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Test: Dell XPS 10 - noch ein Windows RT-Tablet mit Tastaturdock - Windows RT

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Seite 8: Windows RT

Von den Android-Tablets ist man unterschiedlichste Benutzeroberflächen gewohnt. Bei den Windows RT-Geräten gibt es diese Vielfalt nicht. Wir haben deshalb für diesen Abschnitt zu Windows RT und dem vorinstallierten Office RT auf unseren Test vom ASUS VivoTab RT zurückgegriffen. 

Microsoft löst sich mit Windows RT aus der Abhängigkeit von x86-Prozessoren. Gerade für den Tablet-Einsatz sind die x86-Alternativen überschaubar. Intel deckt das Segment derzeit mit dem Atom Z2760 ab, eine AMD-Alternative lässt noch auf sich warten. Windows RT ähnelt sehr dem regulären Windows 8. Wer Microsofts neustes Betriebssystem vom Desktop-PC oder Notebook kennt, wird sich auf einem Windows RT-Gerät gleich heimisch fühlen.

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Typisch ist der Kachel-Look des neuen Startbildschirms. Auf dem Tablet zahlen sich die großflächigen Kacheln aus, denn für die Touch-Bedienung eignen sie sich gut. Zur Bedienung dienen diverse Gesten: Ein Wischen von rechts öffnet die Charm Bar, die Basis-Funktionen und -Informationen einblendet (unter anderem Suche, Einstellungen, Uhrzeit, W-LAN-Status, Akkukapazität). Ein Wischen von links ermöglicht den Zugriff auf die zuletzt genutzten Apps. Ein Wischen von unten blendet einen Balken mit zusätzlichen Optionen für die jeweilige App ein. Mit einem großzügigen Wischen von oben nach unten kann man schließlich die geöffnete App schließen.

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Auch Windows RT hat wie Windows 8 zwei Gesichter. Neben dem neuen GUI gibt es tatsächlich auch noch den guten alten Desktop. Und nicht nur den Desktop findet man wieder, sondern auch den klassischen Arbeitsplatz oder auch die altbekannte Systemsteuerung. Auch wer von Windows 7 oder älter auf Windows RT umsteigt, darf sich also darüber freuen, dass ihm dieses Betriebssystem nicht ganz fremd vorkommt. Für die Touch-Bedienung ist das klassische GUI natürlich weniger geeignet - aber es gibt ja noch das Tastaturdock.

Wer beim Anblick des Desktops frohlockt und denkt, dass er vorhandene Windows-Programme einfach auf dem Windows RT-Gerät nutzen kann, wird allerdings bitter enttäuscht. Das ARM-Windows setzt ganz auf Apps, die über den Windows Store bezogen werden müssen. Das ist ganz klar das größte Handicap von Windows RT. Der bisher alles andere als prall gefüllte Windows Store macht die Situation nicht besser.

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Eine kleine Entschädigung bietet Microsoft immerhin mit Office 2013 RT, das auf Windows RT-Geräten vorinstalliert ist. Es sieht aus wie ein normales Office 2013 und umfasst Word, Excel, PowerPoint und OneNote. Einige erweiterte Funktionen wurden gestrichen, aber in der Praxis dürfte das nur selten stören. Für den produktiven Einsatz ist Office 2013 RT jedenfalls ein enormer Pluspunkt, der Windows RT (derzeit) deutlich von den konkurrierenden Tablet-Betriebssystemen absetzt.

Wie sich Windows RT in der Praxis schlägt, haben wir in einem Video festgehalten (das Video war bereits in den Test des Surface RT eingebunden):