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Test: Nubert nuPro A-10 - Studiosound für zuhause?

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Seite 3: Bedienung + Klangcheck

Schenker Notebooks XMG P511 Gehäuse

Optisch sind die Bedienelemente prominent auf der Vorderseite positioniert. Fallen sie in der uns vorliegenden Version weniger auf, sind sie bei den weißen nuPro-Boxen ganz klar ein prägendes Stilelement des technokratischen Looks (siehe Vergleichsbild Seite 2). Nubert bleibt bei der Bedienung ganz klassisch: Vier Drehregler werden verbaut. Neben einer Eingangswahl und der Lautstärke kann so der Hoch- und Tieftonbereich recht flott angepasst werden. Eines wird vom Bedienpanel, das auf beiden Lautsprechern vorhanden ist, ebenso recht deutlich veranschaulicht: Es gibt nicht zwangsläufig eine Masterbox, die auch das Signal für den zweiten Lautsprecher zur Verfügung stellt. Auch hier zeigt sich wieder einmal, dass Nubert ohne Frage das normale HiFi-Segment anspricht.

Schenker Notebooks XMG P511 Gehäuse

Die Rückseite oder besser gesagt die verbaute Endstufe der A-10 bietet einige Besonderheiten. Zum einen wäre da ein USB-Anschluss, der neben den üblichen Cinch-Buchsen vorhanden ist. Die nuPro-Reihe von Nubert besitzt also eine integrierte Soundkarte. Werden Lautsprecher mit dem PC-verbunden, erkennt dieser einen normalen Standard-USB Audio-Device. Weitere Konfigurationen sind nicht möglich – aber auch nicht wirklich nötig.

Entsprechend kann eingestellt werden, ob das Signal für Mono oder Stereo gedacht ist – beim Stereo-Betrieb wird das Signal dann an die zweite Box weitergereicht – im Grunde genommen kann also eben doch eine Box als Master fungieren – muss aber eben nicht.

 

Klangcheck

Nun aber zum Wichtigsten, dem Klangtest der Nubert nuPro A-10. PC-Lautsprecher müssen bei uns dort spielen, wo sie die meiste Zeit im Einsatz sind, auf dem Schreibtisch. Der eigentliche Hörraum hat dabei eine Grundfläche von 16 m².

Wie immer sollte hierbei aber bedacht werden, dass es sich um einen subjektiven Vorgang handelt und jeder Hörer den Ton anders empfindet.

Nachdem wir bereits den enorm linearen Klang der nuPro A-20 kennen, gehen wir natürlich mit einer gewissen Erwartungshaltung an den Test heran – und werden dabei nicht enttäuscht.

So spielt auch die kleine Schwester, die nuPro A-10 enorm linear und stellt jegliches Material genau so dar, wie es einmal vom Produzenten gedacht war. Dabei gelingt es Nubert aber, dass die A-10 weder überanalytisch noch mit der Zeit nervig klingen, sondern alles in allem schlichtweg „rund“. Das geht damit los, dass Adeles Stimme bei „Someone like you“ weder zu dick aufträgt, noch bei hohen Tönen in das Nasale kippt. Stattdessen klingt der Song stets luftig und locker – und auch bei großen Lautstärken nie angestrengt. Den A-10 gelingt es dabei die Bühne ordentlich zu staffeln, ohne dass die Vocals vom Hintergrundmaterial überdeckt werden - gerade in dieser Disziplin bietet. Vielmehr gelingt es den A-10 jedes noch so kleine Detail fein säuberlich herauszuarbeiten, sodass man den Song auch noch einmal komplett neu entdecken kann – das gilt übrigens nicht nur für dieses Stück. Im Gegenzug müssen die normalen Hörgewohnheiten aber erst an den neutralen Klang der Monitore gewöhnt werden. Gerade im Vergleich mit vielen Sat-Sub-Kombinationen klingen die A-10 nämlich nüchtern.

Dieser Eindruck verstärkt sich, nachdem wir die Live-Blu-ray, der Killers „Live at the Royal Albert Hall“ eingelegt haben. In typischer Killers-Marnier bietet das Konzert das volle Spektrum des Bombast-Sounds und unterstreicht vor allem der Live-Qualitäten der Band aus Las Vegas. Und genau hier können die A-10 wieder einmal zeigen, was sie so besonders macht. Die kleinen Lautsprecher geben auch höchste Lautstärken wieder, ohne zu verzerren, und arbeiten Details fein säuberlich heraus.

Im direkten Vergleich mit den A-20 fällt gerade die Bassleistung merklich ab – und das, obwohl die A-10 einen stattlichen, straffen und tief reichenden Bass aus ihrem kleinen Gehäuse holen. Alles in allem wirken die A-20 noch einmal runder und erwachsener. Gerade mit Hinblick auf den geringen Aufpreis von 50 Euro pro Box, empfehlen wir daher direkt zur größeren A-20 zu greifen, wenn genügend Platz auf dem Schreibtisch ist.

Dennoch möchten wir auch eine „kleine“ Warnung aussprechen. Das sehr neutrale Klangverhalten der A-10 wird sicherlich nicht jedem Hörer zusagen. Gerade wer auf einen spektakulären Klang mit satten, wummernden Bässen steht, sollte lieber zu einem klassischen 2.1-System greifen. Ein ausgiebiger Klangcheck empfiehlt sich an dieser Stelle auf jeden Fall.

 

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Kommentare (12)

#3
Registriert seit: 11.01.2011

Matrose
Beiträge: 3
Zitat Gamersware;18434202
vereinzelt wurde von einem hörbaren Eigenrauschen des Verstärkers berichtet, da es hier um "Monitorboxen" geht, scheint der hörbare Rauschabstand für Normalhörende bei ca. 30cm zu sein


Genau aus diesem Grund sind bei mir die Boxen zurück an den Hersteller gegangen. Ich habe aus über einem Meter Entfernung das Rauschen noch deutlich wahrgenommen. Im Raum war es wohl komplett still, aber nichts desto trotz sollte das nicht auftreten.

Habe mich schließlich von den Canton your_duo überzeugen lassen. Haben kein hörbares Eigenrauschen ab 15 cm Entfernung und klingen ähnlich gut, wie die Nuberts.

Gruß
DarkEvil
#4
customavatars/avatar14242_1.gif
Registriert seit: 11.10.2004
Münsterland
Kapitän zur See
Beiträge: 3784
Einstiegsgerät hin oder her, bei einer Ware mit Stückpreis von 230€ darf sowas nicht passieren, schon gar nicht auf nem Meter abstand. Das ist für mich mangelhaft produziert! Aber Nubert wird langsam eh zu nem Teufel 2.0
#5
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Registriert seit: 19.06.2010
Berlin
Moderator
Beiträge: 13959
Zitat KnoLLe;18580109
Einstiegsgerät hin oder her, bei einer Ware mit Stückpreis von 230€ darf sowas nicht passieren, schon gar nicht auf nem Meter abstand. Das ist für mich mangelhaft produziert! Aber Nubert wird langsam eh zu nem Teufel 2.0


Die Firmenpolitik ist ja schon ähnlich grausam wie die von Teufel. Wenn die Produkte nun nach und nach schlechter werden, dann haben wir bald das besagte Teufel 2.0 :fresse:
#6
customavatars/avatar12912_1.gif
Registriert seit: 25.08.2004

Korvettenkapitän
Beiträge: 2054
Teufel mit Nubert zu vergleichen finde ich schon etwas frech :fresse:
#7
customavatars/avatar4557_1.gif
Registriert seit: 17.12.2002

Miles are my Meditation
Beiträge: 58618
Ja, schon sehr dreist.
#8
Registriert seit: 04.07.2009
Schweiz / TG
Bootsmann
Beiträge: 710
Was ich nicht verstehen kann, warum haben sie die BR-Öffnung nach hinten gelegt? Ich meine die sollten doch auch wissen, dass bei diesem Einsatzgebiet die meisten Leute keinen oder nur einen sehr geringen Abstand zur Wand haben.
Das war bei mir unter anderem ein Punkt, wesshalb ich zu Adam griff.
#9
Registriert seit: 17.12.2011

Flottillenadmiral
Beiträge: 4282
Es hat fast keinen Einfluss wo das BR-Loch ist:Visaton - Lautsprecher und Zubehör, Loudspeakers and Accessories
Die LS bekommen damit nur mehr Bass, was bei ihnen wahrscheinlich auch gwollt ist.
#10
customavatars/avatar62485_1.gif
Registriert seit: 20.04.2007
DAH
Korvettenkapitän
Beiträge: 2421
Zitat soulreaver;18580379
Teufel mit Nubert zu vergleichen finde ich schon etwas frech :fresse:


Warum ? Teufel hat genau so angefangen, und die waren damals gar nicht mal so schlecht. :)


Zitat turbosnake;18582413
Es hat fast keinen Einfluss wo das BR-Loch ist:Visaton - Lautsprecher und Zubehör, Loudspeakers and Accessories
Die LS bekommen damit nur mehr Bass, was bei ihnen wahrscheinlich auch gwollt ist.


Warum gehts du nur von der Theorie aus, die Praxis kann aber anders klingen. :)
#11
customavatars/avatar26345_1.gif
Registriert seit: 17.08.2005

Oberbootsmann
Beiträge: 790
Ist das jetzt Blasphemie, wenn ich frage, ob man die Audioenignes 2 vergleichen kann?
#12
customavatars/avatar147384_1.gif
Registriert seit: 13.01.2011
Im Studio
Kapitän zur See
Beiträge: 3222
Dann lieber bissl draufpacken und Yamaha HS80M kaufen ;)
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