TwinMOS MMD318S

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Seite 2: Technische Spezifikationen

Bei der aktuellen Marktvielfalt ist kein MP3-Player mit einem anderen vergleichbar. Manche setzen noch auf CDs als Speicher, andere wiederum auf 2,5-Zoll-Festplatten und wieder andere eben auf den bewährten und schock-resistenten Flashspeicher. Das von uns begutachtete Modell des MMD318S kann auf 512 MB Speicherkapazität zurückgreifen - Modelle mit 256 MB sowie mit 1.024 MB werden ebenfalls ab dem 20. Juni 2005 im Handel verfügbar sein.

 

Kompakt ist der Player von TwinMOS in diesem Fall garantiert. Verglichen mit einer Compact-Flash-Speicherkarte kann sich das Gerät sehen lassen - lediglich ein paar Millimeter tiefer und länger ist der MMD318S - von der Breite her ist er mit einer solchen Flashspeicherkarte nahezu identisch. Auch der Vergleich mit einem 50-Cent-Stück und einem handelsüblichen AA-Akku zeigt, wie kompakt der Player ist und dass er damit ohne jegliche Probleme in jede noch so überfüllte Hand- oder Jackentasche passt. Auch am Gewicht gemessen ist der MMD318S ein angenehmer Wegbegleiter - ob man nun vier 50-Cent-Stücke in der Tasche hat oder diesen Player - einen massetechnischen Unterschied wird man nicht finden.

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In Bezug auf die Speicherkapazitäten ist TwinMOS sehr variabel, Modelle mit 128 MB bis hin zu einem Gigabyte werden ab Juni zu haben sein. Auch preislich bewegt man sich trotz des edlen Designs im Rahmen der Möglichkeiten - 69 Euro für das 256-MB-Modell, 89 Euro unser Testmodell mit 512 MB sowie 129 Euro für das Spitzenmodell mit 1.024 MB Speicherplatz. Für diesen Preis ist dann auch in allen Ausführungen ein dreifarbiges OLED-Display integriert, auf dem der aktuelle Status des Gerätes sowie die ID3 Tags wiedergegeben werden können.

Stichwort Batterie - oder in diesem Falle eher Akku. Der kleine Musikspieler wird mittels eines 300 mAH starken Lithium-Ionen-Kraftwerks am Laufen gehalten. Der Akku ist vorinstalliert und nicht wechselbar, da er im inneren des Players fest verbaut wurde. Ob Vor- oder Nachteil, darüber kann man sich streiten. Dieser Akku ist sicherlich leichter und platzsparender als ein auswechselbarer, hat aber den Nachteil, dass man ihn nicht überall und zu jeder Zeit wieder aufladen kann. Um den leeren Akku wieder mit Strom zu versorgen, muss man den Player mittels des USB-Kabels an einen Rechner anschließen und schon wird der Akku aufgeladen. Problematisch könnte es aber beispielsweise im Urlaub werden, wenn man kein Notebook mit auf Reisen nehmen möchte. Die Ausdauer an sich ist, zumindest von den Herstellerangaben ausgehen, in Ordnung. Circa 6 Stunden lang soll man Musik mit einer Akkuladung genießen können. Ein kleiner Praxistest wird uns später noch zeigen, ob dieser Wert hält, was er verspricht.

Die Wiedergabeformate scheinen auf den ersten Blick sehr vielschichtig zu sein, sind letztlich aber nur Herstellerspezifikationen, die in der Praxis sicher kaum eine Rolle spielen dürften. Wichtig ist den meisten wohl nur, dass MP3- und WMA-Dateien auf dem Gerät abspielbar sind. Sofern die Titel über entsprechende Dateinamen verfügen, zeigt der Player auch ohne Probleme mittels des entsprechenden ID3 Tags den Titel und den Interpreten des Musikstücks an, das gerade abgespielt wird. Problemlos kann der MMD318S auch als mobiler Datenspeicher für Dokumente genutzt werden, um die beispielsweise vom Büro mit nach Hause zu nehmen oder umgekehrt.

Eine weitere Funktion des MMD318S ist die Sprachaufzeichnung - demnach kann das Gerät auch als Mini-Diktiergerät eingesetzt werden, um zum Beispiel wichtige Memos aufzunehmen. Je nach Qualität der Aufzeichungen können die 512 MB Speicher unterschiedlich ergiebig für verschieden lange Sprachaufnahmen genutzt werden. Um noch einmal kurz auf die Namensgebung einzugehen: Im Test haben wir an dieser Stelle den MMD318S - des weiteren wird ein Modell MMD318T angeboten, das zusätzlich zu den genannten Funktionen auch noch über einen FM-Tuner verfügt. Mit dem 318T ist es also zusätzlich möglich, neben selbstgespeicherten Musikdateien auch Radio zu empfangen.

Um den MMD318S am Computer zu betreiben, muss man nicht zwangsläufig ein High-End-System zur Verfügung haben. Ein einfach Rechner mit mindestens 233 MHz und einem Microsoft Windows 98 SE, 2000, Me oder XP ist ausreichend. Um die Verbindung herzustellen, muss außerdem eine USB-Schnittstelle vorhanden sein, wobei auch USB 1.1 nutzbar ist, da die USB-2.0--Schnittstelle des 318S vollständig abwärtskompatibel arbeiten kann. Sobald man den Player via Hot Plug&Play, also im laufenden Betrieb, angeschlossen hat, wird gleichzeitig der integrierte Akku über den Gleichstrom der Schnittstelle regeneriert.

Bisher gab es keinen wirklichem Mangel am MMD318S zu beanstanden, hoffen wir, dass dies so bleibt, wenn wir uns auf der nächsten Seite das äußere Erscheinungsbild, die Verarbeitung und die Bedienung des TwinMOS MMD318S genauer anschauen werden.