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Microsoft Surface 3 im Test

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Seite 1: Microsoft Surface 3 im Test

Mit dem Surface 3 trennt sich Microsoft von alten Zöpfen, denn erstmals wird ein Non-Pro-Surface mit einem regulären Windows 8.1 ausgeliefert. Damit kann die ganze Fülle an Windows-Programmen auf dem schlanken 10,8-Zoll-Tablet genutzt werden. Doch wird das "kleine" Surface dadurch wirklich zum perfekten Windowstablet?

Als Microsoft im Sommer 2012 die erste Surface-Generation vorstellte, zwangen die technischen Rahmenbedingungen zu Kompromissen. Das Surface Pro konnte mit seinem Ivy Bridge-ULV-Prozessor zwar eine überzeugende Performance bieten, musste aber aufwendig gekühlt werden und litt zudem unter einer geringen Laufzeit. Für das einfache Surface stand Microsoft vor einem noch größeren Dilemma - mit verfügbaren x86-Prozessoren ließ sich das angestrebte Produkt kaum verwirklichen. Als Notlösung setzte Microsoft deshalb auf ARM-Prozessoren (NVIDIA Tegra 3 beim Surface, NVIDIA Tegra 4 beim Surface 2). Nur damit konnte ein Tablet entwickelt werden, das eine angemessene Performance bot, gleichzeitig passiv gekühlt wurde und dazu auch noch schlank und leicht ausfiel.

Der Pferdefuß dieser Lösung war allerdings, dass Microsoft extra eine eigene Windows-Version für ARM-Hardware entwickeln musste. So wurde aus der Not heraus Windows RT geboren. Mit Blick auf die Benutzeroberfläche war dieses Betriebssystem zwar kaum von Windows 8(.1) zu unterscheiden, doch die gewohnten x86-Programme können unter Windows RT nicht einfach genutzt werden. Stattdessen müssen Windows RT-Nutzer sich mit Apps aus dem Windows Store begnügen. Doch das App-Angebot wuchs nur langsam an und die Hardware-Partner ließen Microsoft nach ausbleibenden Erfolgen nach und nach im Stich. 

Als Microsoft das Surface 2 auf den Markt brachte, war eigentlich schon klar, dass Windows RT kaum Zukunftschancen hat. Rein technisch konnte das zweite Surface aber durchaus überzeugen. Es wurde gegenüber dem Ur-Surface an fast allen Ecken und Enden verbessert und glänzte unter anderem mit ordentlicher Performance, einem guten Full HD-Display und langen Akkulaufzeiten. Den Wechsel zum regulären Windows 8.1 vollzieht Microsoft jetzt erst mit der dritten Surface-Generation. 

Dass dieser Wechsel auf die x86-Architektur machbar wurde, ist vor allem dem technologischen Fortschritt von Intels Atom-Prozessoren zuzuschreiben. Der von Microsoft verbaute Atom x7-Z8700 zeigt das beispielhaft. Obwohl seine vier "Airmont"-Kerne mit bis zu 2,4 GHz takten, kann Intel eine SDP von nur 2 Watt angeben. Ermöglicht wird die hohe Effizienz unter anderem durch eine fortschrittliche 14-nm-Fertigung. Die Akkulaufzeit wird von Microsoft sowohl beim Surface 2 als auch beim Surface 3 mit bis zu 10 Stunden angegeben. Ob beide Tablets trotz unterschiedlicher Prozessorarchitektur wirklich ähnlich ausdauernd sind, werden wir im Test noch klären. Auch auf die weiteren, durchaus zahlreichen Veränderungen beim Surface 3 gehen wir nach und nach ein. 

Prozessor Intel Atom x7-Z8700 (2 MB Cache, 1,6 GHz bis 2,4 GHz)
Display 10,8 Zoll, 1.920 x 1.280 Pixel, Seitenverhältnis 3:2
Akku bis zu 10 Stunden Videowiedergabe (laut Hersteller)
Kamera (vorne) 3,5 MP
Kamera (hinten) 8 MP
Speicher 2 GB RAM mit 64 GB Speicher oder 4 GB RAM mit 128 GB Speicher
Maße / Gewicht 267,0 x 187,0 x 8,7 mm, 622 g

Die komplette Feature-Liste gibt es auf der letzten Seite des Testberichts.

Microsoft nutzt den Architekturwechsel auch für eine angepasste Preispolitik. Das Surface 3 wird deutlich teurer als der Vorgänger angeboten. Als wir das Surface 2 getestet haben, wurde es für rund 450 Euro verkauft. Der Nachfolger startet hingegen mit einem Verkaufspreis von 599 Euro - und das ist nur der Einstiegspreis für die Variante mit 2 GB Arbeitsspeicher, 64 GB Flash-Speicher und Wi-Fi only. Zubehör ist zu diesem Preis auch noch nicht inbegriffen. Sowohl der Surface-Stift (49,99 Euro), das Surface 3 Type Cover (149,99 Euro) als auch die Surface 3 Dockingstation (229,99 Euro) sind nur optional erhältlich. Es ist tatsächlich möglich, für ein Surface 3 mit einigem Zubehör über 1.000 Euro auszugeben - und das wohlgemerkt für ein Tablet mit Intel Atom-Prozessor. Studenten, Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeiter anerkannter Bildungseinrichtungen können beim Kauf des Surface 3 und des passenden Zubehörs immerhin 10 Prozent sparen, wenn sie im Microsoft Store kaufen. Der Studentenpreis für die Einstiegskonfiguration liegt dann bei 539,10 Euro.

Für einen ersten Eindruck stellen wir das Microsoft Surface 3 im Ausgepackt & angefasst-Video vor.

 

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Kommentare (6)

#1
customavatars/avatar188425_1.gif
Registriert seit: 10.02.2013
Za'ha'dum
Kapitänleutnant
Beiträge: 2038
Zitat
Format von 1.920 x 1x280 Pixeln

So nah ist der Punkt auch wieder nicht am x auf der Tastatur ;)


Der einzige wirkliche Fehler, den Microsoft beim Surface 3 macht, ist meiner Meinung nach einen micro-USB-Ladestecker zu verbauen, statt USB-C zu nutzen.
(Positiv allerdings immerhin, dass der Stecker nicht nur zum Laden dient, sondern auch Daten nach USB 2.0 übertragen kann.)

Der Preis ist im Vergleich zum Surface Pro 3 auch eher etwas zu hoch. In den USA passt die Ausrichtung, aber dank inzwischen geändertem Wechselkurs und 19% Märchensteuer...
#2
customavatars/avatar15872_1.gif
Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3667
@c137: Danke, ist korrigiert. :)
#3
Registriert seit: 13.06.2013

Gefreiter
Beiträge: 56
Ich hatte mich letztens auch in der Geräteklasse der Detachables umgeschaut und eben auch überlegt auf das Surface zu warten. Ich habe aber beim Blick auf die technischen Daten (Intel Atom, eMMC) und den Preis (719€ für die Variante mit 4 GB RAM + 150 für die Tastatur waren mir dann doch einfach zu viel.

Ich habe mich dann für das Acer Switch 12 (679€) entschieden. Das bietet einen CoreM, 128 GB SSD, und was ich vor dem Test des Surface nicht wissen konnte, das bessere Netzteil.

Mir ist schon klar, dass das Surface abseits der Kernkomponenten das bessere Bild macht (besseres Gehäuse, leichter, bessere Tastatur, ...) aber ich kann mich eurem Fazit anschließen, es ist einfach zu teuer und lag damit über dem Limit, das ich mir gesetzt habe.
#4
customavatars/avatar80622_1.gif
Registriert seit: 23.12.2007
Köln
Flottillenadmiral
Beiträge: 4676
So gut mir das Pro 3 gefällt, so schlecht finde ich diese Variante. Bin schon sehr überrascht, das sich tatsächlich Kunden nach dem Teil erkundigen.^^
#5
customavatars/avatar7410_1.gif
Registriert seit: 06.10.2003
Köllefornia
Werbefläche zu vermieten!
Beiträge: 4772
Hab mal eine Frage zum Laden.
Wenn von "fast ausgeschaltet" die rede ist um eine optimale Ladezeit zu gewährleisten, bedeutet es einfach nur Standby?

Also Gerät angeschaltet aber ungenutzt mit deaktiviertem Display liegen lassen und laden?
#6
Registriert seit: 13.06.2013

Gefreiter
Beiträge: 56
Fast ausgeschaltet heißt, dass es im idle läuft, es muss aber an sein, damit man den Ladezustand anzeigen lassen und protokollieren kann. Also sollte man davon ausgehen, dass die Differenz zwischen idle-Stromverbrauch und Netzteil-Leistung zum Aufladen verwendet wird. Noch schneller geht das Laden im ausgeschalteten Zustand, aber dann kann man nicht den Ladezustand verfolgen.
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