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Wavemaster TWO BT im Test

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Seite 2: Klangcheck + Fazit

Klangcheck:

Wie immer gilt: All die technischen Daten und Design-Vorteile bringen aber nichts, wenn ein paar Lautsprecher nicht gut klingen - daher kommen wir nun zu unserem Soundcheck. Es handelt sich dabei um eine rein subjektive Beurteilung des Klangs. Im direkten Vergleich stehen die Bose SoundLink mobile Speaker II. 

Erstes Teststück ist "Empire State of Mind, Pt. II" von Alicia Keys. Das Stück kommt auf den beiden Lautsprechern sehr gut rüber und wirkt ziemlich gut ausbalanciert. Genauso unscheinbar wie das Design der Lautsprecher ist, ist auch der Klang: Man hat nicht den Eindruck, dass Wavemaster besonders bass- oder höhenlastig sein will. Das ist schon einmal gut. Erst im direkten Vergleich mit dem Bose SoundLink mobile Speaker II fällt auf, dass tiefe Töne vom Wavemaster TWO BT etwas lasch wiedergegeben werden. Hier kann die kleinere Bose-Box überzeugen, wobei diese allerdings im Hochtonbereich schwächelt. Der Klang der Wavemaster TWO BT erscheint letztendlich ausgewogener, ohne einen direkten Vergleich würde man die klanglichen Unterschiede nur schwer vernehmen.  

Gerade der Hochtöner kann überzeugen.

Sehr gut gefallen kann auch bei weiteren Alicia-Keys-Stücken die Ortbarkeit des Sets, wobei hier zwar keine Weltklasseleistungen erreicht werden, aber das Set im gebotenen Preisbereich sehr gut überzeugen kann. Die Bühnendarstellung ist vollkommen in Ordnung und kann gefallen. Erneut überzeugen der Hochton- und Mitteltonbereich des Sets. Der Bass rundet hingegen wieder einmal nur den oberen Bereich ab, der Tiefton-Bereich drängt sich nicht in den Vordergrund. Wer also keine basslastige Musik hört, wird mit dem Wavemaster TWO BT vollkommen glücklich. 

Auch einige kleinere Tests als Tischlautsprecher mit dem PC wagten wir: Hier fehlt dem 2.0-Set natürlich der Subwoofer, um in Kino-Umgebung oder bei 3D-Shootern richtig zu überzeugen. Trotz des recht hohen Volumens der Lautsprecher kann das Set hier kein Tieftonexperte sein, aber mit ein paar Abstrichen kann dem Wavemaster TWO BT auch hier ordentlicher Sound entlockt werden. Deutlich besser geeignet sind die Lautsprecher natürlich im Musik-Bereich, wo sie auch zum Einsatz kommen sollen.  

Wie schon die Wavemaster Cube sind auch die TWO BT nicht gänzlich ausgewogen abgestimmt, was sich darin bemerkbar macht, dass in Neutralstellung der Hoch- und Tieftonregler der Hochtonbereich ein wenig überpräsent ist. Dreht man hingegen den Bassbereich auf der Rückseite der Lautsprecher etwas auf, hat das Set relativ schnell bei hohen Lautstärken übersteuert. Insofern wird sich an der Charakteristik der Lautsprecher über diese Einstellung wenig ändern lassen.  

Natürlich gibt es Lautsprecher mit höheren Preisen, die vielleicht besser klingen können - beispielsweise unsere Referenz, die Nubert nuPro A-300 - aber dieser preislich unfaire Vergleich zeigt gleichzeitig, was man investieren muss, um auch im Bassbereich eine Top-Performance zu erreichen. Für die meisten Anwender ist ein derartiges Setup für Regal- oder Schreibtisch-Lautsprecher nicht im preislichen Rahmen. Wenn man entgegenhält, dass die Unterschiede im oberen Preisbereich immer geringer werden, aber die Preise exponentiell steigen, kann man dem Wavemaster TWO BT ein wirklich sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis attestieren. Im Vergleich mit anderen Systemen im Bereich von 200 bis 300 Euro kann sich das Wavemaster TWO BT sicherlich gut positionieren. 

Überzeugend durch Design und Klang 

Die Würfel machen etwas mehr: Optisch sind die Wavemaster TWO BT sicherlich in jedem modernen Zimmer passend und auch die Verarbeitungsqualität und Materialgüte kann überzeugen. Durch die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten und der Lautsprecherklemmen kann das TWO BT Zusatzpunkte einheimsen.   

Insgesamt ist das Design unauffällig, aber - wie schon beim Wavemaster Cube - auch in positivem Sinne der Klang. Das breite Frequenzspektum wird neutral wiedergegeben, der Bassbereich drängt sich nicht in den Vordergrund. Die Stärken des Systems liegen in einem sauberen Hoch- und Mitteltonbereich, der auch bei höherer Lautstärke nicht wegbricht. Wer auf extreme Basslast steht ist allerdings beim Wavemaster TWO BT an der falschen Adresse, denn wummernde Bässe beherrscht das Set baurtbedingt nicht. Hierfür gibt es andere Firmen, die dann aber meistens im Mittelton-Bereich nicht mehr sauber arbeiten oder einen Subwoofer mitliefern müssen. Mit dem Wavemaster TWO BT kann man Musik hingegen ohne große Übergewichtung einzelner Frequenzbereiche genießen. 

Wo man die TWO BT nun letztendlich einsetzt, kann dank Tablet und Smartphone variabel bestimmt werden. In der letzten Woche standen sie in der Küche auf den Oberschränken und verbreiteten gute Laune beim Frühstück. Als Regallautsprecher lassen sie sich aber auch schnell mal im Haus an anderer Stelle aufbauen. Nur für die Balkonparty, die sie sicherlich auch gut beschallen könnten, sind sie aufgrund der Lackoberfläche einfach zu schick und schade.  

Die Wavemaster TWO BT werden allen Musikfans gefallen, die ihre Songs über Tablets oder Smartphones abspielen wollen.  

Positive Aspekte der Wavemaster TWO BT:

  • ausgewogener Klang
  • keine "Badewannen"-Abstimmung
  • sehr gute Hoch- und Mittelton-Performance
  • Bluetooth-Empfänger
  • Anschlussvielfalt (USB, Klinke, Cinch, Bluetooth, AC)

Negative Aspelte der Wavemaster TWO BT:

  • Kein echter Tiefbass (bei 2.0-Sets aber normal)
 

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Kommentare (4)

#1
Registriert seit: 15.08.2012
BaWü
Hauptgefreiter
Beiträge: 135
Hallo Dennis!
Danke für den Test. Nette Bilder, das muss man Dir lassen. Ich hätte mir hier und da etwas mehr Licht auf dem Objekt gewünscht aber okay.
Und auch, tolle Tapete im Hintergrund ;)
Grundsätzlich auch ganz schön geschrieben. War sicher Arbeit.

Aber:
"Wie schon die Wavemaster Cube sind auch die TWO BT nicht gänzlich ausgewogen abgestimmt, was sich darin bemerkbar macht, dass in Neutralstellung der Hoch- und Tieftonregler der Hochtonbereich ein wenig überpräsent ist."

Äh, wie meinen bitte?

Und:
"Insofern muss man also schon etwas Lust an der qualitativen Wiedergabe seiner Lieblingssongs haben..."

Sorry, qualitativ ist keine Zustandsbeschreibung. Was denn nun, hochwertig, mittemäßig oder gar schlecht?


Man möge mir konstruktive Kritik erlauben.
Die Jungs von Spiegel Online steckst Du locker in die Tasche ;)
#2
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Registriert seit: 04.05.2001
Hannover
Chefredakteur
Beiträge: 30930
Hallo MaGue,

danke für die Komplimente bezüglich der Tapete! :banana:

Die TWO BT sind im Hochtonbereich etwas dominant, wenn man die rückseitigen Einstellungsmöglichkeiten für den Hoch- und Tieftonbereich nicht anfasst. Das kann man zwar manuell etwas nachjustieren, eine wirklich optimale Einstellung habe ich aber nicht gefunden, denn umgekehrt fängt bei einer Herunterregelung des Hochtonbereiches der Mitteltöner meiner Meinung nach an zu schnell zu übersteuern.

Bezüglich deiner Frage zum Preis: Das wird wohl jeder Anwender unterschiedlich sehen. Für einen Audioliebhaber ist das Set wohl eher günstig, für einen Heimanwender ohne große Ansprüche vielleicht eher teuer. Unter den getesteten 2.0-Systemen ist es im Mittelfeld anzufinden. Aus diesem Grund stellen wir bereits einige Ansprüche an das Boxenset, aber es muss natürlich nicht mit einem nubert oder ähnlichem konkurrieren. Eine Qualitätsaussage hatte ich in der Einleitung aber noch gar nicht vor ;)
#3
Registriert seit: 15.08.2012
BaWü
Hauptgefreiter
Beiträge: 135
Danke für Deine Antwort.
Preis? Ich hatte zwar nicht nach dem Preis gefragt aber egal. Wenn wir grade dabei sind ein Stereoamp plus passive Lautsprecher fürs gleiche Geld können da sicher mehr leisten. Abgesehen von BT und USB und so kram. Aber das wollen die Speaker wohl ja eh nicht.
#4
customavatars/avatar151276_1.gif
Registriert seit: 04.03.2011
Hannover / Laatzen
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 403
Schöner Test. Ich habe kurz vor Weihnachten den Vorgänger als B-Ware (optisch und technisch astrein) günstig abgestaubt und betreibe das Set am TV im Schlafzimmer.

Ich gehe davon aus, dass sich klangtechnisch keine Unterschiede zu der neuen Variante mit BT ergeben haben? Laut Test scheinbar nicht..

Jedenfalls kann ich mich nicht beklagen was die Teile angeht. Meine Freundin fand den Bass etwas zu dominant und zum dröhnen neigend. Das mit dem Dröhnen liegt wohl an der Nähe zur Wand, jedoch hat man das bei anderen LS ebenfalls, wenn man die Bassreflexöffnung hinten hat und wandnah aufstellt.
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