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ASUS Transformer Pad TF103 im Test

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Seite 8: Fazit, Meinung, Alternativen

Mit dem Transformer Pad TF103 verfolgt ASUS das Ziel, ein Androidtablet inklusive Tastaturdock für unter 300 Euro anzubieten. Bei 279 Euro für die Kombi aus Tablet und Tastaturdock (W-LAN-Modell) darf man kein High-End-Tablet erwarten. Abstriche an der einen oder anderen Stelle sind kaum vermeidbar. Umso positiver fallen dann einige überraschende Stärken auf.

Was für viele Nutzer der größte Kritikpunkt sein dürfte, wird schon beim ersten Blick auf die Spezifikationen klar: Eine Displayauflöung von 1.280 x 800 Pixeln auf 10,1 Zoll wirkt einfach nicht mehr zeitgemäß. Gerade wer Geräte mit höherer Pixeldichte gewohnt ist, wird sich an die grobpixelige Darstellung des Transformer Pad TF103 erst gewöhnen müssen. Unsere Messungen attestieren dem Display dafür aber eine auffällig hohe maximale Helligkeit und einen guten Kontrast. Die zweite positive Überraschung gibt es bei der Performance. Der Quad-Core-Prozessor von Intel macht seine Arbeit sehr gut und sorgt gerade in den reinen Androidbenchmarks für Spitzenplatzierungen. Auch im Alltag wird der Nutzer vom Atom Z3745 nicht im Stich gelassen. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings die mäßige Akkulaufzeit. Schließlich kann ASUS auch mit einer aktuellen Androidversion (4.4) auftrumpfen.

Entscheidend für ein solches Hybridgerät ist aber vor allem, wie sehr das Tastaturdock und die Verwandlung vom Tablet zum Touch-Netbook überzeugen kann. ASUS profitiert hierbei von den Erfahrungen mit früheren Transformer-Geräten und hat erneut ein sehr funktionales Tastaturdock entwickelt. Das Andocken und Trennen der Tastatur geht kinderleicht und blitzschnell. Tastatur und Touchpad wurden zwar miniaturisiert, lassen sie sich aber überzeugend bedienen. Auf einen Zusatzakku im Tastaturdock hat ASUS diesmal allerdings (sicher aus Preisgründen) verzichtet. Damit wurde allerdings leider die Chance verspielt, statt einer mäßigen eine hervorragende Akkulaufzeit bieten zu können. Gleichzeitig leuchtet nicht ganz ein, warum das Tastaturdock trotzdem relativ schwer ist. Mit einem Gesamtgewicht von 1,1 kg sind Tablet und Tastaturdock schwerer als manches Ultrabook. Zumindest braucht man sich bei diesem Gewicht nicht um die Standsicherheit sorgen. 

Bei aller Kritik: Man darf nicht vergessen, zu welchem Preispunkt ASUS hier eine stimmige Kombi aus Tablet und praktischem Tastaturdock anbietet. Sicher kann man auch einfach reguläre Androidtablets mit einer Bluetooth-Tastatur kombinieren, eine solche Lösung ist aber keineswegs so elegant wie die Transformation, die von ASUS ermöglicht wird. Das Tastaturdock ist eben nicht nicht nur ein zusätzliches Eingabegerät, sondern gleichzeitig auch Standlösung für das Tablet und Displayschutz beim Transport. Eine interessante Zwischenlösung kommt von Lenovo in Form des Yoga Tablet 10 HD+. Dieses Tablet hat einen integrierten Standfuß und kann so einfacher gemeinsam mit einer Bluetooth-Tastatur genutzt werden als gewöhnliche Tablets. Im Vergleich mit dem ASUS-Tablet punktet der Verrenkungskünstler mit einer deutlich angenehmeren Displayauflösung, kann dafür aber bei der Performance nicht mithalten und ist wesentlich teurer (345 Euro ohne Tastatur).

Als Hybridgerät auf Androidbasis kann das Transformer Pad TF103 weitgehend überzeugen. Wer auf seinem Tablet doch einmal längere Texte schreibt, wird für die reale Tastatur dankbar sein und sich sowohl über die Performance als auch über die aktuelle Androidversion freuen. Kaufinteressenten sollten aber darüber nachdenken, ob sie sich mit der Displayauflösung zufriedengeben können. 

Positive Aspekte des Asus Transformer Pad TF103:

  • überzeugendes Tastaturdock (optional) sorgt für mehr Nutzwert
  • gute Performance
  • aktuelle Androidversion
  • Display hell und kontraststark 
  • microSD-Kartenleser, 3G optional

Negative Aspekte des Asus Transformer Pad TF103:

  • Displayauflösung, Pixeldichte
  • mäßige Akkulaufzeit
  • Kombi aus Tablet und Dock relativ schwer
  • Kameras
  • kein microHDMI (aber Miracast möglich)