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Teufel Concept E 400 - mehr als ein Facelift - Klangeindruck

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Seite 6: Klangeindruck

Zunächst möchten wir darauf hinweisen, dass es sich bei unseren Klangtests um eine rein subjektive Einschätzung handelt. Jeder Hörer nimmt Töne anders wahr und kann daher andere Klangeindrücke als „besser“ bzw. „schlechter“ einstufen. Wichtig ist es ebenso, unsere Klangtests in Relation zur verwendeten Soundkarte zu setzen. Getestet werden alle Boxensysteme zwar mit mehreren Soundkarten, die unterschiedliche Klang-Eigenschaften besitzen, in den eigenen vier Wänden kann eine Kombination aber noch einmal gänzlich anders klingen.

Als Zuspieler kamen unsere üblichen Verdächtigen zum Einsatz. So musste sich das Concept E 400 in Kombination mit Auzentechs X-Fi Prelude und ASUS’ Xonar D2X beweisen.

Klang Musik:

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Im Stereo-Einsatz kommen natürlich nur zwei Satelliten zum Einsatz. Da die CE 20 FCR bereits bei Teufels Concept C200 USB auf der ganzen Linie brillieren konnten, liegt auf der Hand, dass es sich Set klangtechnisch hier ähnlich verhält – zumindest, wenn es um den Hochtonbereich geht.

Bei unserem Referenz-Song „Forgiven not Forgotten“ konnte Teufels Maxi-Set bereits ab dem ersten Ton brillieren. Die kleinen Satelliten besitzen eine ungemein freie und losgelöste Spielweise und vermitteln auf diese Weise eine enorme Spielfreude. Die zum Anfang des Stücks einsetzende Geige wird dabei sehr luftig aber dennoch präzise und niemals schneidend dargestellt – ein Moment, bei dem viele Sets bereits das erste Mal schwächeln. Nicht so beim Concept E 400, denn das Volumen der Geige wird sehr lebensecht dargestellt, ohne dass das Gebotene dabei zu irgendeinem Zeitpunkt unrealistisch oder gar übertrieben oder aber zu dünn klingt.

Die bravouröse Vorstellung wird aber auch dann fortgesetzt, wenn die Drums zum ersten Mal einsetzen. Der gigantische Subwoofer erzeugt einen tiefen, rabenschwarzen aber niemals zu dick auftragenden Bass, der dabei stets das Gefühl vermittelt, noch einmal eine Schippe nachlegen zu können – ein Gefühl das sich im Verlauf des weiteren Tests übrigens bestätigen wird, dazu aber zum gegebenen Zeitpunkt mehr. Einzig in Grenzbereichen könnte die Darstellung ab und an etwas mehr an Präzision vertragen. Noch kann sich der Woofer allerdings nicht von seinem Motiv-5-Bruder absetzen, der mühelos mitgeht.

Eine wahre Freude ist es aber bereits im Stereo-Betrieb dem Concept E 400 in Bezug auf die Bühnenabbildung zu lauschen. Die gesamte Bühne unserer Unplugged-Aufnahme wurde klar gestaffelt dargestellt – so wurde jedem Instrument und jeder Stimme ein klar definierter Platz zugeordnet, an dem sie während der Wiedergabe wie angemeißelt verharrte.

Alles in allem vermittelt das Concept E 400 im Stereo-Betrieb – der mit Sicherheit nicht das anvisierte Zielgebiet des Sets ist – eine enorme Spielfreude in Kombination mit einem abgerundeten, nie nervenden und klar durchzeichneten Klangbild. Dem teureren Motiv 5 muss es sich dabei einzig aufgrund des noch einmal klarer gestaffelten und feinfühligeren Mitteltonbereichs geschlagen geben.

Klang: Filme + Games

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Bislang haben wir uns ausschließlich mit der Wiedergabe von Stereo-Musik beschäftigt. So ist zwar davon auszugehen, dass zahlreiche der gewonnenen Klangeindrücke auch in Bezug auf die Mehrkanalwiedergabe gelten. Da Teufel das Concept E 400 aber eindeutig als High-End-Multimedia-Set deklariert, ist davon auszugehen, dass unser Testmuster in dieser Disziplin noch einmal auftrumpfen kann.

Bereits bei zwei aktiven Satelliten konnte das Concept E 400 mit einer überragenden Bühnenabbildung auftrumpfen. Kein Wunder also, dass sich Teufels Set auch hinsichtlich der Räumlichkeit im Surroundbetrieb nicht hinter den Konkurrenten verstecken muss. Egal, ob wir das Set mit Mehrkanal-Konzertaufnahmen, aktuellen Filmhighlights wie „James Bond: A Quantum of Solace“ oder aber mit Games vom Schlage eines „Call of Duty: World at War“ fütterten, stets fühlte man sich als Zuschauer mitten in das Geschehen hinein versetzt. Dass dies so mühelos gelingt ist sicherlich auch ein Verdienst der fünf identischen Satelliten – wird ein sehr homogenes Klangfeld geschaffen: Töne klingen auch dann, wenn sie durch den ganzen Raum laufen stets gleich.

Obwohl es sich beim Concept E dabei „nur“ um ein 5.1-Set handelt wird der Zuhörer in ein dichtes, lückenloses Klangfeld gehüllt. Teufel schafft es also ohne große Mühen die hervorragende Bühnenabbildung der Stereo-Wiedergabe in die Surroundwelt zu portieren.

Die große Stunde des Concept E 400 schlug bei Games oder Filmen aber dann, wenn es auf dem Bildschirm mächtig zur Sache ging. Langweilte sich der Woofer bei der Musikwiedergabe teils noch, lief er dann zur Hochform auf, wenn Explosionen den Fußboden erzittern ließen, grollende Motoren die Magengrupe anregten oder ganze Häuser in sich zusammenstürzten – in Sachen Dynamik kennt der Subwoofer schier keine Grenzen – gerade dann, wenn man das Concept E 400 mit bereits bekannten Surround-Sets vergleicht. Dabei stellten auch extreme Pegel, die weit jenseits der Zimmerlautstärke lagen keine Probleme dar – der CE400 SW komprimierte nie, wirkte nie sonderlich bemüht und hinterließ somit stets einen entspannten Eindruck. Ein wenig der Präzision ging bei weit gesteigerten Lautstärken verloren.

Im direkten Vergleich mit dem teureren Motiv 5 konnte der CE400 SW ebenfalls recht mühelos mithalten, da er einerseits die wuchtigere Spielweise an den Tag legte, was ihn gerade für Games und Filme prädestiniert. In Sachen Einfühlungsvermögen und Präzision fällt er jedoch leicht hinter den teureren Kollegen zurück.