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Round-Up: Vier Universalfernbedienungen ab 100 Euro

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Seite 4: One-For-All XSight 3 Touch

Nachdem nun zwei Logitech-Universalfernbedienungen ihr Können gezeigt haben, wollen wir zur Konkurrenz übergehen. In diesen hohen Preislagen finden sich meist extravagante und außergewöhnliche Fernbedienungen, die sich nicht in jedem Haushalt wiederfinden. So schickt der Hersteller "One-for-All" die XSight 3 Touch ins Rennen um sich gegen die zugegebenermaßen sehr starke Konkurrenz zu behaupten. Die Verpackung ist bedauerlicherweise eine Blisterverpackung und kann so für Fans schöner Verpackungen noch erstmaligem Öffnen nicht mehr als Designobjekt herhalten. Doch was zählt, ist der Inhalt.

Hier hat One-for-All nicht gespart: neben der Fernbedienung liegen der passende Akku, eine Schnellstartanleitung, eine Ladestation und das dazugehörige Netzteil sowie ein USB-Kabel bei. Nach dem Einlegen des Akkus kann es also sofort losgehen, denn dieser ist bereits vorgeladen und hält somit zumindest die erste Konfiguration stand. Praktisch ist die formschöne Aufladestation, in der die Fernbedienung ähnlich der Harmony 1100 präsentiert wird. Sie bietet der Fernbedienung einen festen Stand, trotzdem ist diese noch leicht zu entnehmen.

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Die Fernbedienung an sich ist recht einfach gehalten - ergonomische Formen finden sich hier nicht. So setzt der Hersteller bei der Touch-Variante auf schwarzen Hochglanz, einen 2,2-Zoll großen Touchscreen und eine gemischte Einrichtung, die entweder direkt von der Fernbedienung ausgeführt oder aber über die USB-Schnittstelle weiter angepasst werden kann. Das ist auch einer der größten Vorteile der Fernbedienung. Alle, die keine höheren Ansprüche an die Fernbedienung haben, denen aber das Design oder der Touchscreen wichtig sind, können die Fernbedienung mit dem integrierten Assistenten auch gänzlich ohne Software konfigurieren, die Profis hingegen haben die volle Auswahl mit der im Browser laufenden Software in Verbindung mit dem nur rund 600-kb großen Tray-Tools. Der Touchscreen entpuppt sich im Gegensatz zu den anderen Kandidaten als weniger hochwertig. So setzt One-For-All hier auf 6 sensitive Felder, es ist also nicht das komplette Display berührungsempfindlich. Dennoch reagieren diese sechs Felder sehr genau und schnell auf die Eingaben des Anwenders.

Die Fernbedienung an sich macht einen sehr hochwertigen Eindruck - sie ist nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer. Das Display ist von guter Qualität und reagiert sehr präzise, der darunterliegende Slider um zwischen den Menüs zu wechseln lässt etwas iPhone-Feeling aufkommen. Unter dem Display finden sich vier Buttons, die direkt zum Start-Bildschirm, den Favoriten, den anpassbaren Aktivitäten und den Geräten führen. Darunter - abgesetzt in einem gummierten Grauton - finden sich das Steuerkreuz, die Lautstärkeregelung und die Programmsteuerung. Die Mediabedienung und das Tastenfeld finden sich weiter unten. Praktisch: Für Videotext-Fanatiker sind die vier farbigen Tasten als Hardkeys vorhanden.


Spezifikationen "One-for-All XSight 3 Touch": Lieferumfang:
  • 2,2-Zoll-Touchscreen
  • Infrarot, Funk
  • Tasten-Hintergrundbeleuchtung
  • LCD-Uhr
  • Benutzer-Schnittstelle
  • Slide-Bar
  • eigene Nutzerprofile und Oberflächen einschließlich Kanallogos
  • Akku und Ladestation
  • Fernbedienung
  • Akku und Ladestation
  • USB-Kabel
  • Software-CD
  • Handbuch

Die Einrichtung geht - wie schon oben erwähnt - sehr einfach vonstatten. Hat man die Grundeinstellungen wahlweise im Internet oder auf der Fernbedienung getätigt, kann man die Fernbedienung an den PC anschließen und die Daten übertragen. Von dort aus lassen sich auch Aktivitäten und Programm-Favoriten erstellen, die sogar einzelnen Personen zugeordnet werden können. Die Software ist einfach zu bedienen und reagiert deutlich schneller, als man es von der Konkurrenzsoftware von Logitech gewohnt ist, doch Weiteres dazu in unserem späteren Vergleich. Alle Tasten haben einen sehr angenehmen Druckpunkt und reagierten in unserem Test tadellos, die starke Hintergrundbeleuchtung ist gerade bei nächtlichem Fernsehen eine Wohltat und die Helligkeit des Displays ist selbst bei einer Einstellung von zwei Dritteln Leuchtkraft und direkter Sonneneinstrahlung völlig ausreichend.

Etwas bedauerlich ist, dass die Fernbedienung nicht über einen Bewegungssensor verfügt und die Beleuchtung somit erst angeht, wenn man einen entsprechenden Knopf drückt. Dafür kann die Fernbedienung mit einer einzigartigen Funktion glänzen, die die anderen Kandidaten in unserem Testfeld nicht hervorbringen konnten. Sie kann ohne zusätzliches Zubehör Funksteckdosen steuern. Dabei ist man aber nicht auf die One-for-All-Steckdosen beschränkt sondern kann auch die bei Logitech-Harmony-Besitzern sehr beliebte Intertechno-Serie ohne Probleme steuern.

Insgesamt kann die Fernbedienung in allen Punkten überzeugen- die Einrichtung ist simpel, kann aber auch detaillierter vorgenommen werden, die Verarbeitung ist tadellos und die Fernbedienung liegt gut in der Hand. Ob Philips mit der "SRT 9320" die Messlatte noch höher legen kann, lesen Sie auf der folgenden Seite.