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Test: Acer Iconia W510 - Atom-Tablet mit Windows 8

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Seite 5: Multimedia, Kamera, Performance und Akku

Multimedia

...ist mit dem Acer Iconia W510 kein Problem. Die verbaute Hardware ist ausreichend potent, um auch 1080p-Videos flüssig wiederzugeben. Da das Dock gleich auch als Tablethalterung dient, steht dem gemütlichen Filmgenuss wenig im Wege. Wer eine größere Bildschirmdiagonale bevorzugt, kann das Videosignal einfach über den microHDMI-Ausgang leiten und Filme z.B. am TV-Gerät wiedergeben. Den verbauten Lautsprechern sind natürlich physikalische Grenzen gesetzt. Trotz ihrer geringen Größe erreichen sie aber eine Wiedergabequalität, die zumindest für anspruchslosere Nutzungsszenarien ausreicht. Auch für die Soundwiedergabe kann alternativ auf ein externes Gerät wie einen Kopfhörer zurückgegriffen werden - schließlich gibt es den 3,5-mm-Klinkenausgang.

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Kamera

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Nominell lösen die beiden verbauten Kameras recht hoch auf. Die vordere Kameras bietet immerhin die Full HD-Auflösung und eine solide Videostreamqualität. Die rückseitige Kamera nimmt Filme ebenfalls mit bis zu 1080p auf, bei der Fotoaufnahme kann die Auflösung maximal 8 MP (im 4:3-Format) erreichen. Bei guten Lichtverhältnissen wird eine ordentliche Bildqualität erreicht, positiv fällt besonders die relativ natürliche Farbwiedergabe auf. Bei schlechteren Lichtverhältnissen versucht der LED-Blitz zu retten, was noch zu retten ist. 

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Performance und Akku

Ein Intel Atom-Prozessor ist natürlich kein hochgezüchtetes Core i-Modell. Auch wenn der verbaute Atom Z2760 dank seiner beiden 1,8 GHz schnellen Kerne und Hyper-Threading vier Threads gleichzeitig abarbeiten kann, sollte man keine zu hohen Erwartungen an seine Performance stellen. Windows 8 fährt zwar auch auf dem Acer-Tablet rasend schnell hoch, in der Praxis macht sich die geringe Rechenpower des Atom-Prozessors dann aber doch bemerkbar. Schon das parallele Nutzen von mehreren Standardprogrammen sorgt schnell für Stottern. Anspruchsvollere Anwendungen sollte man dem Tablet gleich gar nicht zumuten. Wenn man die ein oder andere Denkpause verkraften kann, lässt sich das Gerät aber zumindest problemlos zum Surfen, zur Medienwiedergabe, für Office-Anwendungen und ähnlich anspruchslose Szenarien nutzen.

Die Benchmarkergebnisse liegen für Tabletverhältnisse aber durchaus auf einem guten Niveau. In den beiden Javascript-Benchmarks Sunspider und Browsermark 2.0 werden mit 702,3 ms bzw. 2059 Punkten ein sehr gutes und ein solides Ergebnis erreicht. Dank der x86-Plattform und Windows 8 lassen sich aber auch Benchmarks ausführen, die dem PC-Nutzer vertrauter sind. Im altbekannten 3DMark03 kommt das Tablet auf 2023 Punkte. Im ersten Game-Test des 3Mark03 ("Wings of Fury") werden flüssige Frameraten erreicht, die anderen Tests ruckeln hingegen munter vor sich hin. Die PowerVR SGX 545-GPU des Atom-SoCs ist also weit entfernt davon, eine zeitgemäße 3D-Leistung zu bieten. Für tablet-typische, anspruchslose Gelegenheitsspiele ist sie jedoch ausreichend.

Nutzt man das Tablet mit seinem 27 Wh-Akku alleine, fällt die von Acer angegebene Akkulaufzeit mit 9 Stunden nur mittelprächtig aus. In Kombination mit dem ebenfalls 27 Wh großen Akku des Docks offenbart das Iconia W510 aber, dass es auch für die Langstreckennnutzung geeignet ist. Ganze 18 Stunden Videowiedergabe sind dann laut Acer möglich. Unser Praxiseindruck deutet darauf hin, dass diese Werte durchaus realistisch sind. Wir haben testweise ein Full HD-Video über W-LAN wiedergegeben, dabei war die Display-Helligkeit maximal hochgeregelt (und die automatische Helligkeitsregelung deaktiviert). Unter diesen anspruchsvollen Bedingungen hielt das Tablet mit angedocktem Zweitakku beachtliche 12 Stunden durch. Eine weniger intensive Nutzung ermöglicht eine deutlich längere Laufzeit.