich aus. Bei bedecktem Himmel wirken die Aufnahmen leicht matschig und verrauscht, obwohl die Automatik lange Zeit bei niedrigen ISO-Werten bleibt. Bei besseren Lichtverhältnissen bleiben Farben und Details weitestgehend erhalten, lediglich an den Ecken wird beim Herein-Zoomen eine gewisse Unschärfe erkennbar.

Die Frontkamera leidet unter den gleichen Schwächen, hier fallen die Aufnahmen aber zusätzlich noch etwas heller aus. Für Selfies reicht die Qualität in der Regel aber allemal. Das gilt hingegen nicht für Videos. Denn hier kommt es schnell zu Artefaktbildung, der digitale Bildstabilisator überzeugt - wie so oft - nicht.

Die Ausdauer stimmt, die Ladezeit nicht

Ein Pluspunkt des MediaPad M2 8.0 waren Laufzeiten, die im Test teils besser als beworben ausfielen. Beim Nachfolger sind die Ausgangsvoraussetzungen jedoch ganz andere. Nicht nur, dass Huawei auf seiner Homepage auf Zeitangaben völlig verzichtet, auch die Hardware-Änderungen fallen gravierend aus. Der Akku hat von 4.800 auf 5.100 mAh zugelegt, die Auflösung des MediaPad M3 aber ebenfalls. Zünglein an der Waage spielen somit SoC und Betriebssystem - beides ebenfalls im direkten Vergleich neu.

Tatsächlich reicht das aus, um dem Ladegerät länger fernzubleiben. In der Video-Schleife mit lokal gespeichertem Full-HD-Material hielt das Tablets fast genau zehn Stunden und damit rund 8 % länger als das MediaPad M2 8.0 durch. Im PCMark-Test liegt das Plus hingegen bei 16 %, am Ende musste nach rund sieben Stunden wieder geladen werden. Beides sind gute Werte, die zeigen, dass das neue MediaPad auch für längere Zugfahrten oder Flüge gewappnet ist.

Ärgerlich ist aber erneut, dass das mitgelieferte Ladegerät ausgangsseitig lediglich 10 W bietet uns sich das Wiederbefüllen des Akkus somit hinzieht.

Wieder Android 6.0, wieder EMUI 4.1

Nicht nur beim nova setzt Huawei auf die nicht mehr frische, dafür aber ausgereifte Kombination aus Android 6.0 und EMUI 4.1, auch beim MediaPad M3 müssen Nutzer damit Vorlieb nehmen. Gegenüber den Smartphone-Geschwistern ändert sich nichts am Funktionsumfang. Einen klassischen App Drawer gibt es nicht, stattdessen werden installierte Applikationen im iOS-Stil rechts neben dem Homescreen aufgelistet. Andere Abweichungen gegenüber Vanilla-Android betreffen das etwas aufgeräumtere Einstellungsfenster, die Möglichkeit, das Design weitestgehend den eigenen Vorstellungen entsprechend anzupassen sowie kleinere Tools zur Überwachung und Optimierung des Systems.

Leider sind einige Werbe-Apps vorhanden. Einige davon wie Facebook dürften Nutzer unter Umständen ohnehin installieren, die komplette Deinstallation ist in allen Fällen möglich. Es gibt auch zwei andere Kritikpunkte. So verzichtet Huawei abgesehen vom zuschaltbaren SWS 3.0 auf Optionen bezüglich der Lautsprecher. Ebenso hat man bei EMUI auf einen Landscape-Modus verzichtet - diesen schein man den 10-Zoll-Tablets vorbehalten zu wollen.

Offen ist, ob es ein Update auf Android 7.0 und EMUI 5.0 geben wird.

Fazit

Besseres Display, mehr Leistung, ausdauernder: In allen wichtigen Punkte schneidet das MediaPad M3 besser als sein Vorgänger ab. Und auch im Vergleich mit den Mitbewerbern steht das Tablet gut da. Das Gehäuse überzeugt in puncto Verarbeitung und Haptik, die Lautsprecher sind qualitativ besser als bei vielen und die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen.

Es gibt aber durchaus auch Potential für Nachbesserungen. So reicht die Leistung zwar für viele Zwecke aus, andere bieten aber mehr Performance. Gleichzeitig enttäuschen die Kameras ein wenig, mehr als Schnappschüsse erlaubt das MediaPad M3 nicht. Und dann ist da noch die Software. Musste sich der Hersteller beim MediaPad M2 noch den Vorwurf gefallen lassen, keine aktuelle Android-Version einzusetzen, stört nun eher die fehlende Anpassung an das Display-Format.

Eine allgemeine Empfehlung verpasst das MediaPad M3 am Ende nur ganz knapp. Etwas mehr Leistung wäre wünschenswert, auch der Blaustich des Bildschirms kostet am Ende die entscheidenden Punkte. Allerdings überzeugt das Tablet beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine vergleichbare Ausstattung bietet im 8-Zoll-Segment zu diesem Preis kein anderer Hersteller.

award m3

Dicht dran ist das inzwischen gut ein Jahr alte Samsung Galaxy Tab S2 8.0 LTE (Test des Galaxy Tab S2 9.7 LTE), fällig werden dafür etwas mehr als 370 Euro. Ähnlich sieht es bei der WiFI-only-Version des MediaPad M3 aus, für das im Handel rund 320 Euro verlangt werden. Das ASUS ZenPad S8.0 ist zwar günstiger, bietet aber die eine schlechtere Ausstattung, gleiches gilt für das teurere Sony Xperia Tablet Z3 Compact und Samsung Galaxy Tab S2 8.0.

Positive Eindrücke des Huawei MediaPad M3:

  • gut verarbeitetes Gehäuse
  • Speicher erweiterbar
  • insgesamt gutes Display
  • Lautsprecher gefallen
  • gute Akkulaufzeiten

Negative Eindrücke des Huawei MediaPad M3:

  • Software nicht vollständig an Tablets angepasst

 

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Kommentare (7)

#1
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Registriert seit: 19.06.2011
Deutschland
Oberbootsmann
Beiträge: 1009
Eig schick aber wenn ich überlege "nur zum Surfen"
sind die dinger immer noch viel viel zu Teuer das können Chiniseische "NO NAME" oft ähnlich gut für bruchteil vom Geld..wenn gleich man abstrich machen muss.
#2
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Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1436
Wenn mir jetzt noch einer der Tablet Hersteller glaubwirdig erklärt, wozu ich solch ein Gerät neben desktop PC, Notebook und Smartphone tatsächlich noch sinnvoll gebrauchen kann, ja dann überleg ich mir vielleicht mal, ob ich mir son Teil kaufe.

Aber bisher komm ich bei allem Überlegen einfach auf keinen sinnvollen Anwendungszweck, den ich nicht auch mit den bereits vorhandene Geräten erledigen kann.
#3
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Registriert seit: 22.11.2009
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1960
Ich habe ein Tablet, um während der Zugfahrt Filme und Serien schauen zu können. Dafür tut es aber auch ein Gerät für 100€ oder so.

Ich wüsste auch nicht, warum und wofür ich das Drei- bis Vierfache davon in ein Tablet investieren sollte.
#4
Registriert seit: 24.05.2012
Ilmenau
Kapitänleutnant
Beiträge: 1980
Finde den Begriff "Mediapad" sowieso sehr gewagt, wenn man in eine Konsumiermaschine nur ein IPS-Display verbaut. So ein Teil wird ja vorallem für Videos benutzt und das schreit ja nach nem OLED.

Habe ein Tab S 10.5 mit OLED und das tut genau das was es soll, ich nutze es nicht oft, aber für Youtube und co. ist es ideal, das hätte den Namen Mediapad viel eher verdient IMHO.
Aber es ist auch eher zum Spaß da, die Videos könnte man genauso am Laptop oder Handy gucken, aber so ein OLED ist halt doch was anderes und ich nutze es ganz gerne.
#5
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Registriert seit: 30.07.2008
Bayern
Leutnant zur See
Beiträge: 1106
Lieber ein Lenovo Yoga Tab 3Plus, das hat ein größeres Display einen viel größeren Akku, und ist dazu noch günstiger, und das Ladegerät hat auch viel mehr Power ca. 24W
#6
customavatars/avatar195245_1.gif
Registriert seit: 10.08.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 222
Mein Deutschlehrer hätte mir für sowas ne 4 gegeben mit der Anmerkung "übertreibs nochmal und es wird ne 6". Netter Artikel, aber desaströs in Ausdruck, Grammatik.
#7
customavatars/avatar166338_1.gif
Registriert seit: 11.12.2011
NRW
Korvettenkapitän
Beiträge: 2177
Oh, die 4G-Version könnte mein neues Smartphone werden... :xmas:
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