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Huawei Mate 9 im Test

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Seite 3: Kamera

Leica 2.0

Wie gut die Kamera des P9 ist, zeigt nicht nur das gute Abschneiden im Test, auch die Verkaufszahlen belegen dies ein Stück weit - mehr als neun Millionen Exemplare konnte man seit dem Start absetzen. Schon während der Vorstellung im Frühjahr betonten Huawei und Leica, dass die Zusammenarbeit keine einmalige Angelegenheit sein solle. Entsprechend konnte man davon ausgehen, dass auch andere Smartphones der Chinesen entsprechend bestückt würden. Gedauert hat es bis zum Mate 9, die zwischen beiden Modellen liegende Zeit haben beide Unternehmen aber nicht ungenutzt gelassen. Zwar ist man dem grundsätzlichen Gerüst bestehend aus je einem Monochrom- und RGB-Sensor treu geblieben, wichtige Details hat man aber verändert. So löst der Monochrom-Sensor nun mit 20 Megapixel auf, der Farbsensor hat einen optischen Bildstabilisator spendiert bekommen. Die Pixel-Differenz zwischen beiden Sensoren nutzt man für die Simulation eines zweifachen optischen Zooms, ähnlich wie Apple beim iPhone 7 Plus. All das sorgt dafür, dass von Version 2.0 der Dual-Kamera gesprochen wird.

Auf die technischen Details gehen wir zu einem späteren Zeitpunkt im Detail ein, ähnlich wie auch schon beim P9. Die weitere Ausstattung: Die Optik der beiden rückseitigen Kameras bietet Blende f2.2, mit dem neu hinzugekommenen Phase-Detection-Fokus stehen nun insgesamt vier Fokussierungsarten zur Verfügung, die auch zusammen eingesetzt werden können, zwei unterschiedlich farbene LEDs sollen für gutes Licht sorgen. Auf der Vorderseite steht ein 8-Megapixel-Sensor bereit, die Blende beträgt hier f1.9.

Im direkten Vergleich schneidet das Mate 9 leicht besser als das P9 ab, vor allem im dort leicht kritisierten Automatikmodus. Farben und Details bleiben bei guten Lichtverhältnissen naturgetreu erhalten, einzig die Schärfe könnte minimal höher ausfallen - das fällt aber nur bei Zoom-Stufen von 100 % und mehr auf. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Fotos mit dem Monochrom- oder dem RGB-Sensor geschossen werden. Kommt letzterer zum Einsatz, kann zwischen drei verschiedenen Farbprofilen gewählt werden, die unter anderem den typischen Leica-Look simulieren sollen. Bei schlechteren Lichtverhältnissen profitiert das Smartphone vom optischen Bildstabilisator sowie den Zusatzinformationen, die der Monochrom-Sensor sammelt. Wer auf künstlich aufgehellte Aufnahmen wie beim Galaxy S7 Wert legt, dürfte jedoch enttäuscht werden. Denn auf eine derartige Verfremdung der Szenerie verzichtet Huawei, was in dunkleren Bildern resultiert, die aber immer noch klar über dem Durchschnitt landen.

Wie schon beim P9 lassen sich die Ergebnisse generell noch steigern, wenn auf die Automatik verzichtet wird. Im Pro-Modus mit Live-Vorschau können alle wichtigen Parameter wie ISO und Belichtungszeit direkt beeinflusst werden. Zusätzlich bietet die Kamera-Applikation die üblichen Modi für bestimmte Situationen, darunter einen speziellen Nachtmodus und HDR. Letzterer erhöht den Dynamik-Umfang in den meisten Fällen klar erkennbar und sorgt bei entsprechenden Helligkeitsverhältnissen für Aufnahmen in sehr guter HDR-Optik. Leider muss der Modus auch beim Mate 9 manuell gewählt werden, eine Automatik bietet Huawei auch hier nicht an. Erneut viel Spaß bereitet das Spiel mit der Tiefenschärfe. Hier arbeiten die beiden Sensoren zusammen, der Fokus-Punkt lässt sich im Nachhinein schnell und einfach verändern. Durch den in den SoC gewanderten ISP und die auch dadurch höhere Performance ist der Effekt ausgeprägter und vor allem auch gleichmäßiger als beim P9.

Dem nova folgend bietet auch das Mate 9 die Möglichkeit, Videos in 4K-Auflösung mit 30 fps aufzuzeichnen. Die Bildqualität ist auch hier überdurchschnittlich, Artefakte treten erst bei sehr schnellen Bewegungen auf. Gut gefällt hier die Herausfilterung von Nebengeräuschen, die auf Wunsch aktiviert wird. Darüber hinaus lassen sich auch Zeitraffer und -lupen-Videos aufzeichnen, erstere jedoch nur in 720p, letztere wahlweise in 1080p120 oder 720p240. Damit bietet das Mate 9 mehr als die aktuellen Snapdragon-82x-Konkurrenten.

Die Kamera-Applikation gleicht in puncto Aufbau der des P9, Abweichungen betreffen lediglich die genannten Funktionsänderungen. Auch Neulinge finden sich schnell zurecht, die Live-Vorschau im Pro-Modus hilft beim Experimentieren.

 

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Kommentare (17)

#8
Registriert seit: 10.10.2007

[online]-Redakteur
Beiträge: 1021
Zitat HP815;25058395
Hi, was bedeutet die SIM Karten können gleichzeitig genutzt werden? Nur zum telefonieren (was klar wäre) oder können sie auch gleichzeitig im Datennetz verwendet werden? Um beispielsweise O2 und D1 Netz von der Abdeckung zu kombinieren?

Das funktioniert nicht. Für die Datennutzung kann nur eine der beiden SIM-karten genutzt werden, der Wechsel ist innerhalb der Optionen möglich.
#9
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Registriert seit: 05.02.2003
Braunschweig, Tangermünde
BadBoy
Beiträge: 15798
Zitat Ezeqiel;25059090
M.M.n. schon. Die Nutzungsszenarien unterscheiden sich halt von User zu User. Ich z.B. verwende meine Handies bzw. Smartphones sehr lange, selbst ein altes Sony Xperia Ray tut an der Anlage oder am Kopfhörer noch seinen Dienst als Musik-, Podcast- und Radioabspielgerät. Und da ist es einfach ein Ärgernis und nun mal gar nicht im Sinne von Nachhaltigkeit, wenn der Akku nicht durch den User austauschbar ist.

Ein fest verbauter Akku sollte also in jedem Fall als Negativpunkt genannt bleiben und nicht blos im Text erwähnt werden. User, die ihre Smartphones in kürzeren Abständen als so alle 2 Jahre wechseln, können diesen Negativpunkt dann ja ignorieren, wobei ich dieses Nutzungsszenario nicht so wirklich nachvollziehen kann.

Selbst bei manchen Notebooks findet sich diese Unart schon....:hmm:

Viele Grüße,
Ezeqiel


Genauso sehe ich das auch. Mein Galaxy S3 beispielsweise verwende ich seit 4 Jahren (mittlerweile mit zwei Akkus, der erste hat schon deutlich an Kapazität verloren, auch der zweite hat mittlerweile nachgelassen) und es wird nun auch weiterhin als Zweitgerät eingesetzt werden. Von daher war es mir beim "Neukauf" wichtig, dass das nächste Smartphone wieder einen einfach wechselbaren Energiespender besitzt und von daher blieb für mich lediglich das LG G5 übrig.

Und bei Notebooks kommt es mittlerweile sehr oft vor, dass der Akku nicht mehr von außen entnehmbar ist, was ich persönlich noch absurder finde, da man gerade Gaming-Laptops ja eher stationär verwendet und es in diesem Falle besser für die Haltbarkeit (geringere Temperatureinwirkung und keine immer wiederkehrenden, kleinen Ladezyklen) wäre, wenn man diesen herausnehmen könnte.
#10
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Registriert seit: 23.10.2016

Stabsgefreiter
Beiträge: 346
Vernünftige, spaltfreie Verarbeitung lässt sich halt schlecht mit Akkutausch vereinbaren. Das S3 ist nun wirklich kein Vergleich. Hatte diesen Plastikbomber selbst und zeitgleich mit Nachlass des Akkus war die Krücke eh längst zu lahm. Und so lange hat man ein Handy eh meistens nicht.
#11
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Registriert seit: 03.10.2005
Ruhrpott
Korvettenkapitän
Beiträge: 2415
Zitat Pfeifenheini;25060317
Vernünftige, spaltfreie Verarbeitung lässt sich halt schlecht mit Akkutausch vereinbaren. Das S3 ist nun wirklich kein Vergleich. Hatte diesen Plastikbomber selbst und zeitgleich mit Nachlass des Akkus war die Krücke eh längst zu lahm. Und so lange hat man ein Handy eh meistens nicht.

+1

Ich bin froh, dass sie auf wechselbare Akkus immer mehr verzichten und dafür spaltfreie und extrem kompakte Gehäuse realisierbar sind. Galaxy S3? Habe hier noch eins rumliegen, ganz grausamer Plastikbomber, wenn ich das neben mein Mate S halte...
#12
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Registriert seit: 07.05.2008
hinter den 7 Bergen
Leutnant zur See
Beiträge: 1172
Zitat CologneShark;25058536
Das ist sehr schade. Danke für die Antwort.


Das kan´nst du dann doch im Whattsap eisntellen.
#13
Registriert seit: 08.07.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 144
@Pfeifenheine und @Darth Wayne:

Zitat Pfeifenheini;25060317
Und so lange hat man ein Handy eh meistens nicht.

Ich vermeide das Wort "man" in solchen Fällen und schreibe "ich". Ich wüßte hier nämlich eher nicht, wie lange "man" ein Handy hat. ;)

Wie ich schon sagte: es mag Zielgruppen geben, denen ein wechselbarer Akku nicht wichtig ist. Und zu einer dieser Zielgruppen zählt ihr dann halt und ihr könnt diesen Negativpunkt getrost ignorieren.

Daraus aber eine Forderung wie die von Averomoe gestellte abzuleiten, diesen Negativpunkt dann gar nicht mehr anzuführen, geht fehl, da es eben auch andere Zielgruppen für solche Artikel gibt, solche zum Beispiel, denen ein einfach wechselbarer Akku eben sehr wohl wichtig ist. Und mir persönlich reicht ein bloßes Erwähnen im Text dann bei weitem nicht.

Viele Grüße,
Ezeqiel
#14
Registriert seit: 30.08.2008
Lübeck
Bootsmann
Beiträge: 526
Ich habe eigentlich auch immer Wert gelegt auf einen Wechselakku und ganz ehrlich, genutzt habe ich den Wechsel fast nie, obwohl ich mir immer mind. einen 2. gekauft hatte. Denn zumindest meine Geräte haben immer locker über den Tag gehalten und selbst wenns mal eng wurde, ne Lademöglichkeit gabs immer irgendwo, sei es im Büro oder Auto. Und Abends kams dann eben ans Ladegerät . Und Argument Haltbarkeit, ich habe selten ein Handy länger als 2 Jahre und da hatte ich noch nie Probleme, selbst mein fast 7 Jahre altes HTC Legend, funktioniert noch recht gut mit dem ersten Akku.
#15
Registriert seit: 08.07.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 144
Solange du nicht denkst, jeder würde das ähnlich handhaben und dass deshalb die Erwähnung als Negativpunkt überflüssig wäre, ist das ja auch ok.

Viele Grüße,
Ezeqiel
#16
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Registriert seit: 29.05.2001
Dortmund
Flottillenadmiral
Beiträge: 4530
Zitat Ezeqiel;25059090
M.M.n. schon. Die Nutzungsszenarien unterscheiden sich halt von User zu User. Ich z.B. verwende meine Handies bzw. Smartphones sehr lange, selbst ein altes Sony Xperia Ray tut an der Anlage oder am Kopfhörer noch seinen Dienst als Musik-, Podcast- und Radioabspielgerät. Und da ist es einfach ein Ärgernis und nun mal gar nicht im Sinne von Nachhaltigkeit, wenn der Akku nicht durch den User austauschbar ist.

Ein fest verbauter Akku sollte also in jedem Fall als Negativpunkt genannt bleiben und nicht blos im Text erwähnt werden. User, die ihre Smartphones in kürzeren Abständen als so alle 2 Jahre wechseln, können diesen Negativpunkt dann ja ignorieren, wobei ich dieses Nutzungsszenario nicht so wirklich nachvollziehen kann.


Das typische "Argument" bei dem mal wieder nicht weiter als von der Wand bis zur Tapete gedacht wurde...

Ein durch den Benutzer wechselbarer Akku mit allem was dazu gehört (abnehmbare Rückseite mit entsprechenden Verschlussvorrichtungen, doppelte "Wände" im Smartphone und um den Akku, Kontaktflächen an Akku und im Smartphone) verbraucht unendlich viel Platz im Vergleich zu einem fest im Gerät verbauten Akkus in einem Unibody-Smartphone!!
Wenn man genau diesen Platz schon von Anfang an für eine deutlich erhöhte Akku Kapazität nutzt (und genau das machen inzwischen viele Hersteller, mein Redmi Note 3 Pro hat satte 4050mAh ohne besonders dick/klobig zu sein) hat man auch nach 3-4 Jahren effektiv noch mindestens genau so viel Akku Leistung als wenn direkt die üblichen <2500mah mini-wechselakkus da rein gebaut werden, die am anfang schon nur gerade so über den tag kommen und spätestens nach 2 jahren, wenn sie noch 60-70% haben, vollkommen unbrauchbar im täglichen einsatz sind.
Unabhängig davon kann man auch fest verbaute Akkus vollkommen problemlos in einer entsprechenden Servicewerkstatt zu relativ humanen Kosten austauschen lassen kann... und es ist ja nicht so als ob man das jetzt alle 3 Wochen machen lassen muss.
Nur so weit denkt halt keiner von den "früher-war-alles-besser"-Wechselakku-Fetischisten


Und nur fürs Protokoll:
Ich habe hier ein Xperia S, dürfte knapp 5 Jahre alte sein, fest verbauter Akku, kommt bei moderater Nutzung noch problemlos über den Tag




Zitat Ezeqiel;25061819
@Pfeifenheine und @Darth Wayne:


Ich vermeide das Wort "man" in solchen Fällen und schreibe "ich". Ich wüßte hier nämlich eher nicht, wie lange "man" ein Handy hat. ;)

Wie ich schon sagte: es mag Zielgruppen geben, denen ein wechselbarer Akku nicht wichtig ist. Und zu einer dieser Zielgruppen zählt ihr dann halt und ihr könnt diesen Negativpunkt getrost ignorieren.

Daraus aber eine Forderung wie die von Averomoe gestellte abzuleiten, diesen Negativpunkt dann gar nicht mehr anzuführen, geht fehl, da es eben auch andere Zielgruppen für solche Artikel gibt, solche zum Beispiel, denen ein einfach wechselbarer Akku eben sehr wohl wichtig ist. Und mir persönlich reicht ein bloßes Erwähnen im Text dann bei weitem nicht.

Viele Grüße,
Ezeqiel


Meiner Oma sind physische Wähltasten auf ihrem Handy auch total wichtig, die kommt mit dem neumodischen "touch-Zeuchs" einfach nicht klar!
Schreiben wir das jetzt auch als Negativ-Punkt in jedes Handy Review?
Oder kommen wir irgendwann mal im Jahr 2016 an und realisieren wie bzw. wohin sich der Markt und der Anspruch des Großteils der Konsumenten schon seit einiger Zeit bewegt?
#17
Registriert seit: 08.07.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 144
Mal das mir doch eher polemisch erscheinende Beispiel mit deiner Oma außen vorgelassen: warum ignorierst du diesen Punkt als Negativpunkt aufgeführt nicht einfach auch? :confused:

Was deine übrigen Ausführungen angeht finde ich die Aussage, ein wechselbarer Akku würde unendlich viel Platz (natürlich fett hervorgehoben :)) verbrauchen, dann doch ein bisschen sehr arg übertrieben. Andere Hersteller bringen so etwas doch auch fertig, wenngleich es immer weniger zu sein scheinen. So riesig groß, wie du es darstellst, scheinen die Vorteile fest verbauter Akkus dann nun also auch nicht zu sein.

Halten wir doch mal fest, was ich sagen wollte: Für die Zielgruppe, die gerne einen wechselbaren Akku haben wollen, soll ein Hinweis darauf in der zusammenfassenden Negativ-/Positiv-Liste drin bleiben. Wem wie dir das nicht wichtig ist, der ignoriert das einfach. Was ist denn daran nun so schrecklich?

Das zu erklären sollte doch auch ohne Oma-Beispiel gehen.

Ach so: sicher bist auch du in der Lage, nicht beleidigend zu werden. Ich jedenfalls versuche es wenigstens. Es geht hier schließlich nicht um Leib und Leben. :wink:

Viele Grüße,
Ezeqiel
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