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Test: Nintendo 3DS - Mit der Handheld-Konsole in die dritte Dimension

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Seite 6: Pilotwings Resort im Kurztest

Eines der ersten Spiele das für den Nintendo 3DS verfügbar ist, ist Pilotwings, welches bereits im Jahr 1990 den Verkaufsstart des SNES und im Jahr 1996 den Verkaufsstart des N64 begleitete. Seht euch unser kleines Test-Video an um einige Impressionen aus dem Spiel zu gewinnen.

 

Wer Pilotwings bereits von den Vorgängern kennt, dem fällt auf, dass Nintendo im Vergleich zu den früheren Teilen seiner Linie treu bleibt und das Gameplay nicht verändert hat. Der Spieler kann nur im Missionsmodus sowie im Freiflugmodus sein fliegerisches Können unter Beweis stellen. Dabei hat man zu Beginn die Wahl zwischen drei verschiedenen Luftfahrzeugen: dem Flugzeug, dem Raketengurt und dem Hängegleiter. Die Insel, auf der sich das Ganze abspielt dürfte einigen Wii-Usern bekannt sein, denn es ist Wuhu Island welche bereits in Wii Sports Resort zum Einsatz kam.

Doch werfen wir einen Blick auf die unterschiedlichen Modi:

Im Missionsmodus muss der Spieler in den Schwierigkeitsgraden von Bronze bis hin zu Platin in allen drei Fahrzeugen erst zwei Missionen je Gefährt, in den höheren Schwierigkeitsgraden dann bis zu drei Missionen je Gefährt absolvieren. Während man am Anfang noch einfache Rundflüge rund um die Insel macht, muss man später durch Punkteringe fliegen, Zielscheiben im Flug abschießen, Temposcheiben in einem bestimmten Tempo durchfliegen, Ballons abschießen, Fotos von Sehenswürdigkeiten machen, bis hin zu Feuer aus einem mit Wasser beladenen Flugzeug löschen zu müssen. Um das Ganze noch etwas schwieriger zu gestalten, muss die Mission in einer bestimmten Zeit erledigt werden. Hat man nach bestem Wissen und Gewissen die Mission zu Ende gebracht, erwartet den Spieler eine Punktevergabe die anhand der eigenen Leistungen gemessen wird. Diese wird in Form von bis zu drei Sternen gewertet. Während unseres Tests hatten wir kaum Schwierigkeiten in den ersten drei Schwierigkeitsgraden Bronze bis Gold innerhalb eines Versuchs eine Wertung von drei Sternen zu erreichen, wohingegen es in den höheren Level doch einige Versuche mehr braucht. Für die Perfektionisten unter uns bietet Nintendo noch die Möglichkeit drei rot umrandete Sterne zu erlangen. Hierfür ist es notwendig alle Mission in den jeweiligen Kategorie zwei Mal hintereinander perfekt und mit voller Punktzahl zu absolvieren.

Ein zusätzlicher Anreiz zu den Missionen bietet das Freischalten von drei weiteren Luftgefährten, die dann zusätzlich im Freiflugmodus genutzt werden können.

Im Freiflugmodus hat der Spieler die Möglichkeit mit allen Fahrzeugen die Insel zu erkunden. Dabei können Info-Punkte eingesammelt, Ballons zerstört und Stuntringe durchflogen werden. Unser Video vermittelt einen Eindruck davon, was den Spieler erwartet.

 

Leider ist der Freiflugmodus nicht so frei wie der Name impliziert, denn bereits nach zwei Minuten endet der Flugspaß. In gewisser Weise stört diese zeitliche Begrenzung, wenn man aber weiß, dass man durch Sammeln der Info-Punkte, Ballons und Stuntringe Dioramen freischalten kann, so ergibt alles einen Sinn. Insgesamt lassen sich so neun Dioramen freischalten. Bei den Dioramen handelt es sich um Schauräume, in denen die einzelnen Fluggeräte genau betrachtet werden können.

Als eines der ersten Spiele für den Nintendo 3DS bietet das Spiel ebenfalls die Unterstützung des 3D-Effekts. Der 3D-Effekt lässt die Spielwelt durch den Tiefeneffekt sehr real erscheinen und wertet das Spielerlebnis drastisch auf. Sowohl unter starker Sonneneinstrahlung als auch in der Nacht ist es ohne große Probleme möglich den 3D-Effekt zu sehen und zu genießen. Wer jedoch kurzzeitig vom Spiel abgelenkt wird und den senkrechten Blick vom Bildschirm abwendet, der wird einige Sekunden benötigen, um sich wieder auf den 3D-Effekt einzustellen. In einigen Missionen hatten wir jedoch den Eindruck, dass die 3D-Sicht der Situation eher hinderlich als förderlich war, weshalb wir einige Male in den alten 2D-Modus zurückgeschaltet haben.

Fazit:

Pilotwings Resort macht einen rundum soliden Eindruck. Es ist sowohl für jüngere als auch bedingt für ältere Spieler zu empfehlen. Die Jagd nach den fehlenden Punkten und das Freischalten der Dioramen spornt den Spieler dazu an seine Flugzeiten und Flugrouten immer wieder zu optimieren bis schließlich die heiß begehrten Sterne auf dem Bildschirm funkeln. Die Missionen bieten sowohl aufgrund der steigenden Anzahl an Spielelementen und den verschiedenen Fahrzeugen genug Abwechslung. Der 3D-Effekt tut sein Übriges und demonstriert die technischen Möglichkeiten auf  dem Nintendo 3DS.

Was uns jedoch enttäuscht hat, ist die „Wiederverwertung“ von Wuhu Island, sowie die recht kurze Spielzeit und der fehlende Wiederspielwert. Wenn man sich etwas intensiver mit Pilotwings Resort beschäftigt, so ist das Spiel bereits nach einem Nachmittag durchgespielt. Für ein Vollpreisspiel für 49 Euro ist uns dies zu wenig. Auch der Wiederspielwert ist gering, wenn nicht sogar überhaupt nicht vorhanden. Die Missionen bleiben immer gleich genauso wie die Ziele und die erspielbaren Zusatzinhalte.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Spiel im Großen und Ganzen ganz gut ist. Jedoch muss jeder für sich selbst entscheiden ob ihm ein Spiel das innerhalb eines Nachmittags zu bewältigen ist 49 Euro wert ist.