MIPS Moviestation - VerbauteHardware

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Seite 3: Verbaute Hardware

MIPS setzt bei der Moviestation Pro auf ein MSI-Motherboard, welches auf ATIs RS480-Chipsatz aufbaut. Für einen HTPC hat das Micro-ATX-Motherboard den unschätzbaren Vorteil, dass es über einen passiven Chipsatzkühler verfügt. Die meisten Sockel-939-Motherboards verfügen über aktive Northbridge-Kühler, die automatisch Lärm erzeugen. Der ATI-Chipsatz ist zwar nicht die Nummer 1 im Athlon 64-Bereich, aber trotzdem ausreichend schnell für einen HTPC.

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Als Prozessor verwendet die Moviestation Pro einen Athlon64 3200+ für den Sockel-939. Der Prozssor ist momentan allen Anforderungen problemlos gewachsen. Für die reine Multimediawiedergabe und gelegentliches Spielen besitzt der Prozessor noch genügend Reserven für die Zukunft. Besonders nützlich für einen HTPC ist Cool & Quiet interessant, welches den Prozessor heruntertaktet, wenn nicht die volle Leistung gebraucht wird. Dieses Feature ist gerade in einem HTPC besonders nützlich, da für die einfache Multimediawiedergabe selten die volle Leistung benötigt wird. Auf diese Weise spart man Stromkosten und der Prozessor lässt sich zusätzlich besser und leiser kühlen.

Als Arbeitsspeicher kommen 2 x 512MB Module der Marke Twinmos zum Einsatz. Dank dem Einsatz von zwei Modulen kann der Sockel-939 seinen Dual-Channel-Vorteil voll ausspielen. Der Arbeitsspeicher läuft mit seinen SPD-Werten von 2,5-3-3. Wie man anhand unserer Sandra-Messungen sehen kann, ist die Kombination aus Motherboard, Prozessor und Arbeitsspeicher sehr gut gewählt.

Das MSI-Motherboard besitzt einen PCI-Express-Steckplatz und drei weitere PCI-Steckplätze. Da in der Moviestation Pro bereits zwei PCI-Steckkarten verbaut sind, steht dem Käufer noch ein weiterer PCI-Steckplatz für Aufrüstungen zur Verfügung. So kann man zum Beispiel noch eine hochwertige Soundkarte nachrüsten.

Das Motherboard besitzt vier nativ angebundene SATA-Anschlüsse, es könnten also theoretisch noch drei Festplatten nachgerüstet werden. Dies ist aber wie bereits geschrieben nur ein theoretischer Wert, da das Gehäuse nur noch Platz für eine weitere Festplatz besitzt.

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Die verbaute Festplatte stammt von Samsung und stellt 160 GB Speicherplatz zur Verfügung. Sie Samsung Platte zeichnet sich besonders durch das besonders leise Betriebsgeräusch aus. Selbst zugriffe sind bei der Festplatte kaum wahrnehmbar. Wem 160 GB nicht reichen kann die Moviestation Pro auch mit Festplatten der Größe 200 GB oder 250 GB oder einer zweiten Festplatte ordern. Es stehen einem also quasi alle Möglichkeiten offen, um eine großes Medianarchiv auf der Festplatte anzulegen.

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Auf der ATX-Blende findet man alle relevanten Anschlüsse die man braucht. Das Board besitzt ingesamt vier USB 2.0 und einen FireWire-Anschlüsse. Auch über Onboard-Sound verfügt das MSI-Motherboard. Die Moviestation Pro ist von Haus aus für eine optimale Klangwiedergabe über den coaxialen Digitalausgang konfiguriert. Da die Moviestation Pro als ein DVD-Player-Ersatz oder -Ergänzung gedacht ist, ist dies auf jeden Fall die beste Lösung. Ein mäßiger Onboard-Sound fällt dann nicht ins Gewicht, da die Medien sowieso digital ausgegeben werden.

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Die verbaute W-LAN-Karte stammt von Neatgear und ist das aktuelle Spitzenmodell der Firma. Bei einer entsprechenden W-LAN-Infrastruktur sind hier Übertragungsraten von bis zu 108 MBit/s möglich. Die Integration einer W-Lan-Karte in einen solchen Rechner ist auf jeden Fall ratsam, da ein HTPC meist abseits des Haus-Netzwerks zu finden ist. Mit der W-LAN Karte und einem entsprechenden W-LAN-Router kann man den PC so ganz einfach in das Netzwerk integrieren. Dies kann zum Beispiel ein Vorteil sein, wenn über den angeschlossenen Beamer die letzten Urlaubsbilder zeigen möchte, die man zuvor am Arbeits-PC bearbeitet hat.

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In unserem Testsystem befand sich zum Zeitpunkt des Fotos noch eine passiv gekühlte ATI Radeon X300. In der Zwischenzeit hat Mips-Computer die Moviestation Pro allerdings noch einmal aufgewertet und setzt mittlerweile eine ebenfalls passiv gekühlte GeForce 6600 ein. Die neue Grafikkarte wertet den PC natürlich noch einmal ein ganzes Stück auf. So kann man die Moviestation Pro zusätzlich noch als Spielkonsole verwenden.

Ein großer Pluspunkt der Grafikkarte ist natürlich die passive Kühlung, die die einzige logische Alternative in einem Rechner wie der Moviestation Pro darstellt. Dank dem Einsatz einer solchen Grafikkarte bleibt der Rechner weiterhin so gut wie unhörbar, die Leistung leidet darunter aber nicht.

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Als TV-Karte kommt die Hauupauge PVR150 in der Media-Center-Edition zum Einsatz. Diese wurde speziell für die Windows-Media-Center-Edition entwickelt und stellt somit die beste Lösung für die Moviestation Pro dar. Die Media-Center-Edition zeichnet sich dadurch aus, dass es mit der Karte ohne Probleme möglich ist, ohne vorherige Konfiguration die Punkte "MyTV" und "MyRadio" der Media-Center-Edition zu verwenden. Um den Punkt "MyRadio" zu realisieren, besitzt die Karte im Unterschied zur Non-Media-Center-Edition einen integrierten Radio-Tuner. Durch den integrierten MPEG2-Encoder ist die Hauppauge-Karte Time-Shifting fähig. Ein weiterer Pluspunkte des MPEG2-Encoders ist die Entlastung des Prozessors während der Aufnahme. Einen ausführlichen Test der Non-Media-Center-Edition der Hauppauge PVR150 ist unter diesem Link zu finden.

 

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MIPS liefert bei der Moviestation Pro gleich drei Fernbedienungen mit. Eine gehört zur Windows-Media-Center-Edition. Die Fernbedienung liegt sehr gut in der Hand und erleichtert die Bedienung der Sonderform von Windows XP ungemein. Wenn man einmal das Mediacenter Plug-In gestartet hat, braucht man keine Maus und Tastatur mehr. Dies ist ein weiterer Punkt, der die Bedienung im Wohnzimmer erleichtert.

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Die zweite Fernbedienung sieht der Micorsoft-Fernbedienung sehr ähnlich, gehört aber zum Gehäuse. Die dritte Fernbedienung im Bunde ist sehr klein und liegt daher nicht wirklich gut in der Hand. Dies ist aber nicht weiter schlimm, da die Fernbedienung nur für die Konfiguration des Gehäuse-Displays benötigt wird. Mit ihr lassen sich die Standard Einstellungen für das Display vornehmen. Ist dieses einmal konfiguriert, kann man diese Fernbedienung getrost in die Ecke legen und fortan die anderen Fernbedienungen verwenden.

Nachdem wir uns ausführlich mit der verbauten Hardware und dem Zubehör beschäftigt haben, kommen wir auf der nächsten Seite zu unserem Praxistest und einem Blick auf die Windows-Media-Center-Edition.