> > > > Samsung Galaxy A3 und Galaxy A5 im Test

Samsung Galaxy A3 und Galaxy A5 im Test

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 1: Samsung Galaxy A3 und Galaxy A5 im Test

samsung galaxy aBesonders erfolgreich dürfte das Galaxy Alpha angesichts der Schwächen und des hohen Preises nicht gewesen sein, eine wichtige Rolle hat es aber dennoch gespielt. Denn erstmals seit langer Zeit hatte Samsung das Design und vor allem die Materialwahl überdacht. Vier Monate später sind nun die Nachfolger im Geiste erhältlich, das Galaxy A3 und das Galaxy A5. Trotz vieler Parallelen zum Galaxy Alpha ist die Ausrichtung aber eine völlig andere.

Denn während Samsung dieses im Hochpreissegmant gegen das iPhone 6 gestellt hat, sollen die beiden neuen Modelle ein bis zwei Stufen weiter unten Käufer locken. Aufgerufen sind unverbindliche 299 und 399 Euro, geboten werden dafür zwei Smartphones, die schon auf den ersten Blick einiges anders als in diesen Preisbereichen üblich machen.

Hardware

Das betrifft in erster Linie das Gehäuse. Denn Samsung setzt hier fast ausschließlich auf Metall, das jedoch bis auf wenige Stellen beschichtet ist. Die Vorteile: Es können mehrere Gehäusefarben angeboten werden und optisch interessante Kontraste geschaffen werden. Der größte Nachteil: Nicht an allen Stellen fühlt sich das Material wie Metall an. Davon abgesehen schafft Samsung es jedoch, hochwertige Gehäuse zu produzieren, die in Sachen Verarbeitung keinerlei Schwächen zeigen. Die rechts und links untergebrachten Tasten sind sauber eingefügt, die am rechten Rand platzierten Einschübe für microSD-Karte und Nano-SIM schließen bündig mit dem Rahmen ab. Die beiden Kartenplätze deuten im Übrigen ein weiteres Umdenken bei Samsung an. Denn weder beim Galaxy A3 noch beim Galaxy A5 lässt sich die Rückseite entfernen, dementsprechend ist der Akku fest verbaut. Was auf den ersten Blick lediglich nachteilig wirkt, hat aber auch positive Auswirkungen. Denn derart verwindungssteif wie die beiden neuen Modelle war bislang kein Samsung-Smartphone. Und auch in Hinblick auf das Gewicht bestätigt sich dieser Schritt als der richtige. Denn zusammen mit den übrigen Design- und Materialentscheidungen konnte dieses auf 110 und 123 g (Galaxy A3/Galaxy A5) reduziert werden.

Ein Design, zwei Größen: Samsung nutzt für beide Modelle die gleiche Optik
Ein Design, zwei Größen: Samsung nutzt für beide Modelle die gleiche Optik

Rein optisch liegen die beiden neuen Smartphones irgendwo zwischen der altbekannten Samsung-Linie sowie dem Galaxy Alpha, auch ohne Logo wäre der Hersteller sofort zu erkennen. Dank der umlaufenden Fasen am oberen und unteren Rand wirkt das Design hochwertig, die hier fehlende Oberflächenbeschichtung ist ebenso ein Eyecatcher wie die silbrig eingefassten Tasten. Mit 130,1 x 65,5 x 6,9 und 139,3 x 69,7 x 6,7 mm fallen beide Gehäuse angenehm kompakt aus und liegen auch dank der leicht angerauten Rückseite sicher in der Hand, die Bedienung mit nur einer Hand ist jedoch lediglich beim Galaxy A3 möglich. Denn mit der Frontfläche geht Samsung verschwenderisch um: Das 4,5 Zoll große Display des Galaxy A3 nimmt lediglich 65 Prozent der Vorderseite ein, die 5,0 Zoll große Anzeige des Galaxy A5 kommt auf immerhin 71 Prozent - beides keine überzeugenden Werte.

Das Display gefällt: Super AMOLED, ausreichend hell und die kleine HD-Auflösung (Galaxy A5)
Das Display gefällt: Super AMOLED, ausreichend hell und die kleine HD-Auflösung (Galaxy A5)

Dass im Innern der gelungenen Gehäuse lediglich einfache Technik steckt, ist beiden Smartphones nicht anzusehen. Beim SoC vertraut Samsung auf Qualcomms Snapdragon 410 mit seinen vier Cortex-A53-Kernen, die in der Spitze 1,2 GHz erreichen, für Grafikberechnungen ist eine Adreno 306 zuständig. In den bisherigen Tests konnte der Chip nicht überzeugen, auch weil er sein volles Potential lediglich in einer 64-Bit-Umgebung abrufen kann; geliefert wird allerdings Android 4.4.4 in 32 Bit. Weit davon entfernt, den theoretisch großen Adressraum auszunutzen, ist der Arbeitsspeicher: Im Galaxy A3 stecken 1,5 GB, im Galaxy A5 sind es 2 GB.

Einigkeit herrscht hingegen beim Mobilfunkmodem. Dieses bietet maximal LTE nach Cat 4, bei entsprechendem Netzausbau und Tarif sind so im Downstream 150 Mbit pro Sekunde möglich. Ebenfalls von beiden Modellen unterstützt werden Bluetooth 4.0 und NFC, in Sachen WLAN gibt es hingegen einen Unterschied. Das Galaxy A3 arbeitet lediglich in 2,4-GHz-Netzen, das Galaxy A5 kommt auch mit 5 GHz zurecht; mehr als den n-Standard unterstützen beide jedoch nicht. Den Weg in die Mittelklasse noch nicht geschafft haben es die unter anderem im Galaxy S5 und Galaxy Note 4 verbauten Sensoren für Puls und Fingerabdruck.

Die Optik überzeugt, die Technik nicht immer (Galaxy A3)
Die Optik überzeugt, die Technik nicht immer (Galaxy A3)

Das erste größere Minus handelt sich das Galaxy A3 für das verbaute Display ein. Denn den 4,5 sind lediglich 960 x 540 Pixel vergönnt, woraus lediglich 245 ppi resultieren. Dabei ist in der Preisklasse bis 300 Euro selbst die kleinere der beiden HD-Auflösungen mittlerweile häufig anzutreffen, auch Full HD ist für einen solchen Betrag zu haben. Immerhin, das verbaute Super-AMOLED-Panel glänzt mit den bekannten Stärken - Farben werden kräftig dargestellt, Schwarzwert und Kontrast sind nahezu perfekt. Mit 313 cd/m² in der Spitze fällt auch die Helligkeit kräftig genug aus, erst bei direkter Sonneneinstrahlung muss sie sich geschlagen geben. Und selbst den sonst so häufig kritisierten Blaustich hat Samsung in den Griff bekommen. Zwar ist dieser ab Werk (7.600 Kelvin) immer noch vorhanden, in den Optionen (Display, Bildschirmmodus) lässt sich die Temperatur in den Modi AMOLED-Foto und Einfach jedoch auf Tastendruck auf etwa 6.500 Kelvin reduzieren - damit ist man dicht am Ideal.

Ähnlich sieht es beim Galaxy A5 aus. Auch hier kann der Blaustich in den Optionen abgeschaltet werden, im besten Fall lassen sich so 6.600 Kelvin erreichen. Mit 316 cd/m² fällt die maximale Helligkeit des Super-AMOLED-Panels ähnlich wie beim kleineren Schwestermodell aus, mit 1.280 x 720 Pixeln werden hier aber nicht nur mehr Pixel geboten, mit 294 ppi fällt auch die Bildschärfe akzeptabel aus; zu ähnlichen Preisen sind allerdings auch Konkurrenten mit Full HD oder gar QHD zu haben.

 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (11)

#2
Registriert seit: 22.11.2006
Giessen
Oberbootsmann
Beiträge: 956
Jup, genau wie das alpha für die gebotene Leistung schlichtweg zu teuer.
#3
customavatars/avatar182753_1.gif
Registriert seit: 28.11.2012

Hauptgefreiter
Beiträge: 185
"Das Galaxy A5 verliert gegenüber dem Galaxy S5 300 mAh" es sind 500mAh. Das S5 hat 2800.
#4
customavatars/avatar128553_1.gif
Registriert seit: 31.01.2010
Bavaria/Teisendorf
Obergefreiter
Beiträge: 93
ich hab mir jetzt das s3 neo gekauft und überlege gerade.. was brauch ich mehr ?
gute grösse, gutes display, gute kamera, ausreichende schnelligkeit zum surfen und laden von programmen... und das für 180 €

gegenüber 300-600€ .. für was ?
Spiele ? Statussymbol.. keine ahnung aber da mach ich nicht mit..
#5
Registriert seit: 10.10.2007

[online]-Redakteur
Beiträge: 1013
Zitat Schwarzie;23178670
Jup, genau wie das alpha für die gebotene Leistung schlichtweg zu teuer.

Das Metalgehäuse hat halt seinen Preis.

Zitat M4deman;23178914
"Das Galaxy A5 verliert gegenüber dem Galaxy S5 300 mAh" es sind 500mAh. Das S5 hat 2800.

Gemeint war das Galaxy S4, da sind es 300 mAh.
#6
customavatars/avatar97719_1.gif
Registriert seit: 29.08.2008

Leutnant zur See
Beiträge: 1245
Zitat homann5;23179375
Das Metalgehäuse hat halt seinen Preis.


Der dennoch lächerlich hoch ausfällt.

Das Motorola Moto G LTE (first Gen) bietet für gut 110€ weniger fast die gleiche Ausstattung (sogar 720p Display).

Mir kann niemand erzählen, dass 8GB mehr Speicher und ein Metallgehäuse satte 110€ Aufpreis kosten. Also sagen wir mal, 220€ wären vielleicht noch so verschmerzbar. Aber 280€ sind deutlich zuviel.
#7
Registriert seit: 07.09.2004

Stabsgefreiter
Beiträge: 347
Ich habe mir für 236 Euro das THL 5000 gekauft und bin sehr zufriden mit dem Handy. Das einzige was fehlt ist LTE und vielleicht die neue 64Bit CPU. Dafür bietet es einen 5000 mAh Akku der wirklich lange hält. Der Rest ist nicht viel schlechter als bei den anderen highend Handys. Warum sollte ich mir für mehr Geld ein schlechteres Handy kaufen .....

THL 5000 im Test/Testbericht | ChinaHandys.net Chinahandys.net
#8
customavatars/avatar202850_1.gif
Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 8502
Naja, ein 1cm Phone würde ich heut definitiv nicht mehr kaufen... gehst du so oft outdoors übers WE, oder wofür brauchst du solch einen Akku?
#9
Registriert seit: 22.11.2006
Giessen
Oberbootsmann
Beiträge: 956
Zitat homann5;23179375
Das Metalgehäuse hat halt seinen Preis.
Ja, n Euro. Wenn man großzügig aufrundet.
#10
Registriert seit: 15.09.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 933
Die Fotos sind unter aller Kanone.
Ichg meine nicht die, die die Handys machen, sondern die, die von den Handys gemacht wurden.

Schrecklich.
Bildausschnitte, Schärfe, Blickwinkel. Einfahc grausig (zum Großteil).
#11
customavatars/avatar13580_1.gif
Registriert seit: 17.09.2004

Oberbootsmann
Beiträge: 950
Viel zu teuer der Samsung Kram...
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentar: Wie Microsoft mich dazu brachte, ein Lumia gegen ein iPhone zu...

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/MICROSOFT2012

Microsofts Verkäufe im Smartphonebereich sind im letzten Quartal regelrecht eingebrochen. Lediglich 2,3 Millionen Geräte konnte die mobile Sparte des Konzerns absetzen. Die hochpreisigen Surface-Tablets verkaufen sich mittlerweile besser als die Lumia-Smartphones. Dieses Jahr war die erste... [mehr]

Samsung Galaxy A3 (2016) & Galaxy A5 (2016) im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/TEASER_SAMSUNG_A2016

Die Oberklasse sorgt für Schlagzeilen, die Mittelklasse für Marktanteile. Deshalb war es vor knapp einem Jahr nur logisch, dass Samsung mit der neuen A-Reihe einen Gegenpol zur immer stärker werdenden Konkurrenz im Bereich zwischen 200 und 400 Euro platzieren wollte. So erfolgreich die beiden... [mehr]

Huawei P9 lite im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HUAWEI_P9_LITE_TEASER_KLEIN

Größer, schneller, schicker: Mit dem P9 lite bringt Huawei erwartungsgemäß den Mittelklasseableger seines Aushängeschilds in den Handel. Dabei verlässt man sich nicht auf leichte Korrekturen, was den Vorgänger nicht nur alt aussehen lässt, sondern das deutlich teurere Schwestermodell auch... [mehr]

HTC 10 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HTC_10_TEASER_KLEIN

Vom Innovator zum Sorgenkind: HTC gilt derzeit als eines der größten Sorgenkinder des Smartphone-Marktes. Nach dem guten, aber nicht überragenden One M8 und One M9 soll der schlicht 10 genannte Nachfolger nun endlich die Trendwende einläuten. Zu wünschen wäre es dem Unternehmen, ganz so... [mehr]

Huawei G8 (GX8) im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HUAWEI_G8_9_TEASER_KLEIN

Auf der IFA stand das Mate S im Vordergrund, doch mit dem G8 - das inzwischen auch als GX8 angeboten wird - hatte Huawei auch ein neues Mittelklassemodell mit dabei. Allmählich ist das Smartphone bei immer mehr Händlern verfügbar, die den Preis schnell unter die Empfehlung von knapp 400 Euro... [mehr]

Honor 7 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HONOR_7_TEASER_KLEIN

Seit einem Jahr vertreibt Honor Smartphones, die vor allem junge und junggebliebene Menschen ansprechen sollen. Entsprechend fallen Ansprache und Design, aber auch der Preis aus. Dass es sich aber lediglich um eine Marke von Huawei handelt, wissen die wenigsten. Mit dem Honor 7 ist das neuste... [mehr]