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Test: Nintendo 3DS - Mit der Handheld-Konsole in die dritte Dimension

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Seite 4: Technische Details und die 3D-Funktion

In der folgenden Tabelle sieht man die technischen Details aller Modelle der Nintendo DS - Generation im Vergleich zum neuen Nintendo 3DS.

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Durch einen Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Vergleich zu den Vorgängerversionen gibt es im Bereich Gewicht und Größe nur geringfügige Abweichungen. Wichtigste Neuerung ist der autostereoskopische 3D-Bildschirm mit einer Bildschirmdiagonale von 3,5 Zoll, der im Gegensatz zu der bei TFTs und in Kinos eingesetzten Technik keine 3D-Brille voraussetzt, um Bilder in der dritten Dimension sehen zu können. Der untere Bildschirm ist zugleich ein Touchscreen ist, musste geringfügig an Größe einbüßen und ist nun, wie bereits beim Nintendo DS Lite, nur noch 3 Zoll groß. Die Akkulaufzeit hat sich im Rahmen des neuen 3D-Features ebenfalls stark reduziert.

 

3D-Effekt:

Die wohl wichtigste Neuerung des neusten Ablegers der Nintendo DS Reihe, dem Nintendo 3DS, ist die Darstellung von 3D-Inhalten ohne zusätzliche Hilfsmittel in Form von 3D-Brillen. Wird der 3D-Effekt beim 3DS aktiviert, so wird die Perspektive auf dem Bildschirm erweitert. Betrachtet man den Bildschirm aus einem schrägen Winkel sieht man, dass das vorher zweidimensional einfache Bild nun aus zwei leicht versetzen Bildern besteht.

Sieht man den Bildschirm senkrecht von vorne an, entsteht nach einer gewissen Eingewöhnungszeit ein 3D-Bild. Möglich gemacht wird dies durch die sogenannte Parallax Barrier. Sie übernimmt im Prinzip dieselbe Aufgabe wie die 3D-Brillen aus dem Kino. Diese agiert als eine Art Filter und sorgt dafür, dass bestimmte Bildinformationen nur das linke beziehungsweise nur das rechte Auge erreichen.

Parallax-Barrier

Pro Auge stehen beim Nintendo 3DS jeweils 400 mal 240 Bildpunkte der insgesamt 800 mal 240 Bildpunkte großen Bildfläche zu Verfügung. Das menschliche Gehirn interpretiert die beiden separaten Bilder dann zu einem einzigen Bild, wodurch der räumliche 3D-Effekt entsteht. Leider hat diese Technik auch ihre Grenzen. Der Parallax Barrier Filter kann die Bilder für die Augen nur in einem bestimmten Blickwinkel trennen. Verlässt man den optimalen Blickwinkel, verliert auch der Filter seine Wirkung und man sieht beide Bilder.

Parallax_Barrier_3DS_small

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Da man im Kino und vor dem Fernseher nicht immer in derselben Sitzposition sitzen möchte, hat sich diese Technik noch nicht für den heimischen und kommerziellen Gebrauch durchgesetzt. Vorreiter ist in diesem Fall der Nintendo 3DS bei dem diese Technik zum ersten Mal zum Einsatz kommt.