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Test: Sieben Universalfernbedienungen unter 100 Euro

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Seite 9: Fazit

Insgesamt haben fast alle Fernbedienungen in unserem Roundup eine Daseinsberechtigung - einzig Philips Prestigo SRU8008 konnte durch die Konkurrenz aus eigenem Hause nicht wirklich überzeugen. Doch in diesem Testfeld ist in allen Preiskategorien ein ansprechendes Produkt vorhanden - zwischen 20 und 90 Euro muss der Schnäppchenjäger aufbringen um eine Universalfernbedienung sein Eigen zu nennen. Doch eines ist hier ganz deutlich zu sehen: Je teurer die Fernbedienungen werden, desto umfangreicher sind ihre Einstellmöglichkeiten. Hat man dort also hohe Ansprüche, sollte man von einer 20-Euro-Fernbedienung Abstand nehmen, möchte man jedoch nur einen Fernseher und eine Stereoanlage steuern, kommt man auch mit den günstigen Modellen sehr gut zurecht. Kommen wir nun zu den Einzelfazits:
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Zu einem angemessenen Preis bekommt man mit der Harmony 600 eine stattliche Fernbedienung, die mit vielen Finessen der großen Fernbedienungen aufwarten kann. Favoriten gibt es hier zwar nicht, als Zapper kann man aber gut und gerne darauf verzichten. Dafür gibt es richtige Aktionen und frei belegbare Knöpfe auf der Harmony. Das Display gibt einen guten Überblick über weitere Funktionen, wenngleich es nicht zu den Spitzenkandidaten dieses Roundups gehört. Insgesamt ist die Harmony 600 dank ihrer guten Verarbeitung gerade als Nachfolger der 525 / 555-Serie sehr empfehlenswert, weshalb sie hier - vor Allem für Liebhaber von Displays und computergestützter Einrichtung - einen Preis-Leistungs-Award mit nach Hause nehmen kann.
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Positive Aspekte der Logitech Harmony 600:
  • angemessenes Display, Lagesensor
  • Aktivitäten und ausgereifte Software
  • gute Haptik, Hintergrundbeleuchtung
  • Preis
Negative Aspekte der Logitech Harmony 600:
  • fehlende Batteriestandsanzeige
  • langgestrecktes Bedienfeld

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Die Harmony 700 ist gut, keine Frage. Doch fehlt es uns für einen Mehrpreis von rund 25 Euro an einer klareren Abgrenzung zur Harmony 600. Ein Farbdisplay und ein paar Akkus sind zwar nette Features, rechtfertigen unserer Meinung nach aber den Mehrpreis nicht unbedingt - wer jedoch nicht darauf verzichten kann und die Harmony 600 klasse findet, sollte auf jeden Fall zur 700 greifen. Zwischen den beiden Modellen hat der Hersteller noch die 650 eingeführt, die zwar ein Farbdisplay hat, jedoch keine wiederaufladbaren Akkus, dafür ist sie schon ab ca. 70 Euro erhältlich. Für wenige Euro Aufpreis erhält man also Qualitätsakkus (Sanyo Eneloop) und ein USB-Netzteil - der Griff zum größeren Modell ist hier auf jeden Fall anzuraten.

Positive Aspekte der Logitech Harmony 700:
  • gute Haptik, Lagesensor
  • Aktivitäten, Favoriten, Makros
  • sehr ausgereifte Software
Negative Aspekte der Logitech Harmony 700:
  • Preis (in Anbetracht der Harmony 600)
  • Display (im Gegensatz zur unwesentlich teureren OFA XSight 2 Touch)
  • langgezogenes Bedienfeld

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Die XSight 2 Colour schneidet erwartungsgemäß sehr gut ab - basiert sie doch auf ihrem großen Bruder aus unserem letzten Testfeld und kann daher schon mit einigen Pluspunkten ins Rennen gehen. Die sehr gute Software lässt die Einrichtung kinderleicht erscheinen, läuft aber aktuell nur im Internet Explorer, da sie ActiveX benötigt. Dafür kann man mit einem großen, sinnvollen Display und den schier unendlichen Konfigurationsmöglichkeiten glänzen. Für alle, die keine Ambitionen haben, ihre Fernbedienung per Touchscreen zu bedienen, könnte die XSight 2 Colour eine echte Alternative sein. Durch den fehlenden Touchscreen fällt sich auch deutlich unter die Schmerzgrenze von 100 Euro.

Positive Aspekte der One-For-All XSight 2 Colour:
  • großes Display, Verarbeitung
  • sehr gute Software
  • Aktivitäten, Makros, Favoriten
Negative Aspekte der One-For-All XSight 2 Colour:
  • Software benötigt ActiveX

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Die One-For-All Digital 12 kann vor allem durch eines überzeugen - 12 Geräte gleichzeitig zu steuern und das für den geringen Preis von 30 Euro schafft sonst kein Testproband. Doch die Abstriche, die für dieses Unterfangen gemacht werden müssen, sind recht groß. So ist die Menüführung eher eine Qual, was nicht zuletzt an dem recht schlechten Display liegt. Überzeugen kann dafür die gleichmäßige, sich über die ganze Fernbedienung erstreckende Hintergrundbeleuchtung. Wer jedoch nicht unbedingt ein Display benötigt und auch mit sechs steuerbaren Geräten auskommt, sollte einen Blick auf die nachfolgende "SmartControl" werfen.

Positive Aspekte der One-For-All Digital 12:
  • Hintergrundbeleuchtung
  • Makros, Lernfunktion
Negative Aspekte der One-For-All Digital 12:
  • Display
  • Menüführung

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Mit nur 20 Euro ist die One-For-All Smart Control die günstigste Fernbedienung in unserem Roundup. Trotz abgespecktem Funktionsumfang brauch sich der Preiskönig nicht hinter den anderen Fernbedienungen zu verstecken. Denn auch hier finden sich die wichtigsten Funktionen direkt wieder. Die "Aktivitäten" verrichten meist problemlos ihren Dienst, sollte dies nicht so sein, kann man über die Help-Tasten die richtigen Eingänge finden. Natürlich sind keine großen Konfigurationssprünge mit der Fernbedienung möglich, doch sie steuert die meisten Heimkinokomponenten ohne Einschränkungen. Fehlt eine Funktion, lässt sie sich per Lernfunktion beibringen und später auch in Makros nutzen. Für Sparfüchse ist gerade diese Fernbedienung einen Blick wert. Auch hier konnte man überzeugen - zu einem sehr günstigen Preis lieferte man ein durchdachtes und einfaches Konzept, deshalb kann sich auch die Smart Control mit einem Award beglücken:
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Positive Aspekte der One-For-All Smart Control:
  • schickes Design, schnelle Einrichtung
  • Makros und SmartControl
  • Audio- und Video-Hilfefunktionen für richtige Eingangswahl
  • günstiger Preis
Negative Aspekte der One-For-All Smart Control:
  • wenig Freiheiten
  • teils fehlende Orientierung
  • keine Hintergrundbeleuchtung für alle Tasten

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Die SRU8015 ist mit 40 Euro zwar nicht die günstigste Fernbedienung in diesem Roundup, kann aber durch ihre hohe Funktionsvielfalt glänzen. Ein sehr gutes Display gepaart mit einer intuitiven Steuerung machen die Fernbedienung auf jeden Fall zum Tipp für alle Sparfüchse, die viel Funktion für wenig Geld haben wollen. Natürlich ist auch hier nicht alles Gold was glänzt, denn auch die SRU8015 hat negative Kritik verdient. So sind die Aktionen nicht viel mehr als Makros, die ein oder mehrere Geräte einschalten und auf den richtigen Kanal stellen, ebenso wirkt die ungleichmäßige Hintergrundbeleuchtung recht unprofessionell. Weiterhin hätten wir eine Trennung von Aktionen und Geräten für sinnvoll empfunden.

Positive Aspekte der Philips Prestigo SRU 8015:
  • Cursorsteuerung
  • gutes LCD-Display
  • günstiger Preis
  • Favoritentaste
Negative Aspekte der Philips Prestigo SRU 8015:
  • keine frei konfigurierbaren Aktionen
  • ungleichmäßige Hintergrundbeleuchtung
  • keine Trennung von Geräten und Aktionen

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Neben der SRU8015 ist auch die SRU8008 von Philips ins Rennen geschickt worden, doch konnte uns diese kaum beeindrucken. Teuerer als die SRU8015 und weniger Funktionen sind nicht gerade Verkaufsargumente. Wer nicht zwingend eine Trennung von Geräten und Aktivitäten benötigt, ist mit der SRU8015 deutlich besser bedient. Diese bietet das bessere Navigationsrad, das schickere Display und die übersichtlicheren Menüs.

Positive Aspekte der Philips Prestigo SRU 8008:
  • Aktivitäten und Geräte getrennt
  • schicke Optik
Negative Aspekte der Philips Prestigo SRU 8008:
  • wackeliges Navigationsrad, OK-Taste doppelt belegt
  • (fast) überflüssiges Display, keine Favoriten
  • ungleichmäßige Hintergrundbeleuchtung
  • keine frei konfigurierbaren Aktionen
  • Preis

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