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Test: Dell XPS 10 - noch ein Windows RT-Tablet mit Tastaturdock - Fazit

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Seite 9: Fazit

Das Dell XPS 10 ist das dritte von uns getestete Windows RT-Tablet. Wie bei den Konkurrenzmodellen von ASUS und Microsoft gilt auch für das Dell-Modell: An der Hardware selbst gibt es wenig auszusetzen, aber Windows RT ist Fluch und Segen zugleich. Bevor wir konkret auf das XPS 10 eingehen, wollen wir deshalb noch einmal kurz unseren Eindruck von Microsofts ARM-Betriebssystem zusammenfassen.

Windows RT lässt sich praktisch wie Windows 8 bedienen. So gibt es neben der Modern UI auch eine Desktop-Ansicht. Hinter der Fassade unterscheiden sich beide Betriebssysteme aber deutlich. Für Anwender wird das vor allem bei der Beschränkung auf Apps aus dem Windows Store deutlich. Normale x86-Anwendungen lassen sich unter Windows RT nicht ausführen. Das App-Angebot nimmt zwar zu, liegt aber noch lange nicht auf einem Level mit dem der Konkurrenz. Gegenüber Windows 8 ist das eine massive Einschränkung. Dass es ein Windows für ARM-Hardware gibt, hat aber auch einen großen Vorteil: Diese sparsame Hardware ermöglicht beeindruckende Akkulaufzeiten.

Und damit kommen wir auch zurück zum XPS 10. Die Akkulaufzeit ist auch bei diesem Windows RT-Tablet einer der großen Pluspunkte. Über 12 Stunden Videowiedergabe mit einer Akkuladung (bei Nutzung von Tablet- und Dock-Akku) sind beachtlich und lassen x86-Geräte schlecht aussehen. Hier macht sich wie beim VivoTab RT der zusätzliche Akku im Dock bezahlt. Dieses Dock ist auch sonst bemerkenswert. Die Eingabegeräte überzeugen rundum, die zusätzlichen Anschlüsse fallen ebenfalls positiv auf.

Das Tablet selbst bietet gute Standardkost. Dell setzt anders als ASUS und Microsoft auf den Snapdragon S4 von Qualcomm. In der Praxis konnten wir aber keinen spürbaren Unterschied zu den Tegra 3-Tablets feststellen. Bei der Displayauflösung gibt es ebenfalls keine Unterschiede. Das Gehäuse des XPS 10 besteht zwar aus Kunststoff, macht aber einen robusten und durchaus hochwertigen Eindruck.

Wie schon beim VivoTab RT müssen wie auch beim Dell XPS 10 die Preisgestaltung bedauern. Das Tablet allein ist noch vergleichsweise günstig. Der Aufpreis für das empfehlenswerte Dock katapultiert das Gerät aber in Dimensionen, die den Verkaufserfolg des Geräts gefährden. Für rund 650 Euro gibt es schließlich ordentliche, vollwertige Windows 8-Notebooks. Damit dürfte das XPS 10 nur dann interessant sein, wenn ein kompaktes und leichtgewichtiges Hybrid-Gerät mit langer Laufzeit gesucht wird und die Einschränkungen von Windows RT hingenommen werden können.

Mit dem XPS 10 kann Dell ein stimmiges Windows RT-Tablet anbieten. Es gibt zwar viele Parallelen zum schon länger erhältlichen VivoTab RT von ASUS, aber gerade beim Design beschreitet Dell ganz eigene Wege. Wer an einem Windows RT-Tablet interessiert ist, erhält mit dem XPS 10 ein Gerät, das sich vor der (überschaubaren) Konkurrenz nicht zu verstecken braucht - wirklich absetzen kann es sich aber auch nicht.

Positive Aspekte des Dell XPS 10:

  • Tastatur-Dock ermöglicht produktive Nutzung, überzeugende Eingabegeräte
  • Anschlussbestückung, Speichererweiterung per microSD-Kartenleser
  • leistungsstarke ARM-Hardware
  • beachtliche Akkulaufzeit mit zusätzlichem Dock-Akku

Negative Aspekte des Dell XPS 10:

  • wegen Windows RT auf Apps angewiesen, Windows Store noch im Aufbau
  • Ladezeiten der Apps
  • Akku-Management bei Nutzung des Docks