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Nokia N95 8GB: Der finnische Alleskönner

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Seite 3: Ausstattung und Telefonieren

Ausstattung: Der finnische Alleskönner

Während das iPhone in puncto Design und Usability klar die Nase vorn hat, kann das N95 8GB vor allem mit seiner Ausstattung punkten, denn das Nokia-Gerät präsentiert sich als multimedialer Alleskönner: Zwei Kameras, Fotos mit einer Auflösung von fünf Megapixeln, UMTS und GPS sprechen hier eine eindeutige Sprache. Auf der Rückseite ist das N95 kaum von einer handelsüblichen Digitalkamera zu unterscheiden - Autofokus, Carl Zeiss-Optik und integriertes Blitzlicht tragen ihren Teil dazu bei. Die Qualität der Fotos kann sich dabei mehr als sehen lassen und auch die Videoqualität ist nicht ohne. Letztere eignet sich zwar nicht für ein Home-Video taugt aber alle Mal für einen kurzen Video-Mitschnitt. Bilder können dabei direkt aus dem Handy an einen Blog oder einen Fotodienst wie Flickr gesendet werden. Mittels beiliegendem Videokabel kann man sich die aufgenommenen Filmchen auf dem heimischen Fernseher ansehen.

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Videos aufzunehmen ist zwar eine Sache, Selbige anzuschauen, ist aber etwas ganz Anderes. Dank des 2,8 Zoll großen Displays und der hohen Auflösung taugt das N95 durchaus als Wiedergabegerät für eine „einsame Zugfahrt“. Die Bedienelemente zur Steuerung der entsprechenden Funktionen verstecken sich im Slider-Mechanismus und lassen sich an der Oberkante des Gehäuses freilegen. Im Gegensatz zum iPhone wirkt das Ganze zwar nicht so elegant, wie die Bedienung mittels Touchscreen, dennoch erfüllt das Ganze seinen Zweck und wird dem ein oder anderen User sicherlich mehr liegen.

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Die Audio-Fähigkeiten des N95 8GB sind nicht zu verachten. Die Klangqualität ist gut und kann alle Mal mit handelsüblichen MP3-Playern mithalten. Positiv ist uns aufgefallen, dass bei einem eingehenden Anruf der Player angehalten wird und nach dem Auflegen automatisch wieder startet. Ebenfalls berücksichtigt werden „Spielkinder“, denn Nokia stattet sein Handy zum einen mit zwei Demospielen (FIFA 07 und Asphalt 3) und dem Zugang zur hauseigenen N-Gage-Plattform aus. Die mitgelieferten „Games“ können sich durchaus sehen lassen und bieten kurzweiligen Spaß für zwischendurch.

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Office-Funktionen wurden ebenfalls implementiert, so finden sich im N95 8GB nicht nur eine dynamische Kontaktdatenbank sowie Terminverwaltung, sondern auch ein Notizblock und Aufgabenplaner. Damit nicht genug lassen sich Word-, Excel-, PowerPoint- und PDF-Dokumente anschauen – eine Bearbeitung ist hingegen nicht möglich. Auch die E-Mail-Integration ist nicht ohne, dank des intelligenten E-Mail-Client lassen sich SMTP-, IMAP4- und POP3-Konten einfach nutzen. Zwar präsentiert sich die Nokia-Lösung nicht ganz so intuitiv und intelligent wie Apples Integration im iPhone, dennoch kann sie sich sehen lassen. Ebenfalls löblich ist die HSDPA-Anbindung mit einer maximalen Geschwindigkeit von bis zu 3,6 MBit/s. Die Synchronisation mit dem PC läuft bei Nokia über die Installation einer eigens entwickelten Software, die dem Handy beiliegt.

Telefonfunktion und mehr...

Bei den Telefonfunktionen setzt Nokia auf die bereits vom N95 bekannte Technik. Das Quadband-Handy verfügt über eine komfortable Adressverwaltung, praktische Ruflisten und eine Aufzeichnungsfunktion für Telefongespräche. Auch Sprachwahl und Push-to-Talk fehlen nicht. Bei der Speicherung von Kontakten können individuelle Klingeltöne, kleine Fotos und empfangene Visitenkarten gespeichert werden. Bei der Anrufqualität gibt es nichts zu meckern. Das N95 8GB erzielt gute Ergebnisse und hatte nur geringe Störgeräusche.

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Über Speicher satt können sich Besitzer des N95 freuen, welches Werk ab über 8 Gigabyte verfügt - wobei dies nicht ganz der Wahrheit entspricht, da es eigentlich nur 6,525 GB sind. Die fehlenden Megabyte werden zum einem von der Software auf dem Gerät belegt und zum anderen von dem Film „Spiderman 3“, welcher rund 815 MB Platz einnimmt. Auf einen Speicherkarten-Slot verzichtet Nokia bei dem Gerät leider gänzlich – in Anbetracht der Funktionsfülle ist das mehr als schade, bringen doch bereits MP3-Player der 50-Euro-Klasse entsprechende Erweiterungsslots mit. An weiteren Schnittstellen kommen Infrarot, Bluetooth 2.0 und USB zum Einsatz.

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Ebenfalls sehr gelungen ist der eingebaute GPS-Empfänger der mittels der Nokia-eigenen Software zum Navigationsgerät mutiert. Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und die Schweiz ist bereits ab Werk vorinstalliert. Wer darüberhinaus noch mehr Karten oder Reiseführerfunktionen benötigt, kann diese kostenpflichtig herunterladen. Während unseres Tests funktionierte die Navigation fehlerfrei, flott und präzise.

Fazit: Alleskönner der alten Schule

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Mit dem N95 8GB ist Nokia ein Handy der Spitzenklasse gelungen, welches seinen Preis von 539 Euro (ohne Vertrag) ohne jeden Zweifel Wert ist. Da das N95 im Gegensatz zum iPhone nicht an einen bestimmte Netzbetreiber gebunden ist, kann man sich seinen Provider frei aussuchen und ist bei der Tarif-Gestaltung nicht an die Vorgaben eines einzelnen Mobilfunkbetreibers gebunden. Dank seiner üppigen Ausstattung (UMTS, WLAN, GPS) und seinen hervorragenden Multimediafähigkeiten (Foto, Video und Musik) lässt das N95 kaum Wünsche offen. Würde man das iPhone - trotz seiner vorhandenen Schwächen, wie den fehlenden Hardkeys, der wenig umfangreichen Ausstattung oder der kurzen Akkulaufzeit - nicht kennen, so würde das Mobiltelefon der Finnen konkurrenzlos die Spitzenposition innehaben. Wer aber einmal das Handy aus Cupertino in den Händen hatte und nur wenige Minuten mit der intuitiven Multi-Touch-Steuerung herumspielen konnte, der will nicht mehr zurück. Somit liegt es letztendlich im Auge des Betrachters, welches Konzept er bevorzugt: Entweder die „Eierlegende Wollmilchsau“ aus Finnland, die in puncto Ausstattung keine Wünsche offen lässt oder das Designerhandy aus Cupertino.

Positive Aspekte des Nokia N95:

  • Multimedia-Fähigkeiten
  • 2,8 Zoll großes Display
  • UMTS/HSDPA Integration
  • GPS und Navigation

Negative Aspekte des Nokia N95:

  • Teilweise umständliche Menüführung
  • User-Interface wirkt im Vergleich zum iPhone betagt

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