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Microsoft Surface 3 im Test

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Seite 7: Fazit, Meinung, Alternativen

Der Schritt, den Microsoft mit dem Surface 3 geht, war lange überfällig. Endlich läuft Windows 8.1 nicht mehr nur auf den Surface Pro-Modellen, sondern auch auf einem Non-Pro Surface. Dafür müssen gegenüber dem Vorgänger nur wenige Kompromisse eingegangen werden. Vor allem erreicht das Surface 3 nicht mehr die teilweise fabelhafte Laufzeit des Surface 2. Für ein Windows-Tablet mit x86-Prozessor ist es aber allemal angemessen ausdauernd. Unangemessen erscheint hingegen, wie sehr sich das Netzteil mit dem Laden des Tablets quält, wenn man es während des Ladevorgangs weiter nutzt. Und ganz generell ist die Ladelösung mit Micro-USB- statt magnetischem Anschluss zumindest eine zweischneidige Veränderung. Das Aufgeben des bewährten Ladeanschlusses wäre noch am ehesten durch einen Wechsel zu USB Typ C zu rechtfertigen - zumal dieser Anschluss auch ein Laden mit hoher Stromstärke möglich macht.

Doch ansonsten wurde das Surface-Konzept mit dem Surface 3 fast optimal umgesetzt. Die Auslegung ist eine andere als beim Pro-Modell - das Surface 3 ist kein vollwertiger Ultrabook-Ersatz, sondern in erster Linie ein Windows-Tablet, das durch überzeugendes Zubehör wie Type Cover und Dockingstation in gewissen Grenzen auch die Funktion eines kompakten Office-Notebooks oder eines kompakten Office-PCs ausfüllen kann. Gerade als Tablet ist das Surface 3 dabei überzeugender als das Surface Pro 3 - sein Format passt besser zu einem Tablet, es ist wesentlich leichter und völlig lautlos. Die produktive Ausrichtung unterstreicht Microsoft einmal mehr durch den integrierten Klappständer, aber auch durch das arbeitstaugliche 3:2-Format und ein einjähriges Office 365 Personal-Abo. Anders als bei den beiden Vorgängern ist die Office-Nutzung durch das Abo-Modell aber zeitlich befristet. 

Der taufrische Intel Atom x7-Z8700 stellt sicher, dass das Surface 3 insgesamt leistungsstärker als bisherige Tablets mit Atom-Prozessor ist. Dieser Vorsprung wird mit dem Verkaufsstart weiterer "Cherry Trail"-Tablets wegschmelzen, doch bis dahin rechtfertigt er durchaus einen gewissen Aufpreis. Auch die hervorragende Verarbeitung, die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten und die wenigen Kritikpunkte können als Erklärung herhalten, warum das Surface 3 teurer ist als typische Windows-Tablets mit Atom-Hardware. Doch gerade für den europäischen Markt ist Microsofts Preisgestaltung grenzwertig - ein Startpreis von 599 Euro ist auch für ein leistungsstarkes Atom-Tablet viel verlangt. Wer keine Abstriche bei der Arbeitsspeichergröße machen möchte, muss zudem zwangsweise zum 128-GB-Modell greifen und liegt dann schon bei 719 Euro. Noch gar nicht abzusehen sind die Preise der bisher nur angekündigten LTE-Modelle. Und bei alledem muss man im Hinterkopf behalten, dass das empfehlenswerte Zubehör nicht inbegriffen ist, sondern weitere Kosten verursacht.

Für kühl rechnende Vernunftkäufer ist die Anschaffung eines Surface 3 derzeit schwer zu rechtfertigen. Anstelle eines Surface 3 mit Type Cover können sie auch einfach ein günstiges Ultrabook kaufen und sind damit für eine Arbeitsnutzung besser gerüstet. Selbst das Surface Pro 3 kommt dem "kleinen" Geschwistermodell bedrohlich nahe. Es ist ab 699 Euro für die Einstiegskonfiguration mit Core i3, 4 GB RAM und 64 GB Speicher erhältlich - und dabei ist der Stylus schon inklusive, der beim Surface 3 erst noch für 49,99 Euro erworben werden muss. Auf der anderen Seite sind Detachables mit Atom-Prozessor in aller Regel deutlich günstiger. Funktional nicht unähnlich ist vor allem Lenovos Yoga Tablet 2 mit Windows (10"). Das 10,1-Zoll-Windows-Tablet profitiert ebenfalls von einem integrierten Klappständer und wird mit passender Bluetooth-Tastatur ausgeliefert. Das Surface 3 ist performanter, vielseitiger und wertiger - aber Lenovos Lösung kostet inklusive Tastatur keine 400 Euro (mit 2 GB RAM, 32 GB Speicher).

Mit dem Surface 3 bietet Microsoft ein hervorragendes Windows-Tablet an und setzt auch gegenüber den eigenen Hardware-Partnern ein klares Zeichen. Endkunden müssen für das Premium-Gerät aber auch einen Premiumpreis bezahlen.

Positive Aspekte des Microsoft Surface 3:

  • hervorragende Materialwahl und Verarbeitungsqualität
  • vollwertiges Windows 8.1
  • helles und überzeugenes 3:2-Display  
  • neuer Intel Atom x7 sorgt für Performancevorteil gegenüber anderen Atom-Tablets
  • gute Akkulaufzeit
  • lautlos
  • überzeugendes Zubehör erhältlich

Negative Aspekte des Microsoft Surface 3:

  • Preisgestaltung - hoher Basispreis, hohe Zusatzkosten für empfehlenswertes Zubehör, nur noch Office 365 Personal-Abo
  • eMMC-Speicher bremst aus
  • geringe Ladeleistung
  • kein magnetischer Ladeanschluss
  • Kickstand nicht stufenlos verstellbar

 

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Kommentare (6)

#1
customavatars/avatar188425_1.gif
Registriert seit: 10.02.2013
Za'ha'dum
Korvettenkapitän
Beiträge: 2057
Zitat
Format von 1.920 x 1x280 Pixeln

So nah ist der Punkt auch wieder nicht am x auf der Tastatur ;)


Der einzige wirkliche Fehler, den Microsoft beim Surface 3 macht, ist meiner Meinung nach einen micro-USB-Ladestecker zu verbauen, statt USB-C zu nutzen.
(Positiv allerdings immerhin, dass der Stecker nicht nur zum Laden dient, sondern auch Daten nach USB 2.0 übertragen kann.)

Der Preis ist im Vergleich zum Surface Pro 3 auch eher etwas zu hoch. In den USA passt die Ausrichtung, aber dank inzwischen geändertem Wechselkurs und 19% Märchensteuer...
#2
customavatars/avatar15872_1.gif
Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3677
@c137: Danke, ist korrigiert. :)
#3
Registriert seit: 13.06.2013

Gefreiter
Beiträge: 56
Ich hatte mich letztens auch in der Geräteklasse der Detachables umgeschaut und eben auch überlegt auf das Surface zu warten. Ich habe aber beim Blick auf die technischen Daten (Intel Atom, eMMC) und den Preis (719€ für die Variante mit 4 GB RAM + 150 für die Tastatur waren mir dann doch einfach zu viel.

Ich habe mich dann für das Acer Switch 12 (679€) entschieden. Das bietet einen CoreM, 128 GB SSD, und was ich vor dem Test des Surface nicht wissen konnte, das bessere Netzteil.

Mir ist schon klar, dass das Surface abseits der Kernkomponenten das bessere Bild macht (besseres Gehäuse, leichter, bessere Tastatur, ...) aber ich kann mich eurem Fazit anschließen, es ist einfach zu teuer und lag damit über dem Limit, das ich mir gesetzt habe.
#4
customavatars/avatar80622_1.gif
Registriert seit: 23.12.2007
Köln
Flottillenadmiral
Beiträge: 4685
So gut mir das Pro 3 gefällt, so schlecht finde ich diese Variante. Bin schon sehr überrascht, das sich tatsächlich Kunden nach dem Teil erkundigen.^^
#5
customavatars/avatar7410_1.gif
Registriert seit: 06.10.2003
Köllefornia
Werbefläche zu vermieten!
Beiträge: 4776
Hab mal eine Frage zum Laden.
Wenn von "fast ausgeschaltet" die rede ist um eine optimale Ladezeit zu gewährleisten, bedeutet es einfach nur Standby?

Also Gerät angeschaltet aber ungenutzt mit deaktiviertem Display liegen lassen und laden?
#6
Registriert seit: 13.06.2013

Gefreiter
Beiträge: 56
Fast ausgeschaltet heißt, dass es im idle läuft, es muss aber an sein, damit man den Ladezustand anzeigen lassen und protokollieren kann. Also sollte man davon ausgehen, dass die Differenz zwischen idle-Stromverbrauch und Netzteil-Leistung zum Aufladen verwendet wird. Noch schneller geht das Laden im ausgeschalteten Zustand, aber dann kann man nicht den Ladezustand verfolgen.
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