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Test: Lenovo IdeaPad Yoga 11 - wandelbares Windows RT-Gerät

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Seite 5: Fazit, Meinung, Alternativen

Lenovo hat mit den Yoga-Geräten Mut und Innovationsgeist bewiesen. So einfach die Idee mit dem um 360 Grad aufklappbaren Display sein mag, so gut wurde sie umgesetzt. Die Scharniere sind so robust, dass sie auch intensives Hin- und Herwechseln zwischen den beiden Betriebsmodi verdauen dürften. Allerdings mussten wir während des Testzeitraums feststellen, dass wir das IdeaPad Yoga 11 doch überwiegend als Notebook genutzt haben. Auch das kleinere Yoga ist aus Sicht der Ergonomie kein ideales Tablet. Man sollte das Gerät also doch eher als kleines Windows RT-Notebook sehen, das zusätzlich gelegentlich als Tabletersatz genutzt werden kann.

Das IdeaPad Yoga 11 kommt als Windows RT-Gerät mit den Stärken, aber auch den Schwächen dieses Microsoft-Betriebssystems ins Haus. Windows 8-Nutzer werden begrüßen, dass ihnen Design und Handhabung vertraut sind. Die Beschränkung auf Apps aus dem Windows Store ist aber ein deutliches Manko gegenüber Windows 8-Geräten mit x86-Hardware. Die Situation für die Windows RT-Tablets wird zusätzlich dadurch erschwert, dass mittlerweile durchaus überzeugende Windows 8-Tablets verfügbar sind, die in einigen Fällen noch nicht einmal teurer sind.

Schaut man auf die Hardware, gibt es am Yoga 11 wenig auszusetzen. Das Display bietet zwar nur die Standardauflösung von 1366 x 768 Bildpunkten, bei einem 11-Zoll-Gerät ist das aber vertretbar. Dank IPS-Panel ist eine hohe Blickwinkelstabilität gewährleistet, die Farbdarstellung wirkt natürlich. Besonderen Wert scheint Lenovo auf die Eingabegeräte gelegt zu haben. Typischen Dockingtastaturen sind sowohl das Touchpad als auch die Tastatur des Lenovolösung deutlich überlegen. Hier kommt dem Yoga 11 aber auch die etwas größere Diagonale im Vergleich zu 10-Zoll-Tablets zugute, die einfach für mehr Platz sorgt. Das verbaute NVIDIA-SoC harmoniert gut mit Windows RT. Bei der Speicherbestückung geht Lenovo keine Kompromisse ein und bietet das Yoga 11 nicht mit 32, sondern nur mit 64 GB Flash-Speicher an. Dank des 2-in-1-Kartenlesers kann der Speicher bei Bedarf leicht erweitert werden. Die etwas dickere Basiseinheit des Yoga 11 ist die Grundlage dafür, dass nicht nur beim Kartenleser, sondern auch bei den USB-Ports und dem HDMI-Ausgang auf Micro-Varianten verzichtet werden konnte. Adapter können so eingespart und Geräte direkt mit dem Tablet/Notebookhybriden verbunden werden. 

Bei der Ausstattung ist am ehesten das Fehlen einer 3G/4G-Variante zu bemängeln. Im Vergleich zur Konkurrenz fällt auch auf, dass es keine hochauflösende Kamera gibt. Im Tablet-Modus würde sich eine rückseitige Kamera aber ohnehin nicht nutzen lassen.

Den Vergleich mit der Konkurrenz muss das IdeaPad Yoga 11 nicht scheuen. Von den Windows RT-Geräten ist es unserer Auffassung nach dasjenige, das ein Note- bzw. Netbook am besten ersetzen kann. Wer hingegen auf der Suche nach einem Gerät ist, das vor allem als Tablet genutzt wird, sollte sich aber doch eher nach einem anderen Modell umsehen. Mit einem Verkaufspreis von 600 Euro ist das Lenovo-Gerät in der Windows RT-Welt preislich konkurrenzfähig. Sowohl das ASUS VivoTab RT als auch das Dell XPS 10 kosten mit Tastaturdock und 64 GB Speicher mehr. Gefährlich werden dem Yoga 11 dann eher Windows 8-Geräte wie z.B. das Acer Iconia W510. Dank des ungewöhnlichen Konzepts sichert sich das Hybrid-Gerät von Lenovo aber auf jeden Fall eine Marktnische.

Lenovo hat mit dem IdeaPad Yoga 11 ein Windows RT-Gerät geschaffen, das aus der Reihe fällt. Als Tablet konnte uns das Yoga 11 nicht ganz überzeugen. Als kompaktes Notebook mit der Option zum Tabletbetrieb ist es ein deutlich gelungeneres Produkt, das besonders durch lange Akkulaufzeit punktet. Die Limitierungen von Windows RT lassen allerdings den Wunsch aufkommen, dass Lenovo noch ein Yoga 11 mit x86-Hardware und Windows 8 nachlegen möge. 

Positive Aspekte des Lenovo IdeaPad Yoga 11:

  • gelungene Umfaltlösung für das Display
  • robustes und hochwertiges Gehäuse
  • gute Eingabegeräte
  • Akkulaufzeit
  • blickwinkelstabiles Display (IPS-Panel)
  • Anschlussmöglichkeiten (zwei reguläre USB-Ports, HDMI, SD/MMC-Kartenleser)

Negative Aspekte des Lenovo IdeaPad Yoga 11:

  • für Tableteinsatz etwas schwer und unhandlich
  • keine hochauflösende Kamera
  • keine 3G/4G-Option
 

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Kommentare (5)

#1
Registriert seit: 26.08.2012

Matrose
Beiträge: 21
klingt doch ganz interessant! :)
#2
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Registriert seit: 18.10.2011
Golf von Oman
Banned
Beiträge: 1057
so wie das mit dem Display gelöst wurde ist es schlecht
#3
customavatars/avatar143381_1.gif
Registriert seit: 11.11.2010

Hauptgefreiter
Beiträge: 217
Wieso? Mal wieder so ein unqualifizierter Beitrag ohne Begründung...

Ich finde, dass das eine deutlich schönere Lösung ist, als so eine wackelige Verbindung an der Dockingtastatur. Dadurch ist es halt kein reines Tablet, sondern eher ein Netbook, das man auch als Tablet nutzen kann. Für mich ein durchaus interessantes Gerät.

Mal wieder ein sehr schöner Test!
#4
customavatars/avatar42587_1.gif
Registriert seit: 06.07.2006
Bayern
Flottillenadmiral
Beiträge: 5658
Mich würde interessieren, woher das Gewicht kommt, immerhin gibt es sogar leichtere Ultrabook-Tabletts; Das Vaio-DUO ist ja auch bei 1,2kg, und das mit Core-i-Technik und größerem Display.

@hwluxx-Team: Ist eure Bewertung des Windows-Stores immer noch dieselbe wie vor 5 Monaten?
#5
customavatars/avatar15872_1.gif
Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3663
@B.XP: Laut Microsoft ist das App-Angebot deutlich gewachsen, wirklich überzeugend habe ich es bei meinem letzten Blick in den Store aber noch nicht gefunden.
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