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Amazon Fire TV Stick im Test

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Seite 2: Alltagseindrücke und Fazit

Unterhaltung per Video, Musik, Spiel und Foto

Dass Amazon die eigenen Fire-Geräte vor allem als Zugang zum Amazoncontent anbietet, ist bekannt und nachvollziehbar. Für Filme und Serien bietet Amazon selbst dabei zwei Bezugswege. Über den Instant Video Shop können sie zu marktüblichen Preisen einzeln gekauft werden, mit Prime Instant Video ist hingegen auch ein Abo-Modell verfügbar. Und das ist preislich ähnlich attraktiv wie der Fire TV Stick - zum Normalpreis von 49 Euro im Jahr wird ein umfangreiches (wenn auch nicht brandaktuelles) Streaming-Angebot freigeschaltet. Dabei sind Prime-Versand, begrenzte kostenlose eBook-Ausleihe und unbegrenzter Foto-Speicherplatz im Amazon Cloud Drive inklusive. Das Abrufen der eigenen Fotos aus der Cloud ist wiederum auch eine der Nutzungsmöglichkeiten von Fire TV. 

Im Auslieferungszustand sind die Amazon-Kontodaten des Käufers bereits hinterlegt und müssen nur noch bestätigt werden. Die Amazon-Dienste können anschließend sofort genutzt werden. Videos starten bei adäquater Internetverbindung sehr schnell. Laut Amazon liegt das unter anderem an der ASAP-Technologie, die das Nutzerverhalten analysiert und Videos schon für das Streaming vorbereitet, bevor sich der Nutzer überhaupt für die Wiedergabe entscheidet. Amazon registriert auch, an welcher Stelle der Nutzer die Wiedergabe von Videos abgebrochen hat und lässt ihn die Wiedergabe geräteübergreifend fortsetzen. Von anderen Fire-Geräten bekannt ist ebenfalls schon, dass die eigene Amazon-Musikbibliothek vom Start weg genutzt werden kann. 

Amazon betont explizit, dass der Fire TV Stick nicht nur auf Amazon-Content zugeschnitten wurde. Schon die Verpackung hebt zahlreiche alternative Streamingangebote hervor. Instant Video wird dort nur als eine von vielen Nutzungsmöglichkeiten dargestellt. Alternativen wie beispielsweise die Mediatheken von ARD und ZDF, Zattoo, Spotify und der direkte Prime Instant Video-Konkurrent Netflix sind anders als die Amazondienste allerdings nicht fest in die Benutzeroberfläche integriert, sondern können einfach als App installiert werden. 

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Auch einige Spiele lassen sich über den App-Shop installieren. Die Auswahl ist allerdings nicht enorm groß und wird in der Praxis durch Bedienprobleme weiter eingeschränkt. Diverse Titel können mit der Fernbedienung nicht oder nur unzureichend gesteuert werden. Genau für diesen Zweck bietet Amazon den Fire Gamecontroller (für 39,99 Euro) an. Weil das Dual-Core-SoC des Sticks gerade bei grafisch aufwändigen Titeln an seine Grenzen stößt, dürften sich die zusätzlichen Kosten für diesen Controller aber kaum lohnen. Eine Spielekonsole kann der Fire TV Stick also leider nicht ersetzen, das eine oder andere Casual-Game lässt sich zwischendurch aber doch spielen. Wir hatten vor allem mit Beach Buggy Racing einigen Spaß.

Amazon Fire TV Fernbedienungs-App

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Die Bedienmöglichkeiten über die Fernbedienung sind doch etwas eingeschränkt. Amazon geht das mit einer eigenen, kostenlosen Fernbedienungs-App für Android und iOS an. Nach dem Installieren der App wird das Mobilgerät einfach mit dem Streaming Stick gekoppelt und kann dann ergänzend oder ersetzend zur Fernbedienung genutzt werden. Die App stellt nicht nur zusätzliche eine Touch-Eingabe und eine Displaytastatur bereit, sondern ermöglicht auch die Sprachsteuerung, die sonst der Sprachfernbedienung vorbehalten bleibt. Wer das Mikrofonsymbol herunterzieht, kann einfach den Titel von Filmen und Serien oder auch Schauspielernamen nennen. Über die Cloud wird das Gesprochene von Amazon blitzschnell analysiert und in aller Regel sehr zuverlässig erkannt. Die Sprachsuche ist allerdings nach wie vor auf das Amazonangebot beschränkt und kann nicht für Apps von Drittanbietern genutzt werden. 

Fazit

Schon die Fire TV-Set-Top-Box hat gezeigt, dass Amazon etwas von Streaming-Hardware versteht. Doch mit dem Fire TV-Stick ist jetzt ein miniaturisierte Variante erhältlich, die mit einem günstigen Verkaufspreis lockt und damit einen noch deutlich breiteren Käuferkreis anspricht. Die Miniaturisierung hat offensichtliche Vorteile: Der Stick kann schnell mit unterschiedlichen Geräten verbunden werden und eignet sich gut als Streaming-Lösung zum Mitnehmen. Die reduzierte Performance ist dabei für das eigentliche Streaming kein Hindernis, schränkt aber das Gaming-Potential ein. Mancher Nutzer wird auch die minimalistische Anschlussbestückung als einschränkend empfinden. Gerade einen Audioausgang kann man schnell vermissen, der Stick reicht das Audiosignal schließlich nur per HDMI weiter. 

Weil sich Set-Top-Box und Stick funktional ansonsten sehr ähneln, fällt auch die Bewertung ähnlich aus. Der Fire TV-Stick ist eine einsteigerfreundliche und denkbar unkomplizierte Streaming-Lösung. Natürlich profitieren Amazon Prime-Kunden von ihrem Prime Instant Video-Zugang, doch dank der unterschiedlichen alternativen Streaming-Angebote ist Prime kein Muss. Bemerkenswerterweise ist selbst die Nutzung des direkten Konkurrenzangebotes von Netflix einfach möglich. Experimentierfreudige Nutzer profitieren zudem weiterhin von der Sideloading-Möglichkeit. Amazon zeigt sich wesentlich offener als die Konkurrenz und ermöglicht zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten.

Weil der Fire TV Stick zu einem Normalpreis von 39 Euro angeboten wird, entzieht er sich vielen Konkurrenzlösungen schon über den Preis. Vergleichbar ist vor allem Googles Chromcast, ein Streaming Stick, der ebenfalls für unter 40 Euro erhältlich ist. Amazon weist aber zu Recht auf die schwächere Hardware der Konkurrenzlösung hin. Die Bedienmöglichkeiten des Chromecast-Sticks sind zudem eingeschränkt, denn anstelle einer Fernbedienung muss zwangsweise ein Smartphone oder Tablet zur Steuerung genutzt werden. Das App-Angebot weicht teilweise deutlich ab - wer auf bestimmte Apps nicht verzichten kann, wird seine Kaufentscheidung vor allem davon abhängig machen. Nicht zu vergessen ist außerdem die Konkurrenz durch ausgereifte Smart TVs - wenn der Fernseher die relevanten Streamingdienste ohnehin schon bietet, sind zusätzliche Streaminglösungen schnell überflüssig. 

Doch wer seinem TV-Gerät Streamingdienste noch nachreichen will, erhält mit dem Amazon Fire TV Stick einen einsteigerfreundlichen und insgesamt stimmigen Streaming Stick zum kleinen Preis. Wir verleihen deshalb auch unseren Preis-Leistungs-Award.

alles

Positive Aspekte des Amazon Fire TV Sticks:

  • günstig
  • einfache Installation, dabei platzsparend
  • Video-Wiedergabe startet ohne längeres Puffern
  • umfangreicher Film- und Serienkatalog
  • zahlreiche Drittanbieter-Apps
  • überzeugende Sprachsuche mit optionaler Sprachfernbedienung
  • offener Ansatz

Negative Aspekte des Amazon Fire TV Sticks:

  • nur die nötigsten Anschlüsse vorhanden
  • Fernbedienung hinterlässt keinen hochwertigen Eindruck, Sprachbedienung nur über optionale Fernbedienung oder App
  • Prime-Konto empfehlenswert
 

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Kommentare (21)

#12
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Registriert seit: 31.01.2006
Jena / Thüringen
Moderator
HWLUXX OC-Team
TeamMUTTI
Beiträge: 11734
Zitat oelsi;23394188
Ich habe mal die Leistungsaufnahme vom Netzteil an der Steckdose gemessen: Idle im Homescreen liegen 1,5-1,8W an, bei HD-Wiedergabe war der höchste gemessene Wert bislang bei 3,2W. Ein Ein-/Ausschalter erübrigt sich da wohl ;)

Warm wird der Stick allerdings trotzdem...

Welches Wattmeter nutzt du für derart kleine Wattzahlen?
Mein aktuelles scheitert an der Messung der Standby-Leistung eines Sonos PLAY:1. Da werden mir 19-21W statt der angegebenen 3,2W angezeigt!
#13
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Registriert seit: 06.04.2013

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1331
Ich hab auch das Problem das er die Bildrate ab und zu runtersetzt. Mal habe ich HD mal wieder ziemlichen PIXELMATSCH. Router steht nur 10Meter Luftlinie weg, daran kann es nicht liegen.

Werde es weiterhin beobachten...
#14
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Registriert seit: 29.09.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3462
Zitat loopy83;23394440
Welches Wattmeter nutzt du für derart kleine Wattzahlen?
Mein aktuelles scheitert an der Messung der Standby-Leistung eines Sonos PLAY:1. Da werden mir 19-21W statt der angegebenen 3,2W angezeigt!


Das Reichelt/Profitec KD302. Weitere brauchbare Messgeräte, die auch bei niedrigen Leistungen genau anzeigen, hat die c't mal hier getestet.
#15
Registriert seit: 04.11.2010
Karlsruhe
Obergefreiter
Beiträge: 75
Zitat tdoermer;23393041

Was mich stört ist ein fehlender Ein-/Ausschalter! Es ist nur möglich das Gerät in einen Ruhezustand zu versetzen - dazu muss man aber in die 3. Menüebene hinabsteigen! Nicht gut gelöst!


Mal länger auf die Home-Taste drücken. Dann bekommst du den Ruhemodus schneller angezeigt.
#16
Registriert seit: 02.02.2004
Hamburg
Hauptgefreiter
Beiträge: 140
was dem stick derbe fehtl ist eine App zum Streamen von Audible Audiobooks ....ist ja schließlich auch nen Amazon unternehmen. Ein Sideloading der Android Standard App hilft hier nicht weil die Touch bedienung benötigt ....mit dem Firestick geht das nicht...

aber die Bildquali ist richtig gut....wesentlich besser als mit dem PC im Browser. Audio Klingt auch Subjektiv besser.

er connected an meiner Fritzbox 7490 auch mit 300 Mbit durch ne wand.

Kodi 15 Beta per sideloading rüstet auch streaming nach, wobei das nicht ganz so toll ist weil der stick leider kein 24p kann.
Lokal vorliegendes material spiele ich daher weiter lieber mit dem PC.
#17
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Registriert seit: 12.04.2006
Bremen
Korvettenkapitän
Beiträge: 2400
Zitat
Ein Sideloading der Android Standard App hilft hier nicht weil die Touch bedienung benötigt ....mit dem Firestick geht das nicht...


Sämtliche Sideloas-Apps die Touch benötigten habe ich damit gezähmt

http://www.amazon.de/Remote-Mouse-for-Fire-TV/dp/B00S4MU62I/ref=sr_1_1?s=mobile-apps&ie=UTF8&qid=1429308183&sr=1-1&keywords=remote+mouse+for+fire+tv

Kostet zwar n bisschen aber hat sich innerhalb eines tages schon bezahlt gemacht!

EDIT: hab da gerade mal n Sammelthread erstellt http://www.hardwareluxx.de/community/f62/der-amazon-fire-tv-fire-tv-stick-laber-thread-1069210.html#post23396115
#18
Registriert seit: 02.02.2004
Hamburg
Hauptgefreiter
Beiträge: 140
Thx für den tipp
#19
customavatars/avatar20824_1.gif
Registriert seit: 17.03.2005

Flottillenadmiral
Beiträge: 4837
Zitat
Apple und Google können mit Apple TV und Chromecast als Vorreiter gelten.

apple tv erschienen 2007
chromecast erschienen 2013

das ist so als sei google ein vorreiter in sachen tablets oder smartphones... :stupid:
#20
Registriert seit: 23.10.2014

Matrose
Beiträge: 18
Mein Stick kommt erst noch, mal sehen ob sich der Kauf gelohnt hat.
#21
Registriert seit: 30.09.2013

Gefreiter
Beiträge: 44
Muss sagen sehr guter stick, einzig das plex Media Server etwas kostet, hat mich schon gestört wenn ich ehrlich bin. Aber für 19€+3,x € für plex sind noch annehmbar.

Für Probleme mit Pixel Matsch usw., testet mal testweise wenn möglich euer wlan im 5ghz Netz, hatte danach keine Probleme mehr mit dem wlan, im 2,4ghz allerdings auch pixelmatsch gehabt
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