> > > > Huawei Mate 9 im Test

Huawei Mate 9 im Test

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 2: Leistung, Display, Laufzeit

Der Kirin 960 ist schnell, aber nicht immer der schnellste

Viel bieten will Huawei aber nicht nur mit Blick auf die Ausstattung, auch die Leistung soll überzeugen. Allerdings wollte man sich dafür nicht auf andere verlassen, sondern setzt zum ersten Mal auf den neuen Kirin 960. Der als Nachfolger des noch im Mate 8 und P9 verbauten Kirin 950 und 955 konzipierte SoC wurde in wichtigen Details überarbeitet, die Unterschiede sollen teils gravierend sein.

Ein leichtes Plus verspricht man bei der CPU-Performance. Die im Kirin 950/955 noch vorhandenen vier Cortex-A72-Kerne mussten ihren Nachfolgern Cortex-A73 weichen, die maximale Taktrate des schnellen Clusters wurde jedoch auf 2,4 GHz begrenzt; beim Kirin 950 waren es 2,3, beim Kirin 955 2,5 GHz. Am langsamen Cluster wurde hingegen nichts verändert, hier bleibt es bei vier bis zu 1,8 GHz schnellen Cortex-A53-Kernen. Dennoch soll das Plus bei 10 bis 18 % liegen, abhängig von der Zahl der jeweils genutzten Kerne. Tatsächlich fällt der Zugewinn höher aus. In der Single-Thread-Wertung (Geekbench 3) erreichte das Mate 9 im Test rund 2.200 Punkte und damit etwa 24 und 29 % mehr als P9 und Mate 8. Im Multi-Thread-Test wurden mehr als 6.900 Punkte erreicht, hier sind es rund 10 % mehr. Im neueren Geekbench 4 reicht es für circa 1.900 und 5.500 Punkte, hier übertrifft das Mate 9 den bisherigen Spitzenreiter Pixel XL deutlich. Anders sieht es hingegen in Geekbench 3 aus. Berücksichtigt man die üblichen Schwankungen, teilt sich Huaweis Flaggschiff den ersten Platz in der Single-Thread-Wertung mit dem Pixel XL. Leicht absetzen kann man sich hingegen, wenn alle Kerne gefordert werden. Das Plus gegenüber dem zweitplatzierten Gerät, dem Galaxy S7, liegt bei fast 6 %, gegenüber dem bestplatzierten Snapdragon-820-Smartphone bietet das Mate 9 eine um 33 % höhere Performance.

Wichtiger war Huawei jedoch die GPU, zuletzt fast schon die traditionelle Achillesferse der eigenen Kirin-Chips. Entsprechend verwundert es nicht, dass man die zuletzt verbaute Mali-T880 MP4 gegen die brandneue Mali-G71 MP getauscht hat; als erster Hersteller überhaupt nutzt man ARMs Grafiklösung. Die zur aktuellen Bifrost-Generation gehörende GPU zielt vor allem auf hochauflösende Displays und VR-Anwendungen ab, soll aber auch in allen anderen Belangen mehr Leistung als die Vorgänger bieten. Huawei selbst nennt ein Plus von 180 %, also fast eine Verdreifachung gegenüber dem Kirin 950. Die ersten 100 % dürften dabei jedoch auf das simple Verdoppeln der Shader-Einheiten zurückgehen, aus vier (MP4) wurden acht (MP8). Der Rest des Zugewinns soll durch Architektur-bedingte Änderungen erreicht werden, am Takt (900 MHz) hat man hingegen nichts geändert.

Ob das der Grund dafür ist, dass das Plus im Test weit weniger groß aus versprochen ausfällt, ist unklar. Huawei selbst verwies im Rahmen der Präsentation auf die GFXBench-Szenarien Manhattan und T-Rex, jeweils im Offscreen-Modus. In beiden Durchläufen erreichte das Mate 9 im Mittel 31 und 73 fps und damit rund 70 % mehr als das Mate 8. Das ist zwar immer noch ein spürbarer Zugewinn, am Snapdragon 820 und 821 mit der verbauten Adreno 530 kommt der Kirin damit aber ebenso wenig vorbei wie am Exynos 8890 mit seiner Mali-T880 MP12. In der SoC-Rangliste reicht es in puncto GPU-Leistung somit nur für Rang 3. In Benchmarks wie dem 3DMark kann sich das Smartphone somit weit oben, aber nicht an der Spitze platzieren, das Pixel XL ist hier beispielsweise 10 bis 17 % schneller, das Galaxy S7 edge bis zu 15 %. In AnTuTu 6 gibt es ein ähnliches Bild, in der Gesamtwertung muss man die Snapdragon-82x- und Exynos-8890-Riege vorbeiziehen lassen, der Abstand fällt größtenteils aber äußerst gering aus.

Betrachtet man dann Tests wie PCMark oder Basemark OS II, relativiert sich der Eindruck ein Stück weit. Denn in beiden Benchmarks erreicht das Mate 9 den ersten Platz, der Vorsprung vor dem jeweils zweitplatzierten Gerät liegt bei 7 bis 14 %.

Ob der Kirin 960 am Ende der derzeit schnellste SoC im Android-Lager ist, hängt somit vom jeweiligen Einsatzgebiet ab. Klar ist aber, dass er über genügend Reserven für die nahe und mittlere Zukunft verfügt. Im Laufe des Tests gab es selbst mit den technisch fordernsten Spiele keinerlei Probleme, was auch an der Berücksichtigung aller derzeit wichtigen Grafikstandards liegt; Vulkan ist ebenso mit an Bord wie OpenGL ES 3.2.

Vielleicht wäre am Ende sogar noch etwas mehr drin, wenn die CPU-Kerne den Maximaltakt kontinuierlich halten könnten. Während der Benchmarks gab es immer wieder kürzere Einbrüche, das schnelle Cluster fiel dann auf etwa 1,8 GHz zurück, das langsamere auf 1,4. Hier könnte es sich um ein Problem mit der Wärmeentwicklung handeln, unter Volllast erreichte die Rückseite im Test rund 40 °C.

Der im 16-nm-FinFET-Plus-Verfahren gefertigte Chip weist aber gegenüber seinem Vorgänger auch noch andere Änderungen auf. Unter anderem unterstützt er nur noch RAM von Typ LPDDR4, kann mit UFS-2.1-Speicher umgehen und soll dank des Sensor-Hubs i6 sparsamer sein, wenn es um die Ansteuerung der diversen Sensoren geht. Neu sind darüber hinaus der Hi-Fi-Part des SoCs und die Integration des ISPs, der für die Verarbeitung der Kameradaten wichtig ist. Bislang war dieser nicht Teil des Chips, die neue Platzierung ermöglicht laut Huawei aber eine bessere Performance, was sich bei der Bildqualität bemerkbar machen soll.

Zu wenig Pixel und zu viel Blau

Auch wenn man es beim ersten Kontakt kaum glauben mag, das Display des Mate 9 fällt tatsächlich kleiner als das des Mate 8 aus. Ob der Unterschied von 0,1 Zoll im Alltag einen Unterschied macht, darf aber bezweifelt werden. Schließlich redet man einem Smartphone, dass immer noch eine Bildschirmdiagonale von 5,9 Zoll bietet. Interessant ist die Schrumpfkur aber dennoch. Schließlich führt die dazu, dass Huawei das Panel nicht unverändert übernehmen kann und entsprechend auch an anderen Details Änderungen vornehmen kann.

Doch in zwei ganz entscheidenden Punkten hat man diese Möglichkeit nicht genutzt. Erneut setzt man auf die IPS-Technik, erneut hält man 1.920 x 1.080 Pixeln fest. Das resultiert zwar in immer noch ausreichenden 373 ppi, wie schon in der Vergangenheit kann man diesbezüglich aber nicht mit der Oberklassekonkurrenz mithalten, bei der QHD längst etabliert ist - mit allen Vor- und Nachteilen. Entscheidender ist jedoch, wie hoch die Darstellungsqualität ist. Zunächst fällt auf, dass das Display mit rund 604 cd/m² in der Spitze sehr hell ist und somit auch bei direkter Sonneneinstrahlung ohne größere Einbußen abgelesen werden kann. Darunter leidet ein Stück weit der bestmögliche Schwarzwert, der bei nur 0,416 cd/m² liegt, was in einem Kontrastverhältnis von 1.454:1 resultiert.

Gemischt fällt auch die Bewertung der Farbdarstellung aus. Generell wirken alle Töne kräftig, aber nicht unnatürlich. Zu einem guten Teil liegt das an den abgedeckten Farbraumprofilen, beim sRGB-Standard werden beispielsweise 97 % erreicht. Allerdings offenbarte die Messung, dass es gleichzeitig einen Blaustich gibt. Ab Werk wurden rund 9.000 Kelvin genutzt, in den Display-Einstellungen kann mit Hilfe eines Farbrades jedoch eingegriffen werden. Einen besseren Wert als gut 7.400 Kelvin konnten wir aber nicht erreichen. Dafür gibt es wieder einen speziellen Lesemodus, der den Blauanteil des Bildschirminhalts verringert. Das soll Anstrengungen für die Augen minimieren, geht aber wie üblich zulasten der Farbechtheit.

Mit Googles VR-Lösung Daydream VR kann das Mate 9 übrigens nicht zusammenarbeiten. Lediglich das Schwestermodell Porsche Design Huawei Mate 9 wird als kompatibel geführt.

Lange Laufzeit, kurze Ladezeit

Mit dem Aus für das Galaxy Note 7 hat das Wettrüsten in Bezug auf die Akkugröße bei Smartphones einen traurigen Höhepunkt erreicht. Eine Entwicklung die zeigt, wie wichtig das Thema Laufzeit bei Herstellern und Verbrauchern ist. Deshalb ist es keine Überraschung, dass Huawei beim Mate 9 auch diesen Punkt explizit bewirbt.

Wie schon im Vorgänger liegt die Kapazität bei 4.000 mAh, womit sich das Gerät diesbezüglich klar oberhalb der Konkurrenz platziert. Im Zusammenspiel mit diversen Energiesparmaßnahmen auf Seiten des Betriebssystems sowie des SoCs soll eine Ladung bei laut Huawei üblicher Nutzung für mehr als zwei Tage ausreichen, selbst Power-User sollen weit mehr als Tag überstehen können. In den beiden standardisierten Tests konnte das Mate 9 gute bis sehr gute Werte erzielen. Die Video-Schleife mit lokal gespeichertem Full-HD-Material durchlief das Smartphone rund zwölf Stunden lang, im PCMark hielt es nicht ganz neuneinhalb Stunden durch.

Im Praxiseinsatz mit mehreren kurzen Telefonaten pro Tag, dem Abgleich von Mail-Konten sowie dem Surfen per WLAN und LTE konnten wir im Test etwa drei Tage ohne Ladegerät auskommen - erst nach nicht ganz 71 Stunden musste es wieder angeschlossen werden. Dabei wären noch bessere Zeiten möglich gewesen, denn auch das Mate 9 bietet verschiedene, mehrstufige Energiesparmodi an, die teilweise jedoch deutlich zulasten der Funktionalität gehen.

Genauso wichtig wie ein überzeugendes Durchhaltevermögen war Huawei jedoch auch das möglichst schnelle Wiederbefüllen. Hier setzt man erstmals auf die eigene SuperCharge-Technik, die das Laden mit bis zu 22,5 W ermöglicht - vorausgesetzt, das mitgelieferte Netzteil wird verwendet. Versprochen werden ausgehend von einem leeren Akku unter anderem etwa 240 Minuten Videowiedergabe nach nur zehn Minuten, 50 % Füllung nach 20 Minuten sowie ein komplett voller Akku nach 90 Minuten. Auf die Minute genau sind diese Angaben zwar nicht, im Test fielen die Abweichungen aber nicht gravierend aus - die Marke von 100 % wurde beispielsweise nach 105 Minuten erreicht.

Damit die hohe Ladeleistung nicht zu Schäden führt, wird der gesamte Vorgang mittels der „Super Safe 5 Gate Protection“ überwacht. Dabei werden Spannung und Temperatur permanent gemessen, um Gerät und Akku zu schützen. Die Auswirkungen lassen sich im wahrsten Sinne des Wortes erfühlen: Beim Laden bleibt das Mate 9 kühler als die meisten anderen Smartphones mit Schnellladetechnik.

Wie bei Huawei üblich gibt es aber auch wieder zwei kleinere Kritikpunkte. So ist der Akku natürlich wieder fest verbaut und drahtloses Laden wird nicht unterstützt.

 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 5

Tags

Kommentare (17)

#8
Registriert seit: 10.10.2007

[online]-Redakteur
Beiträge: 1022
Zitat HP815;25058395
Hi, was bedeutet die SIM Karten können gleichzeitig genutzt werden? Nur zum telefonieren (was klar wäre) oder können sie auch gleichzeitig im Datennetz verwendet werden? Um beispielsweise O2 und D1 Netz von der Abdeckung zu kombinieren?

Das funktioniert nicht. Für die Datennutzung kann nur eine der beiden SIM-karten genutzt werden, der Wechsel ist innerhalb der Optionen möglich.
#9
customavatars/avatar4438_1.gif
Registriert seit: 05.02.2003
Braunschweig, Tangermünde
BadBoy
Beiträge: 15832
Zitat Ezeqiel;25059090
M.M.n. schon. Die Nutzungsszenarien unterscheiden sich halt von User zu User. Ich z.B. verwende meine Handies bzw. Smartphones sehr lange, selbst ein altes Sony Xperia Ray tut an der Anlage oder am Kopfhörer noch seinen Dienst als Musik-, Podcast- und Radioabspielgerät. Und da ist es einfach ein Ärgernis und nun mal gar nicht im Sinne von Nachhaltigkeit, wenn der Akku nicht durch den User austauschbar ist.

Ein fest verbauter Akku sollte also in jedem Fall als Negativpunkt genannt bleiben und nicht blos im Text erwähnt werden. User, die ihre Smartphones in kürzeren Abständen als so alle 2 Jahre wechseln, können diesen Negativpunkt dann ja ignorieren, wobei ich dieses Nutzungsszenario nicht so wirklich nachvollziehen kann.

Selbst bei manchen Notebooks findet sich diese Unart schon....:hmm:

Viele Grüße,
Ezeqiel


Genauso sehe ich das auch. Mein Galaxy S3 beispielsweise verwende ich seit 4 Jahren (mittlerweile mit zwei Akkus, der erste hat schon deutlich an Kapazität verloren, auch der zweite hat mittlerweile nachgelassen) und es wird nun auch weiterhin als Zweitgerät eingesetzt werden. Von daher war es mir beim "Neukauf" wichtig, dass das nächste Smartphone wieder einen einfach wechselbaren Energiespender besitzt und von daher blieb für mich lediglich das LG G5 übrig.

Und bei Notebooks kommt es mittlerweile sehr oft vor, dass der Akku nicht mehr von außen entnehmbar ist, was ich persönlich noch absurder finde, da man gerade Gaming-Laptops ja eher stationär verwendet und es in diesem Falle besser für die Haltbarkeit (geringere Temperatureinwirkung und keine immer wiederkehrenden, kleinen Ladezyklen) wäre, wenn man diesen herausnehmen könnte.
#10
customavatars/avatar261260_1.gif
Registriert seit: 23.10.2016

Stabsgefreiter
Beiträge: 358
Vernünftige, spaltfreie Verarbeitung lässt sich halt schlecht mit Akkutausch vereinbaren. Das S3 ist nun wirklich kein Vergleich. Hatte diesen Plastikbomber selbst und zeitgleich mit Nachlass des Akkus war die Krücke eh längst zu lahm. Und so lange hat man ein Handy eh meistens nicht.
#11
customavatars/avatar27979_1.gif
Registriert seit: 03.10.2005
Rhein/Ruhr
Korvettenkapitän
Beiträge: 2417
Zitat Pfeifenheini;25060317
Vernünftige, spaltfreie Verarbeitung lässt sich halt schlecht mit Akkutausch vereinbaren. Das S3 ist nun wirklich kein Vergleich. Hatte diesen Plastikbomber selbst und zeitgleich mit Nachlass des Akkus war die Krücke eh längst zu lahm. Und so lange hat man ein Handy eh meistens nicht.

+1

Ich bin froh, dass sie auf wechselbare Akkus immer mehr verzichten und dafür spaltfreie und extrem kompakte Gehäuse realisierbar sind. Galaxy S3? Habe hier noch eins rumliegen, ganz grausamer Plastikbomber, wenn ich das neben mein Mate S halte...
#12
customavatars/avatar91057_1.gif
Registriert seit: 07.05.2008
hinter den 7 Bergen
Leutnant zur See
Beiträge: 1172
Zitat CologneShark;25058536
Das ist sehr schade. Danke für die Antwort.


Das kan´nst du dann doch im Whattsap eisntellen.
#13
Registriert seit: 08.07.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 144
@Pfeifenheine und @Darth Wayne:

Zitat Pfeifenheini;25060317
Und so lange hat man ein Handy eh meistens nicht.

Ich vermeide das Wort "man" in solchen Fällen und schreibe "ich". Ich wüßte hier nämlich eher nicht, wie lange "man" ein Handy hat. ;)

Wie ich schon sagte: es mag Zielgruppen geben, denen ein wechselbarer Akku nicht wichtig ist. Und zu einer dieser Zielgruppen zählt ihr dann halt und ihr könnt diesen Negativpunkt getrost ignorieren.

Daraus aber eine Forderung wie die von Averomoe gestellte abzuleiten, diesen Negativpunkt dann gar nicht mehr anzuführen, geht fehl, da es eben auch andere Zielgruppen für solche Artikel gibt, solche zum Beispiel, denen ein einfach wechselbarer Akku eben sehr wohl wichtig ist. Und mir persönlich reicht ein bloßes Erwähnen im Text dann bei weitem nicht.

Viele Grüße,
Ezeqiel
#14
Registriert seit: 30.08.2008
Lübeck
Bootsmann
Beiträge: 526
Ich habe eigentlich auch immer Wert gelegt auf einen Wechselakku und ganz ehrlich, genutzt habe ich den Wechsel fast nie, obwohl ich mir immer mind. einen 2. gekauft hatte. Denn zumindest meine Geräte haben immer locker über den Tag gehalten und selbst wenns mal eng wurde, ne Lademöglichkeit gabs immer irgendwo, sei es im Büro oder Auto. Und Abends kams dann eben ans Ladegerät . Und Argument Haltbarkeit, ich habe selten ein Handy länger als 2 Jahre und da hatte ich noch nie Probleme, selbst mein fast 7 Jahre altes HTC Legend, funktioniert noch recht gut mit dem ersten Akku.
#15
Registriert seit: 08.07.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 144
Solange du nicht denkst, jeder würde das ähnlich handhaben und dass deshalb die Erwähnung als Negativpunkt überflüssig wäre, ist das ja auch ok.

Viele Grüße,
Ezeqiel
#16
customavatars/avatar63_1.gif
Registriert seit: 29.05.2001
Dortmund
Flottillenadmiral
Beiträge: 4530
Zitat Ezeqiel;25059090
M.M.n. schon. Die Nutzungsszenarien unterscheiden sich halt von User zu User. Ich z.B. verwende meine Handies bzw. Smartphones sehr lange, selbst ein altes Sony Xperia Ray tut an der Anlage oder am Kopfhörer noch seinen Dienst als Musik-, Podcast- und Radioabspielgerät. Und da ist es einfach ein Ärgernis und nun mal gar nicht im Sinne von Nachhaltigkeit, wenn der Akku nicht durch den User austauschbar ist.

Ein fest verbauter Akku sollte also in jedem Fall als Negativpunkt genannt bleiben und nicht blos im Text erwähnt werden. User, die ihre Smartphones in kürzeren Abständen als so alle 2 Jahre wechseln, können diesen Negativpunkt dann ja ignorieren, wobei ich dieses Nutzungsszenario nicht so wirklich nachvollziehen kann.


Das typische "Argument" bei dem mal wieder nicht weiter als von der Wand bis zur Tapete gedacht wurde...

Ein durch den Benutzer wechselbarer Akku mit allem was dazu gehört (abnehmbare Rückseite mit entsprechenden Verschlussvorrichtungen, doppelte "Wände" im Smartphone und um den Akku, Kontaktflächen an Akku und im Smartphone) verbraucht unendlich viel Platz im Vergleich zu einem fest im Gerät verbauten Akkus in einem Unibody-Smartphone!!
Wenn man genau diesen Platz schon von Anfang an für eine deutlich erhöhte Akku Kapazität nutzt (und genau das machen inzwischen viele Hersteller, mein Redmi Note 3 Pro hat satte 4050mAh ohne besonders dick/klobig zu sein) hat man auch nach 3-4 Jahren effektiv noch mindestens genau so viel Akku Leistung als wenn direkt die üblichen <2500mah mini-wechselakkus da rein gebaut werden, die am anfang schon nur gerade so über den tag kommen und spätestens nach 2 jahren, wenn sie noch 60-70% haben, vollkommen unbrauchbar im täglichen einsatz sind.
Unabhängig davon kann man auch fest verbaute Akkus vollkommen problemlos in einer entsprechenden Servicewerkstatt zu relativ humanen Kosten austauschen lassen kann... und es ist ja nicht so als ob man das jetzt alle 3 Wochen machen lassen muss.
Nur so weit denkt halt keiner von den "früher-war-alles-besser"-Wechselakku-Fetischisten


Und nur fürs Protokoll:
Ich habe hier ein Xperia S, dürfte knapp 5 Jahre alte sein, fest verbauter Akku, kommt bei moderater Nutzung noch problemlos über den Tag




Zitat Ezeqiel;25061819
@Pfeifenheine und @Darth Wayne:


Ich vermeide das Wort "man" in solchen Fällen und schreibe "ich". Ich wüßte hier nämlich eher nicht, wie lange "man" ein Handy hat. ;)

Wie ich schon sagte: es mag Zielgruppen geben, denen ein wechselbarer Akku nicht wichtig ist. Und zu einer dieser Zielgruppen zählt ihr dann halt und ihr könnt diesen Negativpunkt getrost ignorieren.

Daraus aber eine Forderung wie die von Averomoe gestellte abzuleiten, diesen Negativpunkt dann gar nicht mehr anzuführen, geht fehl, da es eben auch andere Zielgruppen für solche Artikel gibt, solche zum Beispiel, denen ein einfach wechselbarer Akku eben sehr wohl wichtig ist. Und mir persönlich reicht ein bloßes Erwähnen im Text dann bei weitem nicht.

Viele Grüße,
Ezeqiel


Meiner Oma sind physische Wähltasten auf ihrem Handy auch total wichtig, die kommt mit dem neumodischen "touch-Zeuchs" einfach nicht klar!
Schreiben wir das jetzt auch als Negativ-Punkt in jedes Handy Review?
Oder kommen wir irgendwann mal im Jahr 2016 an und realisieren wie bzw. wohin sich der Markt und der Anspruch des Großteils der Konsumenten schon seit einiger Zeit bewegt?
#17
Registriert seit: 08.07.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 144
Mal das mir doch eher polemisch erscheinende Beispiel mit deiner Oma außen vorgelassen: warum ignorierst du diesen Punkt als Negativpunkt aufgeführt nicht einfach auch? :confused:

Was deine übrigen Ausführungen angeht finde ich die Aussage, ein wechselbarer Akku würde unendlich viel Platz (natürlich fett hervorgehoben :)) verbrauchen, dann doch ein bisschen sehr arg übertrieben. Andere Hersteller bringen so etwas doch auch fertig, wenngleich es immer weniger zu sein scheinen. So riesig groß, wie du es darstellst, scheinen die Vorteile fest verbauter Akkus dann nun also auch nicht zu sein.

Halten wir doch mal fest, was ich sagen wollte: Für die Zielgruppe, die gerne einen wechselbaren Akku haben wollen, soll ein Hinweis darauf in der zusammenfassenden Negativ-/Positiv-Liste drin bleiben. Wem wie dir das nicht wichtig ist, der ignoriert das einfach. Was ist denn daran nun so schrecklich?

Das zu erklären sollte doch auch ohne Oma-Beispiel gehen.

Ach so: sicher bist auch du in der Lage, nicht beleidigend zu werden. Ich jedenfalls versuche es wenigstens. Es geht hier schließlich nicht um Leib und Leben. :wink:

Viele Grüße,
Ezeqiel
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Samsung Galaxy A3 (2016) & Galaxy A5 (2016) im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/TEASER_SAMSUNG_A2016

Die Oberklasse sorgt für Schlagzeilen, die Mittelklasse für Marktanteile. Deshalb war es vor knapp einem Jahr nur logisch, dass Samsung mit der neuen A-Reihe einen Gegenpol zur immer stärker werdenden Konkurrenz im Bereich zwischen 200 und 400 Euro platzieren wollte. So erfolgreich die beiden... [mehr]

Huawei P9 lite im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HUAWEI_P9_LITE_TEASER_KLEIN

Größer, schneller, schicker: Mit dem P9 lite bringt Huawei erwartungsgemäß den Mittelklasseableger seines Aushängeschilds in den Handel. Dabei verlässt man sich nicht auf leichte Korrekturen, was den Vorgänger nicht nur alt aussehen lässt, sondern das deutlich teurere Schwestermodell auch... [mehr]

Kommentar: Wie Microsoft mich dazu brachte, ein Lumia gegen ein iPhone zu...

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/MICROSOFT2012

Microsofts Verkäufe im Smartphonebereich sind im letzten Quartal regelrecht eingebrochen. Lediglich 2,3 Millionen Geräte konnte die mobile Sparte des Konzerns absetzen. Die hochpreisigen Surface-Tablets verkaufen sich mittlerweile besser als die Lumia-Smartphones. Dieses Jahr war die erste... [mehr]

HTC 10 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HTC_10_TEASER_KLEIN

Vom Innovator zum Sorgenkind: HTC gilt derzeit als eines der größten Sorgenkinder des Smartphone-Marktes. Nach dem guten, aber nicht überragenden One M8 und One M9 soll der schlicht 10 genannte Nachfolger nun endlich die Trendwende einläuten. Zu wünschen wäre es dem Unternehmen, ganz so... [mehr]

Huawei G8 (GX8) im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HUAWEI_G8_9_TEASER_KLEIN

Auf der IFA stand das Mate S im Vordergrund, doch mit dem G8 - das inzwischen auch als GX8 angeboten wird - hatte Huawei auch ein neues Mittelklassemodell mit dabei. Allmählich ist das Smartphone bei immer mehr Händlern verfügbar, die den Preis schnell unter die Empfehlung von knapp 400 Euro... [mehr]

Huawei P9 im Test (2/2) - Das leistet die Leica-Kamera

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/HUAWEI_P9/HUAWEI_P9_2_TEASER_KLEIN

Wie wichtig die Smartphone-Fotografie inzwischen ist, zeigt derzeit wohl nichts so deutlich wie die Kooperation zwischen Leica und Huawei. Auf der einen Seite ein exzellenter Ruf in Sachen Kameras, auf der anderen Expertise im Bau von Handys. Im zweiten Teil des Tests muss das P9 zeigen, dass es... [mehr]