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LG G4 im Test - Akkulaufzeit und Software (Teil 2/3)

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Seite 1: LG G4 im Test - Akkulaufzeit und Software (Teil 2/3)

lg g4 teaser klein 2Im ersten Teil des Tests konnte das G4 überzeugen. Doch ist es um Laufzeit und Software ebenso gut bestellt wie um Display und Leistung? Gerade erstere muss sich beweisen, denn beim Vorgänger war der Akku noch der größte Schwachpunkt, der nicht nur mit dem Bildschirm zu kämpfen hatte. Klar ist aber schon vor dem Gang in die Details: Gegenüber der Konkurrenz verfügt man über einen Vorteil.

Denn wo mittlerweile selbst Samsung auf einen fest verbauten Energiespeicher setzt, kann LG als letzter großer Anbieter eine problemlos wechselbare Lösung bieten. Damit kann im Zweifelsfall nicht nur die Laufzeit mit wenigen Handgriffen und ohne Ladegerät verdoppelt werden, eventuelle Zwei- und Drittbesitzer können darüber hinaus das Verschleissteil für wenig Geld austauschen.

Wer den ersten Teil des Tests verpasst hat, findet ihn hier.

Gleicher Akku, mehr Ausdauer

Unmittelbar nach der Präsentation des G4 blieben aber dennoch Fragen rund um den Akku offen. Zwar hatte LG sich zweifelsfrei zur Kapazität geäußert, die mit 3.000 mAh exakt der des Vorgängers entspricht, Raum für Spekulationen gab es aber bezüglich zweier Sonderfunktionen. Unterstützt das Smartphone Qualcomms Quick Charge? Kann das Gerät auch drahtlos geladen werden? Aufklärung von offizieller Seite gab es dabei erst vor wenigen Tagen, in beiden Fällen lautet die Antwort ja - in einem Fall jedoch mit einem dicken „wenn“ verbunden.

Wireless Charging ist vorbereitet, eine entsprechend Hülle muss aber extra gekauft werden
Wireless Charging ist vorbereitet, eine entsprechend Hülle muss aber extra gekauft werden

Denn das G4 ist zwar für den Qi-Standard grundsätzlich vorbereitet, die mitgelieferten Rückseiten jedoch nicht. Nur wer zusätzliches Geld in eine alternative Hülle wie das Quick Circle Case investiert, kann auch ohne Kabel laden - eine entsprechende Ladestation wird ebenfalls benötigt. Anders sieht das beim Quick Charging aus. Denn das hierfür benötigte Ladegerät gehört zum Lieferumfang und stellt einen Ladestrom von maximal 1,8 A zur Verfügung. Damit soll ein Ladestand von 60 Prozent innerhalb von nur 30 Minuten erreicht werden, im Test gelang dies jedoch nicht ganz - benötigt wurden meist etwa 40 Minuten. Völlig ausreichend ist dies aber dennoch, kann das G4 so doch zwischendurch immer mal wieder gefüllt werden.

Ist der Akku voll, erfolgt die große Überraschung. Denn wo das G3 im Video-Test mit gerade einmal 379 Minuten den damaligen Negativ-Rekord einfuhr, erreicht das G4 nun 475 Minuten - rund 1,5 Stunden mehr. Der aktuellen Konkurrenz in Form des Galaxy S6 oder One M9 ist man damit überlegen, ein guter Wert ist es aber dennoch nicht. Gleiches gilt für den in PCMark for Android integrierten Laufzeittest: Hier reicht es für 372 Minuten. Anhand der Werte ist jedoch gut erkennbar, welche Fortschritte es in den letzten Monaten gegeben hat. Denn trotz schnelleren SoCs und nach wie hochauflösendem Display konnte die Laufzeit in den synthetischen Tests verbessert werden. Nach wie vor gilt aber: Je mehr Pixel angesteuert werden müssen, desto mehr Energie wird benötigt.

Im Alltag hält das G4 gut zwei Tage durch
Im Alltag hält das G4 gut zwei Tage durch

Entsprechend verhält sich das G4 in der Praxis. Denn auch wenn das Display bei eigentlich allen Smartphones der größte Konsument ist, macht sich die Anzeige hier besonders negativ bemerkbar. Allerdings konnte LG auch hier eine klare Verbesserung gegenüber dem G3 erreichen. Denn wo im letzten Jahr nach gut 1,5 Tagen der Griff zum Ladegerät erfolgen musste, werden nun etwa 2 Tage erreicht: Gegen Mittag von der Steckdose getrennt, musste das Gerät am frühen Vormittag des übernächsten Tages wieder angeschlossen werden. Müssen einige Stunden mehr überbrückt werden, hilft der integrierte Energiesparmodus, der aber bei weitem nicht so ausgefeilt wie bei Samsung oder HTC ist.

 

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 18.07.2008

Leutnant zur See
Beiträge: 1065
Ich bin immer wieder fasziniert, wie wenig man ein Smartphone nutzen kann, um auf zwei Tage Akkulaufzeit zu kommen.

Das ginge mit meinem Note 3 theoretisch sicherlich auch, aber wohl nur bei 1/3 Displayhelligkeit als Semi-Idle-Phone. ~.~

Da gibt es übrigens einen witzigen Rant von Sascha Pallenberg zu diesem Pseudo-"Mein Akku hält zwei, drei Tage"-Thema. ;)
#2
Registriert seit: 10.10.2007

[online]-Redakteur
Beiträge: 1022
Zitat Capone2412;23522498
Ich bin immer wieder fasziniert, wie wenig man ein Smartphone nutzen kann, um auf zwei Tage Akkulaufzeit zu kommen.

Das mit den Laufzeiten ist halt so eine Sache. Wer nicht spielt und nur ab und surft, wird mit den meisten Geräten sicherlich auch drei Tage auskommen. Genauso gibt es Fälle, in denen schon nach 8 oder 10 Stunden wieder geladen werden muss. Wir versuchen immer, die Geräte möglichst praxisnah zu testen. Jedes Nutzerverhalten kann man damit natürlich nicht abdecken.
#3
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Registriert seit: 24.02.2005

Moderator
Luft statt Wasser
Beiträge: 22546
Zitat homann5;23522612
Das mit den Laufzeiten ist halt so eine Sache. Wer nicht spielt und nur ab und surft, wird mit den meisten Geräten sicherlich auch drei Tage auskommen. Genauso gibt es Fälle, in denen schon nach 8 oder 10 Stunden wieder geladen werden muss. Wir versuchen immer, die Geräte möglichst praxisnah zu testen. Jedes Nutzerverhalten kann man damit natürlich nicht abdecken.


Vielleicht solltet ihr bei der praxisnahen Laufzeit einfach die Screen On Time / Display On Time aus der Akkuverbrauchsstatistik mit angeben. :wink:
In diversen Foren erwies sich dies als besserer Indikator. Vor allem bei neuen Updates - bei Custom-ROMs und alternativen Kernels noch deutlicher -kann man so besser mit anderen Usern vergleichen, wenn jene beispielsweise kommentieren: "Mit dem neuen Android 5.1 Update habe ich nur noch knapp vier Stunden DoT, statt mind. 4,5h wie unter Android Kit Kat."
#4
Registriert seit: 09.12.2006
NRW
Flottillenadmiral
Beiträge: 5023
G2 war gut, G3 war flop, mal gucken wie G4 wird
#5
Registriert seit: 10.10.2007

[online]-Redakteur
Beiträge: 1022
Zitat patrock84;23523877
Vielleicht solltet ihr bei der praxisnahen Laufzeit einfach die Screen On Time / Display On Time aus der Akkuverbrauchsstatistik mit angeben. :wink:
In diversen Foren erwies sich dies als besserer Indikator. Vor allem bei neuen Updates - bei Custom-ROMs und alternativen Kernels noch deutlicher -kann man so besser mit anderen Usern vergleichen, wenn jene beispielsweise kommentieren: "Mit dem neuen Android 5.1 Update habe ich nur noch knapp vier Stunden DoT, statt mind. 4,5h wie unter Android Kit Kat."

Das ist ein guter Vorschlag, der aufgenommen wird.
#6
customavatars/avatar95182_1.gif
Registriert seit: 18.07.2008

Leutnant zur See
Beiträge: 1065
Zitat homann5;23522612
Das mit den Laufzeiten ist halt so eine Sache. Wer nicht spielt und nur ab und surft, wird mit den meisten Geräten sicherlich auch drei Tage auskommen. Genauso gibt es Fälle, in denen schon nach 8 oder 10 Stunden wieder geladen werden muss. Wir versuchen immer, die Geräte möglichst praxisnah zu testen. Jedes Nutzerverhalten kann man damit natürlich nicht abdecken.

Ja, es macht schon einen riesen Unterschied, ob man per WiFi, Edge oder LTE mit der Außenwelt kommuniziert.

Wenn man 4G/3G deaktiviert, hat man plötzlich gigantische Akkulaufzeiten. Es kommt halt auch immer darauf an, mit welchem Netz man verbunden ist. Das LTE-Modem zieht heftig am Akku.

Ich spiele nahezu nie auf dem Smartphone, nutze es für das Lesen und Kommentieren von Blogs, Mydealz, Amazon, eBay, Terminkalender, WA und viel auch zum normalen Surfen/News lesen.
Helligkeit steht auf ca. 2/3 bis 3/4 (je nach Umgebungslicht.

Ich bin noch nie auf volle Tage gekommen. ;)
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