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Dell Venue 10 Pro 5055 im Test

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Seite 7: Fazit, Meinung, Alternativen

Nein, das Venue 10 Pro 5055 ist kein besonders leistungsstarkes Windows-Tablet. Und es sieht auch nicht gerade besonders stylisch aus. Doch als treuer Alltagsbegleiter hat es durchaus seine Stärken - und das sowohl für Privatnutzer als auch für den von Dell angedachten Einsatz in Bildungseinrichtungen. Für typische Office-Nutzung, Surfen im Netz oder die Wiedergabe von Full HD-Videos ist das Tablet mit seinem Atomprozessor allemal gerüstet. Der genügsame SoC legt zudem die Grundlage für die beachtliche Akkulaufzeit. Ein typischer Schul- oder Arbeitstag wird damit gut überbrückt.

Dank der optional erhältlichen Docking-Tastatur kann das 10,1-Zoll-Tablet unkompliziert in ein kompaktes Mini-Notebook verwandelt werden. Die Tastatur ist mit dem etwas schwammigen Tastenanschlag sicher nicht jedermans Geschmack, ein schnelles und treffsicheres Tippen ist damit aber allemal möglich. Bedauerlich ist vor allem der Verzicht auf einen Zweitakku in der Tastatur. Er hätte das Tablet definitiv zum Ausdauerspezialisten gemacht. Auch eine Tastenbeleuchtung ist immer gern gesehen, wäre in dieser Preisklasse dann aber doch eine Überraschung. Schon das Tastatur-Dock hat eine Schutzfunktion für das Tablet. In Kombination mit dem ebenfalls optionalen Protection Case wird das Venue 10 Pro 5055 dann endgültig zu einem gut geschützten Gerät, das auch einen weniger sorgsamen Umgang überstehen kann. 

Während Dell bei der Performance klare Grenzen setzt, kann das Tablet an anderer Stelle durchaus an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Das empfehlenswerte Full HD-Display überzeugt nicht nur mit einer angenessenen Pixel-Dichte und Blickwinkelstabilität, sondern auch mit guten Messergebnissen. Und wer das Tablet nicht nur per WLAN mit dem Internet verbinden möchte, kann auch eine LTE-Variante ordern. Das Update auf mobiles Breitbandinternet ist allerdings deutlich teurer als das Full HD-Update. Generell variiert das Preis-Leistungs-Verhältnis in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung. Besonders attraktiv ist die WLAN-Variante mit Full-HD-Display, die für 359 Euro angeboten wird. Die Einschätzung von Dells Preispolitik ist aktuell aber nur eingeschränkt möglich, weil die Preise für das optionale Zubehör noch nicht benannt werden. 

Das Venue 10 Pro 5055 konkurriert vor allem mit anderen robuster gestalteten Windows-Tablets. Eine performantere Lösung bietet Dell selbst mit dem Venue 11 Pro 7140 an. Das Core M-Tablet spielt aber in einer ganz anderen Preisklasse und kostet direkt bei Dell mindestens 669 Euro. Eine Docking-Tastatur ist in diesem Preis aber bereits inbegriffen. Noch mehr auf den Business-Einsatz zielt Lenovos ThinkPad 10. Das schlägt sich aber auch im Preis nieder, denn trotz "Bay Trail"-Hardware kostet das Büro-Tablet mindestens 549 Euro (ohne Tastatur). Zumindest für Privatnutzer ist auch Microsofts Surface 3 mit Type Cover eine verlockende Überlegung. Mit brandneuem Atom-SoC steigt die Performance und schicker als die Konkurrenz ist das 10,8-Zoll-Tablet mit Klappständer allemal. Wer es nicht nur in der Einstiegskonfiguration und ohne Zubehör ordert, landet aber preislich schnell im Ultrabook-Territorium. 

Solange keine rechenintensiven Anwendungen genutzt werden sollen, überzeugt das Dell Venue 10 Pro 5055 als grundsolides und wandelbares Windowstablet mit attraktivem Verkaufspreis.

Positive Aspekte des Dell Venue 10 Pro 5000 Serie (5055):

  • robust wirkendes 10,1-Zoll-Tablet
  • überzeugende Full HD-Option
  • lange Akkulaufzeit
  • LTE-Option
  • solides Tastaturdock, aktiver Stylus und Schutzhülle optional erhältlich

Negative Aspekte des Dell Venue 10 Pro 5000 Serie (5055):

  • vergleichsweise schwer und groß
  • magere Performance