> > > > Motorola Moto G (2014) im Test

Motorola Moto G (2014) im Test

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 3: Leistung, Laufzeit, Fazit

Leistung

Obwohl SoC und Speicher identisch ausfallen, gibt es hinsichtlich der Leistung zumindest in Benchmarks einige Unterschiede. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die jeweils zum Testzeitpunkt eingesetzten Android-Versionen. Aber auch die hier implementierten Treiber können Abweichungen verursachen, meist zum Positiven hin, mitunter leidet die Performance aber auch. Insgesamt bestätigt das neue Moto G das, was man bereits von einer Vielzahl anderer Smartphones mit Qualcomms 1,2 GHz schnellem Snapdragon 400 kennt. Je nach Test sortiert sich das Gerät im Mittelfeld oder unteren Drittel ein.

In einigen Benchmarks zeigt sich jedoch, dass der Verzicht auf eine eigene Oberfläche den ein oder anderen Prozentpunkt an Mehrleistung bietet - TouchWiz und Co. sind meist ressourcenhungrig. Abseits der synthetischen Tests bietet das Moto G eine völlig ausreichende Leistung, wenn es nicht um grafikintensive Spiele und ähnliches handelt. Die Oberfläche lässt sich ruckelfrei bedienen und auffällig lange Ladezeiten gibt es nicht.

AnTuTu

Punkte
Mehr ist besser

Laufzeit

Blicken wir knapp ein Jahr zurück: Im Test attestierten wir dem ersten Moto G eine Laufzeit im Video-Test, die „durchaus beachtlich“ war. Immerhin erreichte das Smartphone 500 Minuten mit einer Ladung des 2.070 mAh fassenden Akkus. Verantwortlich dafür war vor allem das Display. Kehren wir in die Gegenwart zurück, zeigt sich, dass dieses Ergebnis nicht zu halten sein wird. Denn trotz größerem Display bleibt die Akkukapazität identisch. Das Resultat: Nach nur 394 Minuten oder rund 6,5 Stunden muss das neue Moto G wieder an das Ladegerät angeschlossen werden.

Im gewöhnlichen Alltagseinsatz schneidet das Handy ebenfalls schlechter als sein Vorgänger ab. Mit mehreren kurzen Telefonaten pro Tag, dem Abgleich zweier E-Mail-Konten und dem Surfen per HSPA+ und WLAN erreichten wird nicht einmal 24 Stunden. Um etwa 8 Uhr am Morgen von der Steckdose getrennt, musste es bereits gegen 6 Uhr des Folgetages wieder geladen werden. Selbst bei sehr moderater Nutzung dürfte der Akku es so nicht auf mehr als 36 Stunden bringen.

Trotz abnehmbarer Rückseite: Der Akku ist fest verbaut
Trotz abnehmbarer Rückseite: Der Akku ist fest verbaut

Warum Motorola trotz rund 15 Prozent größerem Gehäuse am alten Akku festgehalten hat, ist unbekannt. Klar ist hingegen, dass an dieser Stelle viel Potential verschenkt wurde. Zu guter Letzt kommt erschwerend hinzu, dass sich die Lautzeit beim Einsatz von zwei SIM-Karten je nach Nutzungsverhalten um 5 bis 15 Prozent verkürzt.

Fazit

Die Bewertung des neuen Moto G fällt schwer. Denn in nahezu jedem Punkt muss sich das Mittelklasse-Smartphone an seinem Vorgänger messen lassen. Und in diesem Vergleich schneidet der Jahrgang 2014 schlechter ab. Denn Motorola konnte lediglich die Qualität der Kamera sowie in Teilaspekten das Display verbessern, hinzu kommt der nun von Anfang an vorhandene microSD-Slot. In anderen Bereichen sieht es hingegen anders aus: Das neue Modell ist unhandlicher, schwerer, bietet eine weniger scharfe Anzeige und muss früher wieder an die Steckdose. Gleichzeitig steigt die unverbindliche Preisempfehlung von 169 Euro im vergangenen Jahr auf nun 199 Euro. Berücksichtigt man zu guter Letzt noch, dass das Moto G des letzten Jahres in der LTE-Variante zu eben diesem Preis in den Handel kam und mittlerweile für weniger als 180 Euro verfügbar ist, scheitert die zweite Generation überraschend.

Die zweite Generation des Moto G macht einiges anders, aber kaum etwas besser
Die zweite Generation des Moto G macht einiges anders, aber kaum etwas besser

Doch messen lassen muss sie sich vor allem an ähnlichen Geräten. Und hier punktet das Moto G (2014) mit seinem Preis. Denn sieht man einmal von Archos- und Star-Modellen sowie Acers Liquid Z500 ab, bekommt für derzeit für knapp 180 Euro nirgendwo sonst ein 5-Zoll-Display mit 1.280 x 720 Pixeln sowie 8 GB Speicher nebst Erweiterungsmöglichkeit und zwei SIM-Slots.

Eine Empfehlung ist das neue Moto G deshalb aber angesichts der Schwachpunkte nicht. Wer auf eine zweite SIM-Karte verzichten und mit 8 oder 16 GB Speicher sowie unterdurchschnittlichen Fotos auskommen kann, sollte eher zum günstigeren ersten Moto G greifen.

Positive Aspekte des Motorola Moto G (2014):

  • aktuelles und unverändertes Android
  • gutes Verarbeitungsniveau
  • Display mit guter Farbdarstellung
  • Speicher erweiterbar
  • Dual-SIM

Negative Aspekte des Motorola Moto G (2014):

  • schlechte Akkulaufzeiten
  • kein LTE
  • Akku fest verbaut
  • geringer Lieferumfang

 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (10)

#1
customavatars/avatar97719_1.gif
Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1436
Aha, Motorola hat also nichts anderes getan als das "Moto G LTE" mit einem 5" Display auszustatten, das LTE weg zu lassen und es um eine dual SIM Funktion zu erweitern.

Eine Funktion gestrichen, eine hinzugefügt und ein größeres Display... sowas nennt sich dann " 2nd Gen".

Wow, Motorola, da habt ihr euch ja wahrlich ins Zeug gelegt.
Und dabei ist im Gesamtpaket ein schlechteres Produkt rausgekommen, als es das "Moto G LTE" ist. Respekt!
#2
Registriert seit: 30.08.2014

Banned
Beiträge: 7060
Finde ich auch seltsam, das erste G hat ja im Grunde richtig reingehauen...
#3
customavatars/avatar97719_1.gif
Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1436
So siehts aus. Einziges Manko am ersten Moto G ist aus meiner Sicht lediglich der fehlende SD Card Slot.
Und den haben sie ja beim LTE Modell hinzugefügt.

Bin sogar am Überlegen, ob ich das Moto G LTE nicht doch kaufe und damit mein Huawei G525 ersetze.
Bin zwar damit auch ganz zufrieden, aber mich stört der fehlende Kamera Blitz, den man auch mal als Taschenlampe einsetzen kann und die eher geringe Akkugröße von nur 1700 mAh.
4GB interner Speicher sind auch etwas wenig.
Und das 720p Dislplay des Moto G würd ich natürlich auch begrüßen, obwohl das eher ein "Nice to have" ist.
#4
customavatars/avatar92992_1.gif
Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10408
wenn es keine nano-Sim hätte, würde hier vor mir längst ein Moto X der ersten Generation auf dem Tisch liegen - entweder mit Bambus oder Walnussholz
#5
customavatars/avatar6388_1.gif
Registriert seit: 03.07.2003

Gefreiter
Beiträge: 50
Na ich würde fast mutmaßen das Lenovo als neuer Besitzer Rendite sehen will! ;)
#6
customavatars/avatar121331_1.gif
Registriert seit: 13.10.2009

Bootsmann
Beiträge: 754
Hab das Moto X 1st Gen seit letzter Woche. Imo beste Motorola Smartphone aktuell.:)
Finde die 2nd Gens (X und G) durch die Größe auch wesentlich uninteressanter als Ihre Vorgänger.
#7
customavatars/avatar55236_1.gif
Registriert seit: 07.01.2007
D:\NRW\Cologne
Kapitänleutnant
Beiträge: 1785
Ich würde sogar mein LG G2 gegen ein Moto G LTE der ersten Generation tauschen, wenn es nicht so eine miese Kamera hätte. Da passen dann andere kompakte Smartphones wie das Xperia Z1 oder Z3 Compact besser, finde ich aber etwas überteuert im Vergleich zum LG...
#8
Registriert seit: 19.03.2008

Hauptgefreiter
Beiträge: 190
Zitat tdoermer;22771081
Na ich würde fast mutmaßen das Lenovo als neuer Besitzer Rendite sehen will! ;)
Die 2. Generation dürfte noch vollständig aus der Feder von Motorola by Google stammen. Wenn ich es richtig gelesen habe, ist die Übernahme ja noch nichtmal komplett abgeschlossen. Wahrscheinlich gibt es dann 2015 die ersten Geräte, bei denen Lenovo seine Finger mit im Spiel hat, aber selbst da bleibt abzuwarten, wie viel Einfluss sie auf die Entwicklung der Geräte nehmen werden.
#9
customavatars/avatar136240_1.gif
Registriert seit: 19.06.2010
Berlin
Moderator
Beiträge: 13961
Zitat zephyr;22773464
Ich würde sogar mein LG G2 gegen ein Moto G LTE der ersten Generation tauschen, wenn es nicht so eine miese Kamera hätte. Da passen dann andere kompakte Smartphones wie das Xperia Z1 oder Z3 Compact besser, finde ich aber etwas überteuert im Vergleich zum LG...

:eek:
Ein LG G2 ist doch aber in jeder Hinsicht einem Moto G maßlos überlegen. Wieso würdest du ein G2 gegen ein Moto G eintauschen?
#10
customavatars/avatar3070_1.gif
Registriert seit: 09.10.2002
...bei Freiburg
Admiral
Beiträge: 12471
Vermutlich weil er etwas kleineres sucht....
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Samsung Galaxy A3 (2016) & Galaxy A5 (2016) im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/TEASER_SAMSUNG_A2016

Die Oberklasse sorgt für Schlagzeilen, die Mittelklasse für Marktanteile. Deshalb war es vor knapp einem Jahr nur logisch, dass Samsung mit der neuen A-Reihe einen Gegenpol zur immer stärker werdenden Konkurrenz im Bereich zwischen 200 und 400 Euro platzieren wollte. So erfolgreich die beiden... [mehr]

Huawei P9 lite im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HUAWEI_P9_LITE_TEASER_KLEIN

Größer, schneller, schicker: Mit dem P9 lite bringt Huawei erwartungsgemäß den Mittelklasseableger seines Aushängeschilds in den Handel. Dabei verlässt man sich nicht auf leichte Korrekturen, was den Vorgänger nicht nur alt aussehen lässt, sondern das deutlich teurere Schwestermodell auch... [mehr]

Kommentar: Wie Microsoft mich dazu brachte, ein Lumia gegen ein iPhone zu...

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/MICROSOFT2012

Microsofts Verkäufe im Smartphonebereich sind im letzten Quartal regelrecht eingebrochen. Lediglich 2,3 Millionen Geräte konnte die mobile Sparte des Konzerns absetzen. Die hochpreisigen Surface-Tablets verkaufen sich mittlerweile besser als die Lumia-Smartphones. Dieses Jahr war die erste... [mehr]

HTC 10 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HTC_10_TEASER_KLEIN

Vom Innovator zum Sorgenkind: HTC gilt derzeit als eines der größten Sorgenkinder des Smartphone-Marktes. Nach dem guten, aber nicht überragenden One M8 und One M9 soll der schlicht 10 genannte Nachfolger nun endlich die Trendwende einläuten. Zu wünschen wäre es dem Unternehmen, ganz so... [mehr]

Huawei G8 (GX8) im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HUAWEI_G8_9_TEASER_KLEIN

Auf der IFA stand das Mate S im Vordergrund, doch mit dem G8 - das inzwischen auch als GX8 angeboten wird - hatte Huawei auch ein neues Mittelklassemodell mit dabei. Allmählich ist das Smartphone bei immer mehr Händlern verfügbar, die den Preis schnell unter die Empfehlung von knapp 400 Euro... [mehr]

Huawei P9 im Test (2/2) - Das leistet die Leica-Kamera

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/HUAWEI_P9/HUAWEI_P9_2_TEASER_KLEIN

Wie wichtig die Smartphone-Fotografie inzwischen ist, zeigt derzeit wohl nichts so deutlich wie die Kooperation zwischen Leica und Huawei. Auf der einen Seite ein exzellenter Ruf in Sachen Kameras, auf der anderen Expertise im Bau von Handys. Im zweiten Teil des Tests muss das P9 zeigen, dass es... [mehr]