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Edifier S760D im Test - Großes System mit neutralem Klang

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Seite 2: Die Lautsprecher im Detail

Die Satelliten im Detail

Edifier setzt bei seinem Set auf eine für den Surround-Bereich übliche Aufteilung. Es gibt also vier Satelliten-Lautsprecher und einen dedizierten Center, der flacher und breiter gebaut ist und für ein besseres Abstrahlverhalten auf einen zweiten Tief-Mitteltönern setzt.

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Edifier S760D

Setzt man normale PC-Systeme in Relation zum S760D, ist Edifiers Satellitenlautsprecher mit einer Höhe von 20 cm, einer Breite ton 11 cm und einer Tiefe von 16 cm eine beeindruckende Erscheinung und unterstreicht von vornherein, dass hier mehr geboten werden soll, als nur die übliche Schreibtisch-Beschallung.

Die vom Hersteller gewählte Optik kann dabei gut und gern als eigenwillig beschrieben werden. Während die meisten Hersteller auf matt foliertes MDF oder eine Holzoptik setzen (Echtholz gibt es in der Regel erst bei deutlich teureren Sets), hat sich Edifier für ein mattschwarzes Finish, das glänzende „Sprenkel“ aufweisen kann, entschieden. Das sieht in jedem Fall ungewöhnlich aus - ob es gefällt oder nicht, hängt am Ende natürlich vom persönlichen Geschmack ab, zumindest setzt man sich von der breiten Masse etwas ab. Als echte Eye-Catcher fungieren allerdings erst die silbernen Ringe, von denen die Treiber eingefasst werden. Verzichtet man auf eine textile Lautsprecherabdeckung sind diese klar das stilbildende Element. Besser gefallen uns die Satelliten allerdings, wenn besagte Abdeckung montiert wird, denn dann glänzen die Einfassungen dezent durch den durchsichtigen schwarzen Stoff durch.

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Edifier S760D

Dass es sich beim S7650D um ein großes System handelt, spiegelt sich auch in der Bestückung der Lautsprecher-Chassis wider. Edifier setzt auf eine Zweiwege-Konstruktion, die auf einem 1 Zoll großen Seidenhochtöner und einem Mitteltieftöner mit 3,5 Zoll aufbaut.

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Edifier S760D

Auf der Rückseite wurden die Lautsprecherklemmen und die Aufhängung untergebracht. Letztere wurde recht einfach realisiert: Der Satellit kann einfach an eine Schraube gehängt werden, aufgrund des Gewichts würden wir davon absehen, einfach einen Nagel zu verwenden. Nicht vollends überzeugen kann uns das Anschluss-Terminal, denn Edifier nutzt lediglich zwei recht klein dimensionierte Klemmen - zu massiv sollten die eingesetzten Kabel nicht sein. Gemessen an der Preisklasse wären stabile Schraubanschlüsse aber sicherlich eine wünschenswerte Option gewesen - im Optimalfall mit der Möglichkeit Bananas zu nutzen.

Der Center-Speaker im Detail

Auf den Center wollen wir nur kurz eingehen, denn im Grunde genommen handelt es sich um einen liegenden Satelliten, der gespiegelt über einen zweiten Tief-Mitteltender verfügt - was eine übliche Anpassung darstellt. Durch den zusätzlichen Treiber kann recht einfach ein breiteres Abstrahlverhalten ermöglicht werden, denn im Wohnzimmer ist es normalerweise der Fall, dass ein Film von mehreren Zuschauern genossen wird, die nicht alle auf der Idealposition sitzen können.

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Edifier S760D

Von der grundsätzlichen Bauform einmal abgesehen, gibt es keine nennenswerten Unterschiede zu den vier Satelliten-Geschwistern. Es wird die bekannte Optik genutzt, gleiches gilt auch für das Anschlusspanel. Gemäß der breiten Bauform muss der Center allerdings an zwei Schrauben aufgehängt werden.

Extradick: Der Subwoofer im Detail

Das einprägsamste Gerät des S760D ist ohne Frage der Subwoofer, der mit Maßen von 397 mm in der Höhe, einer Breite von 367 mm und einer Tiefe von 489 mm auch für manches Wohnzimmer schon etwas zu groß dimensioniert sein kann. Da es gerade bei einem guten Subwoofer zudem auf das Gewicht ankommt, hieß es auch an dieser Stelle „nicht kleckern, sondern klotzen“, denn das gute Stück bringt rund 20 kg auf die Waage - entsprechend vorsichtig sollte man beim Umstellen des Subwoofers vorgehen, das Kreuz wird es danken. Zudem gilt bei diesem „Trum“ natürlich: Der Woofer muss auf einer stabilen Unterlage stehen - wenn man es genau nimmt, so gilt das aber ohnehin für alle Subwoofer.

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Edifier S760D

Es sind aber nicht nur die reinen Dimensionen, die den Subwoofer optisch in den Mittelpunkt rücken. Edifier versteckt das Hauptchassis hinter einer auffälligen Metall-Abdeckung mit einer Wellenoptik und einer großen zentralen Edelstahlabdeckung. Das verleiht dem Subwoofer ein eigenständiges Auftreten, auch wenn der Woofer damit sicherlich nicht als besonders dezent bezeichnet werden kann. Beim eigentlichen Gehäuse setzt Edifier auf mattschwarz foliertes MDF, gegenüber den Satelliten fällt der Subwoofer an dieser Stelle also etwas ab, die Optik wäre ansonsten aber auch schon sehr auffällig geworden. Die Verarbeitungsqualität befindet sich beim Subwoofer erneut auf einem hohen Niveau.

Das zentrale Element des Woofers ist ohne Frage der 25 cm durchmessende Tieftontreiber. Anders als es oftmals üblich ist, setzt Edifier aber nicht auf eine Bassreflex-Lösung, sondern nutzt zwei passive Bassradiatoren, die auf der rechten und linken Seite sitzen und vom Hub des eigentlichen Chassis angetrieben werden. Vereinfacht gesagt, soll das Prinzip die Vorteile von der Bassreflex-Technik (wuchtiger Klang) mit denen der geschlossenen Bauweise (höhere Präzision) kombinieren.

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Edifier S760D
 

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Kommentare (18)

#9
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Registriert seit: 18.12.2012

Matrose
Beiträge: 30
Was sind denn "Bananas"?
#10
Registriert seit: 15.11.2009

Obergefreiter
Beiträge: 76
Stecker die wie Bananen aussehen ;)
#11
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Registriert seit: 08.05.2006
Oberbayern
Kapitän zur See
Beiträge: 3825
Preislich geht das in meinen Augen garnet klar. Da krieg ich bereits nen vollwertigen AVR, der dann die HD-Tonformate auch abdeckt und mit HDMI die komplette Heimkino-Steuerung übernehmen kann mit 5.0 Set und Subwoofer. Beispiel: Pioneer VSX-330K + Quadral Quintas 6500 und nen Mivoc SW1100
#12
Registriert seit: 11.01.2015
Siegen
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 421
Wenn das Gerät noch da ist würde ich, wie schon angesprochen, den Standbyverbrauch messen. Ich hatte mir mal vor ein paar Jahren ein 2.1 von edifier angeguckt, aber das hatte einen irre hohen Standby-Verbrauch und konnte nicht komplett abgeschaltet werden ohne alle Einstellungen zu verlieren. War damals der Grund, wieso ich es nicht genommen habe, obwohl der Klang ganz nett war.
#13
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Registriert seit: 17.12.2002

Miles are my Meditation
Beiträge: 58618
Zitat JackA$$;24556189
Preislich geht das in meinen Augen garnet klar. Da krieg ich bereits nen vollwertigen AVR, der dann die HD-Tonformate auch abdeckt und mit HDMI die komplette Heimkino-Steuerung übernehmen kann mit 5.0 Set und Subwoofer. Beispiel: Pioneer VSX-330K + Quadral Quintas 6500 und nen Mivoc SW1100

Ganz deiner Meinung. Da geht deutlich mehr.
#14
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Registriert seit: 20.07.2009

Bootsmann
Beiträge: 584
Ja ne is klar...so mal eben die Preise zusammengerechnet überhaupt ? da biste bei 1000€ ... Schwachfugvergleich?
#15
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Registriert seit: 08.05.2006
Oberbayern
Kapitän zur See
Beiträge: 3825
Zitat sabrehawk2;24587448
Ja ne is klar...so mal eben die Preise zusammengerechnet überhaupt ? da biste bei 1000€ ... Schwachfugvergleich?

Wen meinste? wenn du mich meinst, würde ich mal auf die Links von den genannten Systemen klicken, bevor du dich gänzlich blamierst.
#16
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Registriert seit: 17.12.2002

Miles are my Meditation
Beiträge: 58618
Da kann jemand nicht klicken und rechnen. :shot::rolleyes:
#17
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Registriert seit: 03.10.2005
Rhein/Ruhr
Korvettenkapitän
Beiträge: 2417
Um die Uhrzeit ist das entschuldigt. ;)
#18
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Registriert seit: 20.07.2009

Bootsmann
Beiträge: 584
oh uh ah... mhhh höh? das war schon der paketpreis? Irgendwie ...ähhhhhh hähähäh sorry.
Aber zu den boxen mal einen echten Testbericht zu finden war mir nicht möglich...google kommt da nur mit werbeschrott und fake "bewertungsportalen" um die Ecke. Eigentlich verwunderlich für Speaker die derartig massenhaft auf dem markt angeboten werden.
Das gleiche gilt für den Receiver...überall im Angebot für um die 200 tacken...aber keine seriösen Tests...oder doch?
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