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EVGA Tegra Note 7 im Test

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Seite 4: Multimedia, Kamera

Multimedia

Wer ein Tablet als Multimedia-Gerät bewirbt, muss für guten Ton sorgen. Das Tegra Note 7 ist hierfür mit Frontlautsprechern ausgestattet, die auf NVIDIAs PureAudio-Chip zurückgreifen können. Diese Lösung soll überdurchschnittliche Resultate liefern, im Test könnte vor allem die hohe Lautstärke überzeugen. In puncto Audio-Qualität liegt das Tegra Note 7 zwar vor den meisten Konkurrenten, insgesamt wünscht man sich jedoch eine stärkere Berücksichtigung von tiefen Frequenzen - obwohl es einen rückwärtigen Bass-Reflex-Port gibt. Das gewählte 16:10-Format unterstreicht den Anspruch, vor allem ein für den Medienkonsum vorgesehenes Gerät zu sein. Doch während Videos und Spiele von diesem Seitenverhältnis profitieren, leidet das Surfen im Internet in der Regel darunter.

Untypisch: Die guten Lautsprecher sind auf der Front platziert
Untypisch: Die guten Lautsprecher sind auf der Front platziert

Zum Bereich Multimedia zählen wir auch den mitgelieferten Stylus. Dessen technische Grundlagen haben wir bereits im Kapitel Display beschrieben. Der Umgang mit dem Eingabestift birgt keine Überraschungen und entspricht im Wesentlichen dem, was man von Samsungs Galaxy-Note-Reihe oder ASUS’ Fonepad Note kennt. In Android und Applikationen kann der Stylus, der über eine abgewinkelte Gummispitze verfügt, als Alternative zur Fingereingabe genutzt werden. Einen wirklichen Mehrwert bietet er jedoch erst im Zusammenspiel mit passenden Programmen. Dann lassen sich einfach Bildausschnitte markieren und mit Notizen versehen oder kurze Texte verfassen. Derartiges lässt sich problemlos verschicken - ebenfalls von anderen Tablets und Smartphones bekannt.

Der Stylus bietet einen Mehrwert
Der Stylus bietet einen Mehrwert

Kamera

In den Augen NVIDIAs ist aber nicht nur der Stylus ein Mehrwert des Tegra Note 7 und anderer Tablets auf gleicher Plattform, sondern auch die in den SoC integrierte Computational Photography Architecture Chimera. Diese erlaubt den permanenten Einsatz des HDR-Modus, der qualitativ hochwertigere und vor allem in puncto Beleuchtung sehr dynamische Aufnahmen erlauben soll. Anders als üblicherweise werden hierfür jedoch nicht mindestens zwei oder drei zeitversetzte Aufnahmen getätigt. Dank Chimera soll dieser Versatz entfallen, NVIDIA spricht hier von „Echtzeit-Erfassung“ aller notwendigen Daten. Aber die Technik soll noch mehr Vorteile bieten. Genannt werden hier ein einem markierten Objekt automatisch folgender Fokus sowie Zeitlupen-Videos.

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Während Chimera vielversprechend klingt, konnte uns die Umsetzung im Tegra Note 7 weniger überzeugen. Zurückzuführen ist dies vor allem auf den verbauten Sensor der Hauptkamera, der 5 Megapixel bietet. Im Zusammenspiel mit der Software erreicht dieser lediglich bei optimalen Lichtverhältnissen eine ausreichende Bild- und Video-Qualität. Schon bei bewölktem Himmel fallen Aufnahmen etwas zu dunkel aus, Farben können schnell blass wirken. Dafür werden auch feine Strukturen erfasst und aufgezeichnet. Bei Gegenlicht kommt es allerdings schnell zur Bildung von Artefakten und Bildrauschen, hier kann der HDR-Modus seine Stärken nicht ausspielen.