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Android und Digitizer - Toshibas Excite Write im Test

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Seite 8: Fazit, Meinung, Alternativen

Ein Androidtablet, das nicht nur High-End-Spezifikationen, sondern auch noch Eingaben per Stylus und per Tastaturcover - Toshibas Excite Write verspricht viel. Dabei sollte man sich nicht von dem etwas altbacken wirkenden Äußeren mit dem dicken Kunststoffgehäuse täuschen lassen, denn letztlich kommt es auf die inneren Werte an.

Und an denen gibt es beim Excite Write wenig auszusetzen. Die performante Hardware sorgt nicht nur für beachtliche Benchmarkergebnisse, sondern auch für eine hohe Performance im Alltag. Das extrem hochauflösende Display glänzt mit einer gestochen scharfen Darstellung und einer hohen Blickwinkelstabilität und kann auch mit soliden Messergebnissen überzeugen. Trotz der stromhungrigen Hardware wird zumindest eine befriedigende Akkulaufzeit erreicht. Und selbst bei den Kameras, den Lautsprechern und der Anschlussbestückung gibt sich das Excite Write keine Blöße. 

Wo es dann richtig auftrumpft, sind die Eingabemöglichkeiten. Es gibt Androidtablets wie die Samsungs Galaxy Note-Modelle, die mit Digitizer und Stylus ausgeliefert werden, und es gibt Tablets wie die Transformer Pads von ASUS mit passender Tastatur - ein Tablet mit beiden Eingabegeräten ist hingegen die Ausnahme. Potentiell spricht Toshiba sowohl die Nutzer an, die am Tablet längere Texte verfassen, als auch die Nutzer, die handschriftliche Notizen erstellen oder kreativ werden möchten. Beide Eingabegeräte sind gut gelungen. Das Tastaturcover ist ein vertrauenserweckender Schutz und eine solide Tastaturlösung, die Wacom-Technologie für den Stylus vielfach bewährt. Nur den Funktionsumfang der Notizapp TruNote kann man bemängeln. Samsung ist mit der Handschriften- und Formelerkennung in der S Note-App schlicht schon einen Schritt weiter. Ein weiterer, Software-bezogener Kritikpunkt wurde von Toshiba kurz nach Fertigstellung unseres Tests ausgeräumt. Kurz vorm Weihnachtsfest spendiert das Unternehmen sowohl dem Excite Write als auch dem Excite Pro ein Update auf Android 4.3.

Am Excite Write selbst gibt es also wenig auszusetzen. Ein Verkaufspreis von über 520 Euro kann für ein Androidtablet zwar nicht wirklich günstig erscheinen, ist bei genauerer Betrachtung aber nicht unangemessen. Das gut vergleichbare ASUS Transformer Pad (TF701T) ist nur etwa 20 Euro günstiger. Der Vergleich zwischen den beiden Tablets wurde schon im Test häufig gezogen, hier sollen sie aber noch einmal gegenübergestellt werden. Die Performance liegt wie erwartet auf einem ähnlich hohen Niveau. Identisch ist auch die die hohe Displayauflösung. Das Excite Write punktet allerdings mit der deutlich höheren Displayhelligkeit. Dafür wirkt das New Transformer Pad mit seinem Aluminiumgehäuse deutlich wertiger. Die entscheidenden Unterschiede gibt es aber bei den Eingabegeräten. Das Tastaturdock des ASUS-Tablets erscheint insgesamt etwas praktischer als Toshibas Tastaturcover. Es schützt zwar nicht die Tabletrückseite, ermöglicht aber eine flexible Wahl des Anstellwinkels und dient auch noch als Zweitakku. Auf einen Stylus müssen Käufer des TF701T aber verzichten.

Toshiba bietet mit dem Excite Write ein High-End-Tablet an. Doch weil ein schneller Prozessor und ein hochauflösendes Display nicht mehr ausreichen, um sich in der Androidwelt von der Konkurrenz abheben zu können, liegen dem Tablet gleich noch zwei überzeugende Eingabegeräte bei. Wird ein gut ausgestattetes 10,1-Zoll-Tablet mit Android, passendem Tastaturcover und Stylus gesucht, dann ist das Excite Write aktuell allemal eine Empfehlung wert.

Positive Aspekte des Toshiba Excite Write:

  • leistungsstarker Prozessor
  • hochauflösendes Display
  • Anschlussbestückung, microSD-Slot
  • Kamera, Lautsprecher
  • Digitizer/Stylus und Bluetooth-Tastaturcover

Negative Aspekte des Toshiba Excite Write:

  • vergleichsweise dick und schwer
  • keine Verstaumöglichkeit für den Stylus
  • Tastaturcover mit nur einem Anstellwinkel und separat zu ladendem Akku