> > > > Test: Samsung Galaxy S6 edge+ (1/2)

Test: Samsung Galaxy S6 edge+ (1/2)

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 2: Leistung, Ausstattung, Zwischenfazit

SoC und Leistung

Beinahe eins zu eins übernommen hat Samsung die im Innern verborgene Technik. Kernelement ist auch beim Galaxy S6 edge+ die eigene Exynos 7420 mit seinen jeweils vier Cortex-A53- und -A57-Kernen, die maximal 1,5 respektive 2,1 GHz erreichen. Unterstützt werden sie von einer Mali-T760MP8, die zu den aktuell leistungsstärksten Smartphone-GPUs gehört. Auch dank des schnellen, nun 4 GB fassendem Arbeitsspeichers (LPDDR4) bietet das Smartphone viel Leistung. Mit rund 24.000, 5.400 und 67.000 Punkten übernimmt es sowohl im 3DMark (Ice Storm Unlimited), PCMark und in AnTuTu den Spitzenplatz.

Das Galaxy S6 edge+ ist das derzeit wohl leistungsstärkste Smartphone
Das Galaxy S6 edge+ ist das derzeit wohl leistungsstärkste Smartphone

Auffällig ist dabei vor allem der Abstand zum Galaxy S6 edge. Denn obwohl dieses den gleichen SoC und RAM bietet, ist es in den genannten Benchmarks bis zu 20 % langsamer. Dafür verantwortlich könnten vor allem zwei Punkte sein: Auf dem ersten edge wurde noch mit Android 5.0.2. getestet und das größere Gehäuse des edge+ dürfte dem SoC entgegen kommen; die entstehende Hitze ist besser abführbar, die maximalen Taktraten können so länger gehalten werden. Allerdings könnte Samsung auch undokumentierte Änderungen am SoC vorgenommen haben. Denn laut PCMark erreicht der Chip nicht nur eine höhere Leistung, sondern auch höhere Temperaturen – die Taktung könnte aggressiver ausfallen.

Für die Praxis spielt all dies keine Rolle, denn schon das Galaxy S6 edge bietet mehr als genügend Leistung für alle Aufgaben. Weder die üblichen Dinge wie Surfen oder Mails noch aufwändige Spiele bringen das Galaxy S6 edge+ an seine Grenzen. Dass die Oberfläche ruckelfrei dargestellt wird, ist deshalb keine Überraschung.

Weitere Ausstattung

In Hinblick auf die vorhandenen Schnittstellen sowie den internen Speicher gibt es nur eine Veränderung gegenüber dem kleineren Modell – der Infrarot-Sender fehlt. Warum Samsung auf diesen verzichtet, wird nicht verraten. Ansonsten gleicht das edge+ dem edge. Gefunkt wird via WLAN (802.11ac), Bluetooth (4.2) oder NFC, in Mobilfunknetzen erreicht das Smartphone dank LTE Cat 6 Download-Raten von bis 300 Mbit pro Sekunde; Samsung spricht teilweise auch von Cat 9 mit 450 Mbit pro Sekunde, Details fehlen aber. Auch MST ist mit an Bord, die Funktechnik spielt mangels Samsung Pay in Deutschland derzeit jedoch keine Rolle.

Nicht nur das Display, auch die vollständige Ausstattung soll Käufer überzeugen
Nicht nur das Display, auch die vollständige Ausstattung soll Käufer überzeugen

Anders sieht es hingegen bei den Sensoren aus. Neben den Üblichen für das Erkennen von Lage und Beschleunigung sind auch Fingerabdrucksensor und Pulsmesser wieder vorhanden; die Nutzung beider ist erneut denkbar einfach. Und auch der interne Speicher blieb unangetastet – sieht man einmal von der Streichung des 128-GB-Modells ab. Samsung setzt erneut auf UFS 2.0, womit der Speicher deutlich höherer Übertragungsraten als die üblichen, per eMMC angebundenen Lösungen erreicht. Im Gegenzug fehlt aber auch beim Galaxy S6 edge+ der microSD-Slot für die Erweiterung des Speichers. Deshalb gilt es vor dem Kauf zu klären, ob die 32 GB des Grundmodells ausreichen.

Die Infrarot-Schnittstelle fehlt, einen Grund nennt Samsung nicht
Die Infrarot-Schnittstelle fehlt, einen Grund nennt Samsung nicht

Die Bestnote verdient sich das große Smartphone im Kapitel Telefonie und Verbindungsqualität. Lautsprecher und Mikrofon arbeiten einwandfrei, die Unterdrückung störender Nebengeräusche funktioniert überzeugend. Und selbst unter schwierigen Bedingungen brach die Verbindung zum Netz im Test nicht ab. Eine hohe Qualität verspricht Samsung aber auch bei der Wiedergabe von Musik. Hierfür wurde in die Software ein sogenannter UHQ-Umwandler integriert, der allerdings nur mit bestimmten Headsets und Lautsprechern zusammenarbeitet; erfreulicherweise erfüllt das mitgelieferte Headset die Anforderungen. Eine exklusive Funktion ist dies allerdings nicht: Das Galaxy S6 und Galaxy S6 edge erhalten diese per Update.

Zwischenfazit

Wirkt das Galaxy S6 edge+ zunächst lediglich wie eine aufgeblasene Version des kleineren Schwestermodells, zeigen sich bei näherer Betrachtung – teils überraschende – Unterschiede. Vor allem das Mehr an Leistung fällt dabei auf, auch wenn vorerst unklar ist, worauf genau dies zurückzuführen ist. Wer vor allem auf die Performance Wert legt, kommt derzeit nicht am großen Samsung-Smartphone vorbei, zu groß ist teilweise der Vorsprung. Hinzu kommt die noch immer vollständige Ausstattung, die allerdings in Teilen nicht immer oder noch nicht nutzbar ist, Stichwort MST und UHQ-Audio. Dass die Infrarot-Schnittstelle fehlt ist unverständlich, dürfte die breite Masse aber vermutlich kaum stören.

Das Galaxy S6 edge+ punktet mit seinem Display, der hohen Leistung sowie der umfangreichen Ausstattung
Das Galaxy S6 edge+ punktet mit seinem Display, der hohen Leistung sowie der umfangreichen Ausstattung

Wichtiger ist, dass das Display überzeugt. Kontrast, Helligkeit und Farbdarstellung erhalten fast durchgängig sehr gute Noten, einzig die Einbußen im Automatikmodus trüben das Bild ein wenig. Ähnlich sieht es beim Gehäuse aus. Verarbeitung und Haptik sind exzellent, aus ergonomischer Sicht gibt es jedoch Platz für Verbesserungen.

Die bislang entdeckten Schwächen teil man sich mit dem iPhone 6 Plus
Die bislang entdeckten Schwächen teil man sich mit dem iPhone 6 Plus

Ob das Galaxy S6 edge+ aber den derzeit deftigen Aufpreis gegenüber dem gewöhnlichen edge wert ist, muss das endgültige Fazit zeigen. Für das neue Topmodell müssen aktuell knapp 800 Euro eingeplant werden, bis zum Verkaufsstart am 4. September könnte der ein oder andere Händler den Preis noch leicht nach unten korrigieren. Orientiert man sich an der Preisempfehlung seitens Samsung, beträgt der Aufpreis 100 Euro. Im Handel ist das Galaxy S6 edge jedoch schon für weniger als 500 Euro erhältlich.

Bislang positive Eindrücke des Samsung Galaxy S6 edge+:

  • scharfes und helles Display mit guter Farbdarstellung und exzellentem Kontrast
  • umfangreiche und aktuelle Ausstattung
  • hohe Systemleistung
  • hervorragende Verarbeitung

Bislang negative Eindrücke des Samsung Galaxy S6 edge+:

  • Speicher nicht erweiterbar
  • gebogenes Display verschlechtert die Ergonomie

 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (11)

#2
customavatars/avatar37924_1.gif
Registriert seit: 02.04.2006
~Bielefeld
Admiral
Beiträge: 9270
http://www.hardwareluxx.de/community/f275/samsung-galaxy-s6-s6-edge-s6-edge-s6-mini-sm-g920f-g925f-g928f-1062946.html
#3
customavatars/avatar64398_1.gif
Registriert seit: 21.05.2007
Wien
Kapitän zur See
Beiträge: 3408
Passt das in die Hosentasche?!?
#4
customavatars/avatar39455_1.gif
Registriert seit: 29.04.2006
Bayern/Bayreuth
w.a.t.e.r.c.o.o.l.e.d
Beiträge: 4929
ja
#5
customavatars/avatar64398_1.gif
Registriert seit: 21.05.2007
Wien
Kapitän zur See
Beiträge: 3408
Zitat sanic;23821785
ja


gut!
#6
customavatars/avatar87890_1.gif
Registriert seit: 24.03.2008
Heidelberg
Moderator
A glorious mess!
Beiträge: 4828
Danke für den Test. Hört sich ja nicht so schlecht an. Schade das ihr nicht auf den Akku eingegangen seit, den der soll laut diversen Quellen nochmal ein ganzes stück länger halten als bei dem S6 edge.
#7
Registriert seit: 10.10.2007

[online]-Redakteur
Beiträge: 1021
Zitat Brainorg;23822398
Danke für den Test. Hört sich ja nicht so schlecht an. Schade das ihr nicht auf den Akku eingegangen seit, den der soll laut diversen Quellen nochmal ein ganzes stück länger halten als bei dem S6 edge.

Akku, Software und Kamera folgen im zweiten Teil. Aber ich kann an dieser Stelle verraten, dass die Laufzeiten überraschend gut sind und das edge+ das Treppchen in diesem Punkt nur knapp verfehlt.
#8
customavatars/avatar39455_1.gif
Registriert seit: 29.04.2006
Bayern/Bayreuth
w.a.t.e.r.c.o.o.l.e.d
Beiträge: 4929
Warte auf den UPS Männchen, kann kaum erwarten das plus auszupacken. Das als IPhone Nutzer.
Was ich aber nicht verstehe, wieso Händler wie MM Geräte am Lager haben, aber nicht verkaufen dürfen, alle anderen dies aber schon tun.
#9
customavatars/avatar166338_1.gif
Registriert seit: 11.12.2011
NRW
Korvettenkapitän
Beiträge: 2165
Zitat DerGoldeneMesia;23821721
Passt das in die Hosentasche?!?


Leider nein. Musst das Gerät ständig in der Hand halten oder ne Bauchtasche kaufen. ;)
#10
customavatars/avatar64398_1.gif
Registriert seit: 21.05.2007
Wien
Kapitän zur See
Beiträge: 3408
Zitat Fallwrrk;23826209
Leider nein. Musst das Gerät ständig in der Hand halten oder ne Bauchtasche kaufen. ;)


Kein Problem, dann halt mit dem koffer.
#11
Registriert seit: 28.03.2013

Gefreiter
Beiträge: 46
Zitat DerGoldeneMesia;23829097
Kein Problem, dann halt mit dem koffer.


ich entwickel dann mal einen rucksack mit laptop- und gleichgroßem handyfach :cool:
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Samsung Galaxy A3 (2016) & Galaxy A5 (2016) im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/TEASER_SAMSUNG_A2016

Die Oberklasse sorgt für Schlagzeilen, die Mittelklasse für Marktanteile. Deshalb war es vor knapp einem Jahr nur logisch, dass Samsung mit der neuen A-Reihe einen Gegenpol zur immer stärker werdenden Konkurrenz im Bereich zwischen 200 und 400 Euro platzieren wollte. So erfolgreich die beiden... [mehr]

Huawei P9 lite im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HUAWEI_P9_LITE_TEASER_KLEIN

Größer, schneller, schicker: Mit dem P9 lite bringt Huawei erwartungsgemäß den Mittelklasseableger seines Aushängeschilds in den Handel. Dabei verlässt man sich nicht auf leichte Korrekturen, was den Vorgänger nicht nur alt aussehen lässt, sondern das deutlich teurere Schwestermodell auch... [mehr]

Kommentar: Wie Microsoft mich dazu brachte, ein Lumia gegen ein iPhone zu...

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/MICROSOFT2012

Microsofts Verkäufe im Smartphonebereich sind im letzten Quartal regelrecht eingebrochen. Lediglich 2,3 Millionen Geräte konnte die mobile Sparte des Konzerns absetzen. Die hochpreisigen Surface-Tablets verkaufen sich mittlerweile besser als die Lumia-Smartphones. Dieses Jahr war die erste... [mehr]

HTC 10 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HTC_10_TEASER_KLEIN

Vom Innovator zum Sorgenkind: HTC gilt derzeit als eines der größten Sorgenkinder des Smartphone-Marktes. Nach dem guten, aber nicht überragenden One M8 und One M9 soll der schlicht 10 genannte Nachfolger nun endlich die Trendwende einläuten. Zu wünschen wäre es dem Unternehmen, ganz so... [mehr]

Huawei G8 (GX8) im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HUAWEI_G8_9_TEASER_KLEIN

Auf der IFA stand das Mate S im Vordergrund, doch mit dem G8 - das inzwischen auch als GX8 angeboten wird - hatte Huawei auch ein neues Mittelklassemodell mit dabei. Allmählich ist das Smartphone bei immer mehr Händlern verfügbar, die den Preis schnell unter die Empfehlung von knapp 400 Euro... [mehr]

Huawei P9 im Test (2/2) - Das leistet die Leica-Kamera

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/HUAWEI_P9/HUAWEI_P9_2_TEASER_KLEIN

Wie wichtig die Smartphone-Fotografie inzwischen ist, zeigt derzeit wohl nichts so deutlich wie die Kooperation zwischen Leica und Huawei. Auf der einen Seite ein exzellenter Ruf in Sachen Kameras, auf der anderen Expertise im Bau von Handys. Im zweiten Teil des Tests muss das P9 zeigen, dass es... [mehr]