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Samsung Galaxy Tab S2 9.7 im Test

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Seite 2: Kamera, Software, Gehäuse, Fazit

Verschlechterte Kamera

Für offene Fragen sorgt Samsungs Entscheidung, die Kamerabestückung im Vergleich zum Vorgänger zu überarbeiten. Zwar löst der Hauptsensor noch immer mit 8 Megapixeln auf, einen LED-Blitz gibt es nun aber nicht mehr. Im Gegenzug können Videos nun mit bis zu 1.440 Zeilen aufgenommen werden, bei der ersten Generation war bei 1.080 Schluss. Aber auch an anderer Stelle muss Samsung Veränderungen vorgenommen haben. Denn wo das Galaxy Tab S 10.5 LTE noch mit guten Ergebnissen auch bei schlechten Lichtverhältnissen überzeugen konnte, sind die Aufnahmen des Galaxy Tab S2 9.7 LTE schnell unansehnlich. Dabei bewirbt der Hersteller explizit die lichtstarke Optik mit Blende f1.9.

Links bei mäßigen, rechts bei schlechten Lichtverhältnissen: Die Kamera des Galaxy Tab S2 9.7 LTE enttäuscht abseits nicht optimaler Bedingungen
Links bei mäßigen, rechts bei schlechten Lichtverhältnissen: Die Kamera des Galaxy Tab S2 9.7 LTE enttäuscht abseits nicht optimaler Bedingungen

Zumindest bei ausreichendem Licht gefallen die Fotos und Videos, Farben und Details stimmen. Wer das Tablet häufiger als Kamera nutzen will, dürfte sich über den Pro-Modus der Software freuen. Anders als bei den jüngsten Smartphones des Unternehmens kann hier aber nur auf einige wenige Parameter Einfluss genommen werden.

Bei ausreichendem Licht wird hingegen eine gute Qualität erreicht
Bei ausreichendem Licht wird hingegen eine gute Qualität erreicht

Die Frontkamera muss erneut mit 2,1 Megapixeln auskommen, bietet für Skype und Co. aber eine ausreichende Qualität.

Bekannter Software-Mix

In puncto Software ist das Galaxy Tab S2 9.7 LTE irgendwo auf halber Strecke zwischen dem Galaxy S6 und Galaxy S6 edge+ stehengeblieben. Denn während man bei letzterem schon auf Android 5.1.1 setzt, muss das Tablet noch mit Version 5.0.2 auskommen; obwohl ersteres Smartphone schon ein Update erhalten hat. Dafür macht Samsung von der noch neuen Möglichkeit, auf einige Google-Apps zu verzichten, Gebrauch. Das macht nicht nur den App Drawer übersichtlicher, sondern spart auch Platz.

Samsung setzt auf ein nicht ganz frisches Android
Samsung setzt auf ein nicht ganz frisches Android

Den man allerdings auf der anderen Seite für diverse Programme aus dem Hause Microsoft direkt wieder belegt. Denn auch beim Galaxy Tab S2 9.7 LTE ist Office vorinstalliert, für den vollen Funktionsumfang wird jedoch ein Office-365-Abo benötigt. Hinzu kommen drei Werbe-Apps, Samsung-eigene Programme wie S Health müssen hingegen manuell hinzugefügt werden.

Wie gewohnt stülpt Samsung die eigene Oberfläche TouchWiz über Android, die von der ursprünglichen Optik nur wenig übrig lässt. Hier gleicht das Tablet den Smartphones, sieht man einmal vom Landscape-Modus ab.

Dünn und leicht

Stolz ist Samsung auf das Gehäuse des Galaxy Tab S2 9.7 LTE. Denn nach eigenen Angaben handelt es sich um das derzeit dünnste Tablet mit Metall-Body, gerade einmal 5,6 mm werden erreicht. Mehr Spielraum gibt es hier auch nicht mehr, will man an den üblichen Schnittstellen festhalten. Denn schon jetzt lässt sich die Audio-Buchse, die ebenso wie der Micro-USB-Port am unteren Ende platziert ist, gerade noch so ebene unterbringen. Mit 237,3 x 169,0 mm fällt das Gerät aber auch in Höhe und Breite kompakt aus – ein iPad Air 2 bringt es auf 240,0 x 169,5 x 6,1 mm. Aber trotz des dünnen Gehäuses liegt das Tablet gut in der Hand, im Portrait-Modus vor allem aufgrund des leicht abgeschrägten Randes; dank nur 392 g stört fällt es auch nach längerer Zeit nicht unangenehm in der Hand auf.

Anschlüsse als limitierender Faktor: Viel dünner lässt sich ein Tablet derzeit nicht gestalten
Anschlüsse als limitierender Faktor: Viel dünner lässt sich ein Tablet derzeit nicht gestalten

Keine Zweifel an der Qualität gibt es hinsichtlich der Verarbeitung und Haptik. Es gibt keine ungleichen Spaltmaße oder wackelnden Tasten, ebenso sind die Einschübe für Nano-SIM und microSD sauber eingefügt. Die Rückseite ist leicht gummiert, was einerseits für eine matte Optik und zusätzlichen Halt in der Hand sorgt, andererseits setzt sich Staub schnell fest. Wer sein Tablet vor Schmutz und Schäden schützen will, kann zu speziellen Hüllen greifen, die sich fest mit dem Gehäuse verbinden lassen; die entsprechenden Halterungen auf der Rückseite kennt man unter anderem vom Vorgänger.

Bekannte Optik: Samsung bleibt seiner Linie treu
Bekannte Optik: Samsung bleibt seiner Linie treu

Nur sehr wenige Worte muss man über die Optik verlieren. Denn auch ohne Hersteller-Schriftzug wäre Samsung als Hersteller des Galaxy Tab S2 9.7 LTE schnell zu erkennen – zu groß sind die Parallelen zu anderen Produkten der Südkoreaner. Auffällige Merkmale sind vor allem der Home-Button auf der Front sowie Kamera und Hüllen-Halterung auf der Rückseite.

Fazit

Um auf einem gesättigten Markt mit einem neuen Produkt bestehen zu können, muss das Produkt mindestens über ein Alleinstellungsmerkmal verfügen. Vor gut einem Jahr versuchte Samsung es mit einem hochwertigen Äußeren und einer vollständigen Ausstattung, nun soll es ein neues Format richten. Und wie der Test zeigt, dürfte das Konzept aufgehen. Denn wie schon bei der ersten Generation leistet sich Samsung beim Galaxy Tab S2 9.7 LTE kaum nennenswerte Schwächen, einzig die Kamera fällt negativ auf. Sowohl Leistung als auch Verarbeitung und Laufzeit stimmen hingegen, dank des kompakten Gehäuses und geringen Gewichts eignet sich das Tablet hervorragend als mobiler Begleiter.

Doch für eine uneingeschränkte Empfehlung reicht es am Ende trotz aller Vorzüge nicht. Denn sieht man einmal vom abweichenden Display-Format ab, gibt es nur sehr wenige Praxis-relevante Unterschiede gegenüber der vorherigen Generation.

Das Galaxy Tab S2 9.7 LTE ist ein gutes, aber kein überragendes Tablet
Das Galaxy Tab S2 9.7 LTE ist ein gutes, aber kein überragendes Tablet

Und mit etwa 549 Euro muss für das Galaxy Tab S2 9.7 LTE vergleichsweise tief in die Tasche gegriffen werden. Für den indirekten Vorgänger (16 GB) werden gut 100 Euro weniger verlangt, Sonys Xperia Tablet Z2 LTE (16 GB, IP-zertifiziert) ist bereits für 400 Euro zu haben. Und wer mit 16 GB Speicher auskommt, kommt selbst mit einem iPad Air 2 in der LTE-Fassung günstiger weg; los geht es hier bei rund 460 Euro.

Ein schlechtes Tablet ist das Galaxy Tab S2 9.7 LTE nicht. Es fehlen jedoch die Argumente, die es besser als seinen Vorgänger machen.

Positive Eindrücke des Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE:

  • scharfes und helles Display mit guter Farbdarstellung und exzellentem Kontrast
  • Speicher erweiterbar
  • gute Akkulaufzeiten
  • hohe Verarbeitungsqualität

Negative Eindrücke des Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE:

  • Kamera nur unter optimalen Bedingungen brauchbar
  • keine aktuelle Android-Version

 

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Kommentare (5)

#1
Registriert seit: 30.04.2008
Civitas Tautensium, Agri Decumates
Bootsmann
Beiträge: 667
3DMark Ice Storm und AnTuTu.
Ist das echt Euer Ernst?
#2
Registriert seit: 10.10.2007

[online]-Redakteur
Beiträge: 1021
Zitat smalM;23892694
3DMark Ice Storm und AnTuTu.
Ist das echt Euer Ernst?

Und einige andere Benchmarks, die (noch) mangels Vergleichbarkeit nicht genannt werden, aber ein sehr ähnliches Bild zeichnen.
#3
customavatars/avatar27979_1.gif
Registriert seit: 03.10.2005
Rhein/Ruhr
Korvettenkapitän
Beiträge: 2415
Das S2 ist ordentlich, fühlt sich super an und ist sehr performant. Nur habe ich für sowas keine Verwendung. Bekomme heute auch eins per Datenkarten-VVL, das geht ungeöffnet in den Verkauf. :D

Die Frage ist, was passiert mit den günstigeren normalen Tabs, dort ist ja die 4. Generation aktuell. Ich finde, Samsung sollte mit den verschiedenen Reihen Schwerpunkte setzen. Momentan ist die Logik für den Endkunden noch nicht ganz klar.
#4
Registriert seit: 30.04.2008
Civitas Tautensium, Agri Decumates
Bootsmann
Beiträge: 667
Zitat homann5;23892931
Und einige andere Benchmarks, die (noch) mangels Vergleichbarkeit nicht genannt werden, aber ein sehr ähnliches Bild zeichnen.


Es besteht also Hoffnung, daß Ihr uns demnächst ordentliche Benchmarkergebnisse bringt :d
Sehr schön und Danke für die Antwort!
#5
Registriert seit: 27.06.2005
Deutschland
Fregattenkapitän
Beiträge: 2751
Zitat
Begründung seitens Samsungs. Denn mit 4:3 orientieren sich die Displays eher an einer Papierseite, das bisherige 16:10-Format ist hingegen für Videos optimiert.


was soll der Quatsch? Ein Din A4 Blatt hat doch mit 4:3 nichts zu tun? 16:9 passt doch da gut!
Unsere Din Norm passt nun wieder nicht zum internationalen Markt, und nun wird uns 4:3 als neue Innovation verkauft? Ich glaube es hackt!
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